Heidemarie Schwermer

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Daten
Mail: ivory@free.de

Heidemarie Schwermer lebte seit 1996 absichtlich ohne Geld. Unter dem Namen Sterntaler Experiment (so der Buchtitel) wurde ihr Projekt in Deutschland bekannt. Sie arbeitete früher als Psychotherapeutin und gründete unter anderem die Gib-und-Nimm-Zentrale, einen TauschRing in Dortmund. Heidemarie starb am 23.03.2016.

Interview

Texte

Übers Tauschen und Teilen zum Sein

Die Gib und Nimm Bewegung

aus http://projekte.free.de/gibundnimm/

Die Diskrepanz zwischen Arm und Reich wächst, die Ausbeutung und Zerstörung der Erde geht weiter. Die Diskriminierung ganzer Völker und die Gleichgültigkeit gegenüber des großen Elends in der Welt nimmt erschreckende Ausmaße an. Die Idee der Gib-und-Nimm-Bewegung, in ganzer Konsequenz gelebt, verändert unser herkömmliches Leben total. Bei "Gib und Nimm" geht es darum, ein Gleichgewicht zwischen dem Geben und dem Nehmen herzustellen. Es geht darum, jeden einzelnen Menschen wertzuschätzen und ihm wohlwollend zu begegnen. Misstrauen durch Vertrauen zu ersetzen, Fehler einzukalkulieren und aus ihnen zu lernen. Unsere jetzigen Werte, die mit "immer höher, schneller, mehr" zu tun haben, umzuwandeln in: Was brauche ich wirklich, was kann ich wirklich, was will ich wirklich? Das Individuum spielt eine große Rolle. Es orientiert sich nicht an der Masse, sondern weiß selber, wo seine Stärken und Vorlieben liegen. Gleichzeitig ist es interessiert an gesellschaftlichen Fragen und übernimmt Verantwortung für sich und das Ganze.

Mit der Gründung der Gib-und-Nimm-Zentrale, einem Tauschring, in Dortmund im Februar 94 veränderte sich mein Leben schrittweise. Ich brauchte durch das Tauschen und Teilen immer weniger Geld zum Leben und lernte viele interessante Menschen kennen. Durch die Konflikte, die dabei entstanden, wurde ich gezwungen, toleranter und geduldiger zu werden. Mein Leben wurde bunter und abenteuerlicher. Die hierarchische Struktur der unterschiedlichen Berufszweige löste sich für mich auf, weil jede Tätigkeit gleichwertig nebeneinandersteht.

Schön wäre es, die Gib-und-Nimm-Bewegung auszudehnen auf alle Bereiche. Sei es in der Politik, in der Wirtschaft, in Familien oder anderen Strukturen - es geht darum, das Gleichgewicht herzustellen zwischen Natur und Technik, zwischen Haben und Sein, zwischen Überfluss und Armut, zwischen Innen und Außen. Mit diesem "idealistischen" Text möchte ich anregen zu einem Gedankenaustausch. Wer sich angesprochen fühlt, darf sich gern bei mir melden.

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