Michel Foucault

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Philosoph (* 15.10. ...

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Wir wollen versuchen, uns dem Konzept des Dispositivs zu nähern. Der Begriff des Dispositivs ist bei Foucault eng mit den Begriffen 'Macht' und 'Wissen' verbunden. Dabei muß immer im Auge behalten werden, daß Macht bei Foucault nicht personalisiert gedacht wird, d.h. es gibt nicht auf der einen Seite die, die Macht haben und auf der anderen Seite die, die keine Macht haben.

"Die Macht ist nicht etwas, was man erwirbt, wegnimmt, teilt, was man bewahrt oder verliert." (Foucault 1983; S. 115)

Sie ist das organisierende Prinzip von Beziehungen und Kräfteverhältnissen und wird unter Mitwirkung aller, d.h. in diesen Beziehungen und Kräfteverhältnissen, immer wieder reproduziert und modifiziert. Macht geht damit nicht von einem Zentrum aus und kommt nicht von oben über alle (von einem Herrscher z.B auf die Beherrschten), sondern wird lokal erzeugt über die Kräfteverhältnisse, die sich in den Produktionsapparaten, Familien, sexuellen Beziehungen, Gruppen und Institutionen ausbilden. Macht steigt von unten nach oben.

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Seminar im Nov. 2007 in der Kooperative Haina

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Links

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in der frühen, intakten gesellschaft war derjenige, der sich von der gesellschaft abgesondert hat, böse, krank oder verrückt . die gesellschaft hat auf diese absonderung wiederum mit absonderung reagiert (das ausgestoßen sein) . später gewann das böse (arbeits-teilung → herrschaft der dinge → gewalt statt sprache) dann die oberhand und die gesellschaft musste damit leben . von daher wahrscheinlich auch die erfindung des geldes, um trotzdem noch so etwas wie eine gemeinsame sprache hin zu kriegen . dennoch wurden die reichen immer reicher und so ist heute der punkt erreicht, wo ein neuer umschlag möglich wird (drei-schritt). foucault konnte diesen punkt noch nicht erreichen (da es noch kein wiki gab :) ) und blieb im bücher-schreiben stecken . halt gemäß seiner eigenen theorie .

sigi (2005-12-27)
uwe:

eine sinnbildliche Darstellung eines machtinnehabenden Reiches ist das Bild des machenden Landes mit dem durchfliessenden Fluss (waagerechtes Rechteck für Euphrat, senkrechtes Rechteck für den Nil) der Link zum Rechteck kann hier nachgereicht werden, wie auch andere geometrische Selbstbeherrschung und Verheerlichung. Dem sich wundernden und wanderden Menschen kullerten immer mehr Städte in den Weg; und der Weg beschrieb sich als durchausbeschreitbar, nämlich als 'Tor'(manchmal auch pfortenlos) dual nord/süd oder siebentorig, hunderttorig, trojanisch, watergatesig, waterclosed, VVtCentristisch... so meine ich: der Ausdruck von mAcht ist 'sich öffnen zu können'; das Verschlüsseln und Beschliessen ein Anflug von ohnmächtigsein und der Versuch einen Moment in den Nächsten zu retten. happy nevv y-ear, navigatoren

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Alibri-Verlag "Das Spiel der Lüste" ein Buch, dass sich mit Macht, Identität und Sexualität bei Foucault beschäftigt. Der von Marc-Christian Jäger und Marvin Chlada herausgegebene Band enthält folgende Beiträge

- Marc-Christian Jäger: Michel Foucault s Machtbegriff. Eine Einführung - Annette Schlemm: Die Sorge um sich selbst. Subjektivität und Homosexualität nach Foucault - Marvin Chlada: Lüste des Körpers oder Begehren ohne Organe? Foucaults Kritik des Wunschbegriffs - Jürgen Mümken: Wer bin ich? – Was bin ich? Identität und Geschlecht bei Stirner und Foucault - Marc-Christian Jäger: Ordnungen des Sexuellen. Foucaults Unterscheidung von sadistischer Disziplinarmacht und SM-Subkultur - Andrea D. Bührmann: Vom Begehrens-Subjekt zum unternehmerischen Selbst. Zur kritischen Ontologie moderner Subjektivierungsweisen im Anschluss an Foucault

Homepage zum Buch: http://www.spiel-der-lueste.de

Jürgen Mümken www.juergen-muemken.de

0310

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Neue Seiten im Kontext

Samstag, 12. August 2006

Heterotopien dagegen sind wirkliche Orte, wirksame Orte, die in die Einrichtung der Gesellschaft hineingezeichnet sind, sozusagen Gegenplatzierungen oder Widerlager, tatsächlich realisierte Utopien, in denen die wirklichen Plätze innerhalb der Kultur gleichzeitig repräsentiert, bestritten und gewendet sind, gewissermaßen Orte außerhalb aller Orte, wiewohl sie tatsächlich geortet werden können.

Sonntag, 2. Februar 2003

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Sonntag, 3. Februar 2002

In neoliberalen Zeiten werden auch die Unis immer mehr zu gewinnorientierten Dienstleistungsunternehmen umgebaut. Kritische und nicht direkt ökonomischen Nutzen versprechende Inhalte werden zurückgedrängt bzw. ganz entfernt. Auch Konzepte wie die englische OpenUniversity sind nicht wirklich offen. Die Fernuni Hagen hat wiederum ziemlich geringe Gebühren, aber dafür fixe Studienpläne und Eingangsvoraussetzungen. Welche Alternativen kann es geben?