Emmi Pikler

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Kinderärztin, gründete 1946 das Säuglingsheim Lóczy Lóczy-Institut in Budapest, das sie bis 1979 leitete. Sie starb 1984. Seit 1998 ist ihre Tochter Anna Tardos die Direktorin der jetzt zum Institut gewordenen Einrichtung.

Texte:

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Pikler-Hengstenberg-Gesellschaft Österreich http://www.pikler-hengstenberg.at

0202

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Donnerstag, 14. Dezember 2006

Der Verein "Wege der Entfaltung" ist eine gemeinnützige Organisation, die dem Lebenswerk von Elsa Gindler, Heinrich Jacoby, Elfriede Hengstenberg, Charlotte Selver und Emmi Pikler verbunden ist.

Unser Anliegen ist es, die Erfahrungen und Erkenntnisse dieser wegweisenden Pädagogen in der Erziehung von Kindern und Jugendlichen wie auch in der Arbeit mit Erwachsenen umzusetzen und zu vertiefen.

Wir veranstalten fortlaufende Kurse, Wochenendseminare, Vorträge, Workshops und Fachtagungen für Erwachsene, die der Selbstentfaltung und der professionellen Bildung dienen. Wir unterstützen und betreiben Einrichtungen für Kinder. Wir publizieren Schriften, Bild- und Filmmaterial der genannten Pädagogen bzw. ihrer Arbeit.

Donnerstag, 22. Juni 2006

Die Freie Montessori Schule Darmstadt eröffnet im August 2006. Wir starten mit einer Gruppe von 20 bis 25 Kindern und drei Lernbegleiter/innen im Stadtzentrum von Darmstadt, Bismarckstraße 15.

Ziel der Schulgründung ist es, für unsere Kinder einen Lern- und Lebensort zu schaffen, an dem sie ihre individuellen Fähigkeiten im eigenen Tempo entfalten können. Lust am Lernen, Freude an der Selbsttätigkeit und achtsamer Umgang miteinander sollen ihre Schulzeit prägen.

Unser Konzept orientiert sich an dem in rund vierhundert deutschen Schulen bereits erfolgreich etablierten Montessori-Modell sowie der praktischen pädagogischen Arbeit von Rebeca und Mauricio Wild. Darüber hinaus berücksichtigen wir die Arbeit des Emmi-Pikler-Institutes in Budapest zur Bewegungsentwicklung und die bewegungstherapeutischen Ansätze von Elfriede Hengstenberg.

Durch das Engagement von Eltern, Lernbegleiter/innen und allen, die uns unterstützen wollen, soll eine "Schule der Zukunft" entstehen, die unsere Kinder auf dem Weg in ihre eigene Zukunft bestmöglich vorbereitet.

Mittwoch, 29. Juni 2005

Solidarische Ökonomie ist der Gegenpol zur Machtökonomie. Wir müssen sie nicht erfinden, denn sie ist - zumeist unbewusst und verkrüppelt - die Grundlage aller Machtökonomie. Wir kennen sie aus dem Kontext der Familie und des Freundeskreises.

In der solidarischen Ökonomie ist die Gesellschaft zuständig für die Befriedigung der Bedürfnisse des Einzelnen. Die Aufgabe des Einzelnen ist die Äußerung der Bedürfnisse.

Die Bewegungsform solidarischer Ökonomie ist deshalb das Gespräch; es gibt keine abstrakte Vermittlungsform.

Montag, 18. Februar 2002

Der Film "Lóczy - Wo kleine Menschen groß werden" ist eine Arbeit des französischen Regisseurs Bernard Martino. Er führt den Zuschauer in die Welt eines außergewöhnlichen Säuglingsheimes in Budapest. Die Kinderärztin Emmi Pikler hatte 1946 in einer leer stehenden Villa ein Heim für weggegebene Säuglinge und Kleinkinder gegründet. Sie entwickelte Pflegerichtlinien, die verhindern sollten, dass die Kinder durch das Fehlen der Mutter bleibenden seelischen Schaden davontragen. Sie brach mit allem, was bis dahin den Pflegeheimen heilig war.

Montag, 11. Februar 2002

Das Emmi - Pikler - Institut (Lóczy) hat drei große Aufgabengebiete, die sich gegenseitig ergänzen und bedingen: Betreuung, Forschung und Lehre.

Betreuung:

Für etwa 40 Säuglinge und Kleinkinder, die aus unterschiedlichen Gründen nicht in ihren Familien aufwachsen können, ist das Lóczy das Zuhause mit den dort wirkenden Erwachsenen als Bezugspersonen.

Forschung:

Die Betreuung der Kinder wird unterstützt durch regelmäßige und umfangreiche Aufzeichnungen über die Beobachtungen der Pflegerinnen, sowie der psychologischen und pädagogischen Mitarbeiterinnen. Diese Beobachtungen stellen sowohl die Grundlage für die individuelle Betreuung der Kinder, als auch Ausgangspunkte für zusätzliche wissenschaftliche Schwerpunktuntersuchungen und Veröffentlichungen dar.

Lehre:

Dieses Aufgabengebiet gliedert sich in Ausbildung, Fortbildung und internationalem Austausch. So wurde für die MitarbeiterInnen des Lóczys eine ganz spezifische Struktur der Weiterbildung entwickelt, die ihre Basis auf dem schon erwähnten Gebiet der Forschung hat. Seit 1971 hat das Lóczy die Aufgabe, die MitarbeiterInnen aller ungarischen Säuglings- und Kleinkinderheime fortzubilden. Ungarischen StudentInnen bestimmter Fachrichtungen wird genauso Gelegenheit zur Hospitation gegeben wie in- und ausländischen Fachkräften. Ca. 1300(!) Veröffentlichungen in Form von Schriften, Fotos, Filmen und Lichtbildern dienen auch dem fortdauernden Austausch mit zahlreichen Institutionen und Universitäten im In- und Ausland. Die Veröffentlichungen und Dokumentationen des Lóczys veranschaulichen gleichermaßen die Vorträge, Seminare und Kongressbeiträge in verschiedensten Ländern durch seine MitarbeiterInnen.

Gegründet wurde das Lóczy von der Kinderärztin Emmi Pikler.

Anna Tardos (Tochter von Emmi Pikler) ist jetzt die Leiterin.

Erweiterte Auflage des Buchs Laßt mir Zeit von Emmi Pikler, mit einem Vorwort von Rebeca Wild und Beträgen von Anna Tardos und Magda Gerber.

Es geht um den respektvollen Umgang mit Säuglingen und Kleinkindern – vor allem während der Pflege.