Steinbackofen

Version 37, 212.202.121.162 am 26.4.2010 15:15

simpelst

Wir haben mal nur aus Steinen einen Pizzaoffen gebaut. So simpel, dass ichs fast nicht erklären kann: Über einem Loch im schrägen boden, baut man bis auf eine öffnung oben (für den Rauch) und unten (horizontal zum feuern und backen) aus Steinen und Erde wieder ein Dach (Pyramide/Kuppel). Nach ca. 1h feuern kann man ca. 15-25minuten backen. Anschliessend wieder 30min feuern usw.

einfach

(Koreaofen/Pfadfinderofen) Mit einer grossen Büchse (ca. 20 Liter oder mehr, aus Restaurant oder Lebensmittelzwischenfabriken) oder Fass aus Metal lässt sich das obere Kontzept erweitern: Über der Feuergrube das Fass (Armierungseisen o.ä. machens einfach) und Steine und Erde darüber (Hinten ein Kamin errichten). Lösung A des Oberhitzeproblem: Steine direkt am Fass locker schichten, das Hitze um das Fass ziehen kann (zum Kamin oben)

Lösung B (deluxe): grösseres halbes Fass mit ca 5-15cm Zwischenraum darüber

natülich

ständig

Die Bauabschnitte:

Fundament mit Schablone und Portal. Die mit der Diamantsäge zurechtgeschnittenen Schamottesteine wurden mit Schamottemörtel um die Schablone kuppelförmig aufgemauert. Die Kuppel wurde mit angepassten Draht vollkommen mit Schamottemörtel verputzt. Um eventuelle Spannungen vorzubeugen, wurde der Rauchabzug auf stabilen Flacheisen "schwimmend" gelagert. Anschließend wurde die fertige Schamottekuppel noch mit einem angepassten Eisenmantel umgeben. Auf diesem Eisenmantel wurde Streckmetall in einem Abstand von ca. 15-25 cm befestigt. Abschließend wurde ein Zementputz auf die Streckmetallverkleidung aufgetragen. Damit die Schornstein-Isoliermasse (lose Perlitte) verfüllt werden konnte, wurden vorab in dem Streckmetallmantel Fenster geschnitten. Somit wurde eine optimale Wärmedämmung erreicht.

Schnippsel:

"Die Gefahr beim Steinofen ist immer, dass man zu viel Unterhitze und zu wenig Oberhitze hat.", erfahre ich von Ch.Uhde. "Wenn ein Material nicht so viel Masse hat, speichert es nicht so viel Wärme." Darum sind die Bodenplatten des Ofens aus einem besonders leichten Stein, der übrigens nur in Radeberg bei Dresden vorkommt. Da auf diesen Steinen gefeuert und gebacken wird - Asche und Brote herausgezogen werden - sind die Steine stark beansprucht und müssen ungefähr alle 5 Jahre erneuert werden.

Steinbackofen selbst aufgebaut!

Für Pizza, Flammkuchen und Co. eignen sich Steinbacköfen besonders gut. Kann ich nur empfehlen, denn es schmeckt gut und ist gesund. Also ein ideales Geschmackserlebnis. Steinbacköfen von Blöchle Teigwarengeräte sind einfach aufzubauen. Einfach dem beigelegten Bauplan folgen und dann kann es losgehen.