Die protestantische Ethik und der Geist des Kapitalismus

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Autor: Max Weber

Eine merkwürdige regional-soziologische Korrelation zwischen Industrialisierungsgrad und dem Anteil protestantischer Bevölkerung brachte Weber auf den Gedanken, daß die Reformation mehr war als ein exegetischer Streit zwischen Luther und der Kurie in Rom. Die Reformation war nur der Ausdruck eines Wandels des Menschenbilds und einer gegenüber dem feudalistischen Setting des Mittelalters radikal veränderten Lebenspraxis des frühen Bürgertums. Die protestantische Ethik ist nach Max Weber vor allem eine Verzichtsethik, die Akkumulation ermöglichte, weil Arbeit einerseits und Verzehr / Genuß andererseits durch diese Haltung entkoppelt wurden. Anders gesagt: Dem mittelalterlichen Menschen war sein Bauch einfach zu nah, als daß er mehr gearbeitet hätte als nötig war, um über den nächsten Winter zu kommen - der Protestant (oder Calvinist) sparte besinnungslos und akkumulierte...

Dieses Werk von Max Weber wird auch heute noch viel zitiert.

vgl. Geschichte der Hugenotten

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Samstag, 29. Dezember 2001

Die Herrschaft des Kapitales setzt ein verinnelichtes Machtmodell seitens der Herren und seitens der Sklaven voraus.