Franz Schandl

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Jahrgang 1960, Historiker und Publizist, Redakteur der Zeitschrift Streifzüge

Texte:

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Samstag, 31. Dezember 2005

Buch von Eske Bockelmann

"Es sind die Menschen, die (den Zwang des Geldes) eingerichtet haben, durch nichts sonst auf ihn verpflichtet als durch sich selbst. Aber sie haben ihn eingerichtet zu dem, was ihre Welt im Innersten zusammen hält; und glauben nun doppelt gezwungen - durch ihn, den sie eingerichtet haben, und ihn, den sie fest schon in sich tragen -, nicht sie hätten mehr über ihn, sondern er allein über sie zu entscheiden. Und fast will mir scheinen, am empfindlichsten seien sie gegen alles, was sie mahnt, dass sie darin irren."

Freitag, 24. Juni 2005

Es geht darum, für eine Welt ohne Geld, Tausch, Markt, Wert und alles, was zu diesem Universum gehört, zu kämpfen und sich das einmal vorzustellen. Dass es also nicht mehr darum geht, innerhalb dieses Systems Interessen durchzusetzen, sondern gegen diese Struktur und gegen dieses System aufzutreten. Die Grundstruktur dieses Systems ist die Wertverwertung, was bedeutet, dass wir alle gezwungen sind, uns in den verschiedensten Lebenslagen in Wert zu setzen, also unsere Arbeitskraft zu verkaufen oder unsere Produkte und Dienstleistungen an die Menschen zu bringen.

Freitag, 1. April 2005

Zitatsammlung zum Thema Geld

Mittwoch, 26. Januar 2005

Infos zu Struktur von Inhalten im CoForum. Diskussion.

Dienstag, 15. April 2003

Hinweis auf CopyLeft der Zeitschrift

Freitag, 8. November 2002

Archivseiten der Diskussionsgruppe Wege aus dem Kapitalismus, Berlin, Jahre 2002 bis 2005. Aktuelle Seite: WAK

Dienstag, 8. Januar 2002

Die antideutsche Brauchtumspflege immunisiert sich gerade dadurch, daß sie ihrerseits die Projektion unentwegt den anderen unterstellt, den Gegenvorwurf aber als Unterstellung disqualifiziert. Es ist eine hochprozentige Ideologiedroge, die sich als Ideologiekritik mißversteht. Was hier blüht, ist nicht Kritik, sondern ein zu überwindender Positonsfetischismus, der schier identitätsbesessen ist. Typisch wie abstoßend ist auch dieses unappetitliche Remake der Parolensprache: »Hoch die ..., Nieder mit ..., Fort mit ..., Gegen die ..., Lang lebe ...«

Da fehlt nur noch »Tod den ...«, und das Ensemble wäre komplett. Aber das implizieren die eingeforderten Militärschläge. Die Irren hätten die werden können, die ganz kollateral niedergebombt werden (inklusive Seuchen- und Hungeropfer, die eben das Nachrecht der falschen Geburt haben), die Irren sind keineswegs die, die es tun oder dazu aufrufen. Die retten die Zivilisation. Was wir erleben, ist die Militarisierung des Denkens und der Sprache, die Entstehung selbsternannter Ideologieoffiziere antideutscher Provenienz. Ihr missionarischer Eifer und ihre fanatische Präpotenz sind erschreckend. Auch wenn sie über die Farce nicht hinauskommen, werden sie im aufgeschreckten Hühnerstall der radikalen Linken noch einigen Schaden anrichten.

Logik scheint in irren Zeiten irre zu werden. Die Kapriolen werden immer dümmer. Dem scheint ein vollkommen beschränktes Denken zugrunde zu liegen, daß etwa alles, was z.B. ein Rechtsextremist oder Nazi sagt, falsch sein muß. »Falsch, dumm, rechts, nazistisch, deutsch«, das alles ist mangelhaft ausdifferenziert, bei den antideutschen Identitätsfanatikern wird es wider Willen in einen ungenießbaren Brei eingerührt. Daß bei Oswald Spengler und Martin Heidegger einiger Erkenntnisgewinn zu holen ist, wäre für diese Spezies keine richtige Aussage, sondern ein faschistisches Bekenntnis. Denn wenn man sagt, daß Heidegger ein Nazi gewesen, der er zweifellos gewesen ist, dann ist doch sowieso alles gesagt, oder?