CopyRight

Version 4, 84.157.3.175 am 12.9.2005 22:24

im Bezug zu CopyLeft :

Normalerweise dient das CopyRight künstlicher Verknappung, in diesem Sinne die folgende Frage aus OpenTheory:

> Ich war etwas überrascht auf ein Copyright für den Artikel zu stossen. > Hier steht sicher eine juristische Notwendigkeit dahinter, fand es > schade dass nicht klargestellt wird warum, es wäre sicherlich möglich > gewesen damit Kritik an der Gesellschaft und die Notwendigkeit zu > verbinden. Noch erahne ich aber nur die Notwendigkeit, fände eine > Aufklärung aber hilfreich- danke

Antwort von Stefan Meretz:

... Das Urheberrecht lässt sich im Deutschen Recht auch nicht "verhindern", denn es ist so eine Art "naturales Recht", welches dem Urheber automatisch zukommt. Im US-Recht ist das z.B. anders (ich bin allerdings kein Jurist). Wichtig ist jetzt, wie mit dem Urheberrecht umgegangen wird: Wird es im Sinne des Ausschlusses anderer von Nutzung, Kopie, Veränderung und Verbreitung eingesetzt - wie gewöhnlich aus Verwertungsgründen - oder wird es der Menschheit eben zu diesen Zwecken frei zur Verfügung gestellt. Letzteres geschieht bei open theory wiederum automatisch, indem alle Texte der GNU Free Documentation License unterstehen, dem Copyleft für Texte. Copyleft basiert auf dem Copyright, dreht aber den Sinn - Exklusion anderer - um: die Exklusion wird exkludiert.

Also kurz: Das Copyright wird durch das Copyleft subversiv im Sinn verkehrt. Sonst kann Freie Software und eben auch OpenTheory nicht funktionieren.


IMAGINING A WORLD WITHOUT COPYRIGHT

The market and temporary protection a better alternative for artists and the public domain

An essay

Marieke van Schijndel & Joost Smiers

Hard to imagine

http://gerdleonhard.typepad.com/the ... joost_smiers_an.html

http://gerdleonhard.typepad.com/the ... pyright_feb_2005.pdf


siehe auch: Urheberrecht im Internet


Oekonux

Neue Seiten im Kontext

Sonntag, 23. Mrz 2008

Public Private Property (PPP) verfolgt das Ziel, mit Hilfe von Lizenzen einen entknappenden Umgang mit materiellen Gütern zu ermöglichen.

Das Konzept ist angelehnt an die Erfindung der GPL, die dies im Bereich "Computerprogramme" bereits erreicht hat. Dabei soll ein ähnlich modulares Lizenzsystem zum Einsatz kommen, wie es Creative Commons erfolgreich vorgemacht hat. Weitere Inspirationsquellen finden sich in den schon existierenden oder angedachten Projekten Peerconomy, Mietshäuser-Syndikat, Nutzigems, Reisenetzwerken. Allen diesen Projekten ist gemeinsam, dass sie versuchen das private Eigentumsverhältnis an materiellen Gütern zu verändern (manchmal sicherlich nicht in vollem Bewußtsein, was sie da tun).

Dabei wird das juristische Eigentum selbst erst einmal nicht angetastet. So wie ja auch bei GPL- oder CC-lizensierten Werken das Copyright beim ursprünglichen Autor verbleibt. Dennoch soll es die Möglichkeit geben, durch ein eigenes Lizenzmodul den dauerhaften Verbleib der ehemaligen Ware in PPP zu sichern. In diesem Fall wird dann das Eigentum übertragen an eine Organisation, die die Garantie übernimmt, dass PPP gültig bleibt. Auch das gibt es im Fall der GPL: Viele GNU-Projekte verlangen ein Abtreten der Rechte an die FSF, um so unproblematisch zukünftige Lizenzänderungen vornehmen zu können.

Die Nutzung eines PPP-Gutes wird möglich, wenn man die Lizenz anerkennt. Das Eigentum bleibt also privat, der Besitz wird aber gesellschaftlich. Dabei formuliert PPP den kleinsten gemeinsamen Nenner von "zur Verfügung stellen": Zeigen, dass es da ist. Zusätzlich angegebene PPP-Module ermöglichen mehr Freiheit.

Das Experiment soll dezentral ohne die Notwendigkeit, erst eine Community aufbauen zu müssen, und ohne aufwendige Software-Programmierung funkionieren. Eine Gemeinschaft bildet sich durch Nutzung und durch die Vermittlung des Internet. Von Anfang an soll aber (im Entwurf von Formaten und Protokollen) daran gedacht werden, dass man in einem nächsten Schritt dann durchaus Werkzeuge entwickelt, oder schon vorhandene nutzt, die den Umgang mit größeren Datenmengen dann überhaupt erst ermöglichen.

Unterstützer, die diese Lizenzen ausarbeiten, sowie Übersetzer (vorerst ins Englische) werden gesucht.

Samstag, 6. Januar 2007

Dieses Buch von Maria Montessori ist gescannt im Internet zu lesen.

Falls das CopyRight abgelaufen sein sollte, wäre das doch ein guter Kanditat für das Projekt Gutenberg ?

Donnerstag, 18. September 2003

Wiki des Projekts InfoAnarchy.

(de)Dieses Wiki enthält Informationen zu File Sharing, CopyRight, GeschenkÖkonomie, Möglichkeiten im virtuellen Raum, Untersuchung von P2P, Informationswerkzeugen und ähnlichen Themen. Falls nicht anders vermerkt, sind die Beiträge alle PublicDomain.

Mittwoch, 11. Juli 2001

Künstliche Knappheit ist eine von Menschen hergestellte Verknappung an sich nicht knapper Dinge; zumeist um diese Dinge verwerten zu können.