Christoph Spehr

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bild: www.rosaluxemburgstiftung.de/Einzel/Preis/spehr.jpg

Out-Cooperating the Empire? - Exchange with Christoph Spehr

Exchange between Geert Lovink and Christoph Spehr on Creative Labour and the Hybrid Work of Cooperation

http://www.networkcultures.org/geer ... ith-christoph-spehr/

via ox-en at Sat, 8 Jul 2006 19:48:18 +0200

Rosa-Luxemburg-Preis

Christoph Spehr erhält den mit 10.000 DM dotierten und erstmals vergebenen Rosa-Luxemburg-Preis der gleichnamigen Stiftung. Laudatio: Prof. Dr. Frigga Haug

Der Historiker und Politikwissenschaftler Christoph Spehr aus Bremen ist der erste Rosa-Luxemburg-Preisträger. Am 13. Januar, Samstag, wurde ihm im Roten Salon der "Volksbühne Ost" in Berlin der mit 10.000 DM dotierte Preis der Rosa-Luxemburg-Stiftung übergeben. Er erhielt ihn für seine Arbeit "Gleicher als Andere. Eine Grundlegung der Freien Kooperation". http://www.rosaluxemburgstiftung.de ... l/Preis/rlspreis.pdf Mit dieser beantwortete er die zu Beginn des Jahres 2000 von der Stiftung gestellte Preisfrage "Unter welchen Bedingungen sind soziale Gerechtigkeit und politische Freiheit vereinbar?".

Die Jury - Daniela Dahn, Schriftstellerin, Prof. Dr. Frigga Haug, Soziologin, Dr. Dorothy Rosenberg (USA), Politikwissenschaftlerin, Prof. Dr. Hermann Klenner, Rechtswissenschaftler, Horst Schmitthenner, IG Metall - entschied sich für die Antwort des Preisträgers aus 32 Einsendungen aus der Bundesrepublik und Österreich. Der mehr als 80 Seiten umfassende Text sei "meist mit Genuss zu lesen" und mache "Lust zu streiten". Zugleich gehe der Preisträger "außerordentlich souverän mit eigenen und überlieferten Gedanken und vorgefundenen Phänomenen" um und stürze sich "mit Tollkühnheit in Probleme aktueller Politik, in Arbeits- und Lebensweise". Christoph Spehr verbinde Alltagsbeispiele mit Gesellschaftskritik. So begründete Frigga Haug in ihrer Laudatio auf den Preisträger in der Volksbühne die Auswahl der Jury. Der prämierte Text führe Freiheit und Gleichheit in der Idee der Freien Kooperation zusammen. Beides würden zugleich nicht als "einfach erreichbare oder gar erreichte Ziele" dargestellt, sondern als "eine stets zu erstreitende Perspektive". Linke, emanzipative Politik müsse für den Rahmen sorgen, "in dem immer weiter um Gleichheit und Freiheit gerungen wird und zwar von Kollektiven". Dieser Forderung schloß sich der Preisträger in seiner kurzen Dankrede an.

Christoph Spehr charakterisierte kurz seinen Vorschlag der Freien Kooperation. Diese liege vor, wenn Verteilungsverhältnisse von allen Beteiligten "jederzeit neu ausgehandelt werden können". Zugleich müssten alle die Kooperation jederzeit verlassen und Einfluß auf die Regeln nehmen können. Sie seien gleich, indem sie "zu einem vergleichbaren und vertretbaren Preis" die Kooperation verlassen oder ihre eigenen Leistungen einschränken könnten. Linke Politik müsse sich zur Idee der Freien Kooperation bekennen und die Voraussetzungen für diese "immer wieder aufs neue durchsetzen".

Die Verleihung des Preises begründe eine Tradition, erklärte Michael Brie, Mitglied des Geschäftsführenden Ausschusses des Vorstandes der Rosa-Luxemburg-Stiftung. "Wir wollen Rosa Luxemburg ehren, indem wir Fragen aufgreifen und Antworten suchen, die auch ihr politisches und wissenschaftliches Lebenswerk prägten." Die Stiftung wolle damit beitragen, "in viel stärkerem Maße sozialistische Grundvorstellungen zur Geltung zu bringen, Positionen zu Lebensfragen zu formulieren". Die Rosa-Luxemburg-Stiftung werde eine neue Frage ausschreiben. Am Vorabend des Gedenkens für Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht im Jahr 2003 werde ein neuer Preis vergeben, kündigte Michael Brie an.

