Erich Ribolits

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Geboren am 02.12.1947 in Wien, Ing. für Elektrotechnik und mehrjährige Tätigkeit als Techniker bei verschiedenen Firmen in Österreich und Südafrika, 1975/76 Besuch der Berufspädagogischen Akademie in Wien, Lehramtsprüfung und langjährige Tätigkeit an Berufsschulen. Studium der Pädagogik und Politikwissenschaft an den Universitäten Wien und Klagenfurt, 1984 Promotion und 1996 Habilitation an der Universität Wien. Seit 1985 Lehrbeauftragter an berufspädagogischen Akademien, seit 1988 Professor an der Agrarpädagogischen Akademie. Seit 1986 kontinuierliche Tätigkeit als Lehrbeauftragter und Gastprofessor an mehreren österreichischen Universitäten. Tätig in der Weiterbildung von Lehrern und in der Erwachsenenbildung, Mitarbeit an einer Reihe wissenschaftlicher Projekte, pädagogischer Konsulent insbesondere für Fragen der Curriculumentwicklung, umfangreiche internationale Vortragstätigkeit sowie zahlreiche Beiträge in Fachzeitschriften und Buchveröffentlichungen. Vorsitzender der Studienkommission an der Agrarpädagogischen Akademie und Vorsitzender der Forschungsausschuss der österreichischen Akademien der Lehrer/innenausbildung.

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Wissen ist wesentlich mehr als bloße Informationsanhäufung; es wird erst über den Weg des Stellung-Nehmens zu neuen Informationen generiert, was allerdings wieder voraussetzt – und das ist für die folgende Argumentation ganz wesentlich – einen fundierten und definierten Standpunkt zu haben. Erst aus einer derartigen, reflektierten und autonomen Position heraus ist jemand in der Lage, zwischen seinem Selbst und neuen, an ihn herangetragenen Informationen eine Beziehung herzustellen und sich – genau dadurch – (ihren) Sinn zu erschließen. Jeder Erwerb von Wissen kann ja als ein Versuch gesehen werden, das eigene "Verhältnis zur Welt" ein wenig mehr zu klären und damit dem eigenen Leben Sinn zu verleihen. An den Verstand über die fünf Sinne herangetragene Informationen sind dafür unverzichtbare Basis; sie bleiben allerdings solange Nonsens – sind also nicht in der Lage Sinn zu generieren – als ihnen nicht mit Selbstbewusstsein – also der Gewissheit eine "autonomes Selbst" zu sein – gegenübergetreten werden kann.

In: Neue Medien und das Bildungsideal (politischer) Mündigkeit


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