Reformpädagogik

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Die "Reformpädagogische Bewegung"

Der Begriff "Reformpädagogische Bewegung (ca. 1895-1933)" umfaßt eine Fülle verschiedener Ansätze die Schule, den Unterricht und allgemein die Erziehung zu reformieren. Es handelte sich dabei um eine sowohl nationale als auch internationale, progressive Erziehungsbewegung verschiedenster, theoretisch uneinheitlicher Strömungen, die sich gegen den Intellektualismus, die Lebensfremdheit und den Autoritarismus der damaligen "alten Schule" wandte.

Einig waren sich die Reformpädagogen in der Ablehnung der traditionellen Schule als eine Zwangs-Lern-Anstalt. Bezeichnend sind Karikaturen aus dieser Zeit, die den Lehrer als einen verknöcherten, menschlich unzugänglichen Pauker zeigen, der vom Katheder aus mit dem Holzstock den Unterricht führte, nur auf äußerste Disziplin und Vermittlung des Lernstoffes bedacht. Die Reformpädagogen wetterten gegen die Formalisierung des Unterrichts durch die "Herbartianer" und eine intellektuelle Einseitigkeit, die den Schüler zwangsweise in eine passive Rolle drängten.

Eine für die reformpädagogischen Bestrebungen wichtige Organisation stellt der 1921 gegründete Weltbund für Erneuerung der Erziehung dar. Er fungiert als internationale Plattform für die Ausbreitung und Weiterentwicklung reformpädagogischer Ideen.

Die wesentlichen neuen Ansätze

Aus einer liberalen Grundeinstellung mit starkem sozialen Engagement heraus forderten die Reformpädagogen die "neue, freie Schule", in der allein das Kind im Mittelpunkt allen erzieherischen Denkens und Handelns stehen sollte. Unter Berücksichtigung neuester psychologischer Kenntnisse sollten Erziehung und bestmögliche Entwicklung der Persönlichkeit der Kinder den Unterricht bestimmen; die Schule sollte zu einer lebensnahen Gemeinschaft werden, in der die Kinder aktiv werden können und so durch selbsttätiges Lernen zu verantwortungsbewussten, mündigen und toleranten Mitgliedern der Gesellschaft werden.

Das Prinzip der Selbsttätigkeit ist bei allen Reformpädagogen zu finden.

Im Gegensatz zu den vorherrschenden "Paukanstalten" entwickelten sich, vor allem nach 1918, Arbeitsschulen, die praktische Tätigkeiten in den Mittelpunkt stellten und so als Vorbild für einen handlungsorientierten Unterricht dienten, an dessen Ende ein vorzeigbares Produkt steht. Ihnen allen gemein war eine neue Psycho- Logik, die sie aus der Analyse des "Denkens im Handeln" gewannen; sie sahen das Lernen als aktiven Vorgang der Auseinandersetzung mit Schwierigkeiten. Je nachdem, welcher Aspekt des selbsttätigen Lernens betont wird, lassen sich drei Tendenzen unterscheiden.

StrukturMuster

Menschen

Verweise

Neue Seiten im Kontext

Dienstag, 19. Mrz 2013

Reformpädagoge

Sonntag, 6. April 2008

Die Regenbogenschule Baden ist eine reformpädagogische Volksschule mit Öffentlichkeitsrecht. Sie orientiert sich an verschiedenen geistigen Strömungen, ohne gleichzeitig dogmatisch zu sein.

Wesentliche Bestandteile sind die Montessori- und Freinetpädagogik, aber auch andere Elemente fließen in die tägliche Arbeit ein und sind stetige dynamische Bestandteile.

Ein weiterer Pfeiler der Regenbogenschule Baden ist die Abenteuer- und Erlebnispädagogik.

Die Pädagogik der Regenbogenschule Baden bietet Kindern ab der Vorschulstufe selbstgesteuerten Unterricht in altersgemischten Gruppen. Das individuelle Lerntempo der Kinder wird berücksichtigt und besonders auf deren speziellen Bedürfnissen und Interessen eingegangen.

Freitag, 21. Mrz 2008

Der Weltbund entstand 1921 als internationales Diskussionsforum der Reformpädagogik und bemüht sich in Zusammenarbeit mit den Mitgliedern der Reformschulen bis heute um eine zeitgemäße pädagogische Praxis und Forschung und fördert den Austausch pädagogischer Ideen und die Erprobung neuer Wege der Bildung und Erziehung. Dies geschieht in dem Bemühen, die reiche und breite Tradition des reformpädagogischen Arbeitens in das gegenwärtige pädagogische Aufgabenfeld zu integrieren und die pädagogischen Grundpositionen für die Herausforderungen von heute zu artikulieren. (Website des WEE-WEF)

Dienstag, 25. September 2007

polnischer Reformpädagoge

Dienstag, 12. September 2006

Ein Waldklassenzimmer ist ein LernOrt, der in einer Waldlandschaft angelegt wurde. Meist stehen Waldklassenzimmer verschiedenen Gruppen zur eigenen Nutzung offen.

Samstag, 11. Mrz 2006

Das Waldklassenzimmer in Schneverdingen ist der erste Klassenraum mitten im Wald. Im Mai 1996 wurde es vom Verein "Klimaschutz durch Wald e.V." (heute "Trinkwasserwald e.V.") gegründet und 1998 durch eine Köhlerhütte mit Feuerstelle erweitert. Als ein offener LernOrt steht es u.a. KITAs und Schulen zur Verfügung. Ein zweites Waldklassenzimmer gibt es in der Nähe der "Grundschule am Pietzmoor". Im Februar 2006 brannte dessen Holzhütte nahezu vollständig nieder. Mittlerweile ist eine neue Hütte entstanden.

Mittwoch, 2. Juni 2004

Welche alternativen Wege der Pädagogik werden versucht ?

Freitag, 26. September 2003

Literaturergänzung

Samstag, 19. April 2003

Johannes-Martin Kamp bezeichnet von Kindern selbstverwaltete Einrichtungen als Kinderrepublik: "Es geht um die Aufarbeitung der Erfahrungen mit dem Reformmodell selbstregierter Heime, die auch als Kinder- und Jugendrepubliken bezeichnet, die demokratische Republik, den Staat und die sich selbstregierendes Stadt zum Vorbild haben." (Kinderrepubliken S.9) ... "Mir ist keine Kinderrepublik bekannt, die wegen interner pädagogischer Probleme mit den Jugendlichen geschlossen wurde, oder weil die Selbstregirung nicht funktionierte und fehlschlug. Die Republiken scheitereten nicht an pädagogischen problemen, auch nicht, weil die angeblich unersetzbare geniale Erzieherpersönlichkeit starb, sondern sie scheiterten politisch an veränderten politischen Verhältnisen (Faschismus!) und inszenierten sexuell-politischen Skandalen, sowie organisatorisch, weil sie kein geeignetes ausgebildetes oder befähigtes Personal fanden, oder wirtschaftlich an Geldnot oder Erbschaftsproblemen nach dem Tod des Gründers." (Kinderrepubliken S. 78)