Quelle: http://www.rosaluxemburgstiftung.de ... Preis/verleihung.htm


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Neue Seiten im Kontext

Samstag, 31. Oktober 2009

Dies ist eine Seite von Annette Schlemm zur Vor- und Nachbereitung des Kongresses "Utopia Now" vom 28.-29.Mai 2010 in Erfurt .

Freitag, 21. Mrz 2008

Freie Kooperation ist ein bereits seit langem in vielen Facetten praktizierter Ansatz, den vermeintlichen Gegensatz zwischen Kooperation und Freiheit dadurch aufzulösen, dass echte Kooperation - im Gegensatz sowohl zur zwanghaften, künstlich homogenisierten "Gemeinschaftlichkeit" aller staatszentristischen Gemeinschaftsökonomien als auch zum bloßen Tausch fertiger Waren und zur bloßen Veräußerung der eigenen (Arbeits-)Kräfte (zum Zweck von deren nicht mehr selbstgesteuerter "Verwertung") - die beteiligten Individuen überhaupt erst in die Lage versetzt, in jedem Moment des Prozesses - von der freien Entscheidung des Ein-/Austritts in/aus selbstgewählte/n Kooperation(szell)en über die Gestaltung des kooperativen Prozesses bis ... - frei über sich selbst und die eigene Beteiligung an Kooperation und "Gesellschaft" zu bestimmen. Erst viel später ist dieser Begriff in der Wahrnehmung eines kleinen Teils der Medienöffentlichkeit durch Christoph Spehr's Arbeiten geprägt worden (siehe Freie Kooperation (Spehr) und die Abgrenzung unten dazu). Auf dieser Seite geht es jedoch um die praktizierte, wirklich freie, nicht auf Warentausch und Arbeitskraft"verwertung" beschränkte, (tendenziell) alle Bereiche (nach freier Wahl jedes einzelnen, der in jeder Phase gleichzeitig Produzent und "Konsument" bleibt) umfassende Kooperation und leben(dig)e Beispiele derselben.

Dienstag, 2. Mai 2006

Rezension aus Contraste zum Tagungsband zum Out of this World - Kongress.

Montag, 21. November 2005

monatliche Publikation, herausgegeben von der Rosa-Luxemburg-Stiftung Berlin - ist wohl als die bedeutendste Theoriezeitschrift im Umfeld der Linkspartei.PDS anzusehen. Momentan geht es auf der Seite um einen Artikel zum Grundeinkommen.

Utopie Kreativ 184 Februar 2006.

Dienstag, 11. Oktober 2005

Tiefenökologie-Werkstätten in ZarNekla frei angelehnt an Macy. Ohne Trennung von Schlauen, die was verkleckern und Döösbadden, die zu schlucken haben. Sehr beweglich und bewegend.

Samstag, 23. November 2002

Ich gebe es offen zu: Ich hasse Arbeit. Ich hasse es, mir für fremde Interessen den Arsch aufzureissen, ich hasse es mir sagen zu lassen, was ich zu tun oder zu lassen habe, ich hasse es meine Zeit zu verkaufen, ja ich hasse es mich zu verkaufen, denn nichts anderes bedeutet es für mich zu arbeiten.

Sonntag, 3. Februar 2002

In neoliberalen Zeiten werden auch die Unis immer mehr zu gewinnorientierten Dienstleistungsunternehmen umgebaut. Kritische und nicht direkt ökonomischen Nutzen versprechende Inhalte werden zurückgedrängt bzw. ganz entfernt. Auch Konzepte wie die englische OpenUniversity sind nicht wirklich offen. Die Fernuni Hagen hat wiederum ziemlich geringe Gebühren, aber dafür fixe Studienpläne und Eingangsvoraussetzungen. Welche Alternativen kann es geben?

Samstag, 29. Dezember 2001

Die Herrschaft des Kapitales setzt ein verinnelichtes Machtmodell seitens der Herren und seitens der Sklaven voraus.