Unterstützt den Umsonstladen

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Aufruf des Umsonstladen Berlin

Umsonstladen bleibt!

Kronawitter's neueste Aktion:

Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer des Umsonstladens,

der Kampf um die Brunnenstraße 183 geht weiter. Hausbesitzer Kronawitter hat alle MieterInnen in einem Brief aufgefordert, bis zu diesem Freitag, den 27.10., ihre Wohnungen zu räumen. Damit mißachtet er wieder einmal die bestehenden Mietverhältnisse.
Der Umsonstladen erhielt (noch) keinen solchen Brief. Es ist aber klar, daß auch wir ihn bei seinen hochfliegenden Plänen stören.
Es wäre daher schön, wenn ihr Euch am Freitag zu den Ladenöffnungszeiten (14 - 18 Uhr) Zeit nehmt, um im Laden vorbeizuschauen - wir können auf jeden Fall Unterstützung brauchen, falls Kronawitter oder seine Gehilfen an dem Tag aufkreuzen.
Je mehr wir sind, desto besser.

Bis dann!
Das Umsonstladen-Kollektiv


Lest mehr zu Aktionen, Spenden- und anderen Unterstützungsmöglichkeiten auf
www.umsonstladen.info
www.brunnen183.de

Die aktuelle Situation (Januar 2006)

Die für den 23.01. angesetzte Zwangsversteigerung wurde kurzfristig abgesagt, da das Haus schon am Freitag davor an einen Arzt aus Passau verkauft wurde.

Für das Haus Brunnenstraße 183, in dem sich der Umsonstladen befindet, wurde vom Gericht die Zwangsversteigerung angeordnet.

Als Termin wurde der 23.01.2006 angesetzt.

Eine Zwangsversteigerung bedeutet eine ernste Gefahr für den Laden. Bisher bestand er nur aufgrund einer Duldung des vorherigen Eigentümers, ein neuer Eigentümer kann diese, insbesondere, da es sich um Gewerberäume handelt, einfach widerrufen und die Räumung verlangen. Die im restlichen Haus lebenden Mieter sind aufgrund ihrer Mietverträge besser geschützt.

Wie kam es zur Zwangsversteigerung?
Die unten erwähnte und mittlerweile von der Bildfläche verschwundene team2-GmbH hatte das Haus sehr teuer als leerstehend erworben, was nie stimmte. Sie strengte daher eine Gerichtsverfahren an (die unten erwähnten Aktionen brachten ja nichts), um den Kaufvertrag deswegen rückgängig zu machen. Das hatte Erfolg.
Die beiden ursprünglichen Eigentümerinnen hatten aber ohnehin nie das Geld für den Verkauf bekommen. Daher übernahm nun die den Kauf finanzierende Bank (EuroHypo AG, Nachfolgerin der RheinHyp, der ursprünglichen Kreditgeberin) die Initiative. Der Kredit für den Hauskauf war über eine Grundschuld auf das Haus abgesichert worden.
Zunächst wurde für einige Zeit ein Zwangsverwalter eingesetzt, mit Beginn des Zwangsversteigerungsverfahrens aber wieder abgesetzt. Mit dem nun feststehenden Termin für die Zwangsversteigerung hat der bisherige Schwebezustand ein Ende gefunden.
Allerdings gibt es einige Ungereimtheiten im Zusammenhang mit der Versteigerung. So steht auf der Internetseite, die das Objekt im Auftrag des Amtsgerichts Mitte zur Versteigerung präsentiert, dass es sich um ein teilweise leerstehendes Haus handle, obwohl dieses komplett bewohnt ist. Darüber hinaus enthält das Verkehrswertgutachten des Gerichts falsche Informationen. So steht beispielsweise darin, dass es sich um ein besetztes Haus handle, obwohl gültige Mietverträge bestehen, darunter der eines 85-jährigen Rentners, der dort seit seiner Kindheit wohnt. Die Mieten werden seit Jahren auf ein Sperrkonto überwiesen, von dem auch die Betriebskosten des Hauses selbstverwaltet werden, nachdem der vorherige Besitzer (team2-GmbH) seinen Zahlungspflichten nicht nachkam.

Unterschriftenliste für die Erhaltung des Umsonstladens Berlin

Im Laden liegt eine Liste aus, in der sich jedeR UnterstützerIn mit Namen, Adresse und/oder email eintragen kann. Diese Liste wird natürlich nicht weitergegeben! Wir wollen sie nutzen, um zum einen klarzumachen, daß dieser Laden an dieser Stelle von einer Vielzahl verschiedener Menschen genutzt und gefordert wird, zum anderen, um über eventuelle Protestaktionen zu informieren.


Unterstützt den Umsonstladen

Für Freiraum in der Berliner Mitte statt Spekulation und Vertreibung

Seit Dezember 2001 gibt es im Hausprojekt Brunnenstr. 183 einen sogenannten UmsonstLaden.

Der Umsonstladen versteht sich als eine praktische Alternative zur Konsumgesellschaft, in der jedes Ding zur Ware wird und ihm ein Geld-Wert zugeordnet wird. Im Umsonstladen steht hingegen die direkte Kooperation zwischen Menschen im Vordergrund.

Das Prinzip ist einfach: Menschen haben Dinge, welche sie nicht mehr gebrauchen, die allerdings noch andere benötigen könnten. Wenn die Dinge noch o.k. sind, können sie diese einfach in den Umsonstladen bringen, statt sie nutzlos im Schrank stehen zu lassen oder wegzuwerfen. Andere Menschen suchen hingegen genau diese Dinge. Sie kommen einfach in den Laden und nehmen sie mit. Dazu müssen sie weder etwas tauschen bzw. bezahlen.

Am Montag (21.01.2002) wurden jedoch unsere Bemühungen auf unangenehme weise unterbrochen.

Polizeibeamte drangen in den Laden ein und versuchten die vermeintlichen Verantwortlichen für einem Hausfriedensbruch zu belangen. Sie stellten die Personalien fest und untersuchten daraufhin die Menschen um in den Besitz des Schlüssels zu gelangen. Dabei handelten sie angeblich aufgrund einer Anzeige des neuen Hauseigentümers —team 2ie. Diese versuchen seit der Hausübernahme die BewohnerInnen aus ihren Wohnungen zu drängen und das sozialkulturelle Projekt zu zerstören. Mit seiner neuerlichen Attacke gegen den Umsonstladen verfolgt er keineswegs das klassische Ziel einer Verwertung, denn der Laden wäre ohnehin nicht vermietbar. Nein, ihm geht es um eine Wertsteigerung durch Leerstand des Hauses. Dieser verqueren Logik, dass ein leeres Haus mehr wert sein soll, als eins mit Leben und sozialen Projekten, stellen wir uns entgegen. Hunderte Menschen, die den praktischen Werts des Umsonstladens schätzen gelernt haben, werden sich diese Möglichkeit des sozialen Austausches ohne Geld und Markt nicht so einfach nehmen lassen. In Eigenarbeit haben sie aus der Drogerieladen-Ruine diesen Freiraum geschaffen und aufgezeigt, daß Alternativen machbar sind .

Setzen Sie sich ein ...

und Wir bitten Sie deshalb, diesen Aufruf mit ihrer Unterschrift und vielleicht auch mit Ihrer Tatkraft zu unterstützen.

Die Umsonstladner und -Innen


Hier ein Artikel von damals über das Geschehen (die Kontaktangaben sind veraltet&ungültig!):
www.bmgev.de/mieterecho/288/bezirk/16.pyhtml



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Montag, 26. November 2001

Umsonstladen in Berlin.