Theodor Bergmann

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Theodor Bergmann wurde am 7. März 1916 in Berlin als siebtes Kind eines Rabbiners geboren. 1927 trat er dem Jungspartakusbund und dem Sozialistischen Schülerbund bei. Doch er verließ bald beide Organisationen, da sie der KPD-Parteilinie unkritisch folgten. 1929 schloss er sich der Jugendorganisation der soeben gegründeten KPD-Opposition an. 1933, unmittelbar nach der Machtübergabe an Hitler, konnte er noch sein Abitur machen, musste aber im selben Jahr emigrieren.

Nach seiner Rückkehr nach Deutschland schloss er 1946 ein Studium der Agrarwissenschaften ab. Erst 1965 konnte Theodor Bergmann eine Tätigkeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Stuttgart-Hohenheim aufnehmen, 1973 erhielt er hier eine Professur für International Vergleichende Agrarpolitik. Zahlreiche Forschungsreisen und sein Engagement als kritischer Kommunist führten ihn buchstäblich in die ganze Welt.

Theodor lebt in Stuttgart, ist sehr aktiv und ungebrochen optimistischer, kritischer Kommunist. Theodor Bergmanns Autobiographie und viele andere Publikationen sind im VSA-Verlag erschienen.

Bücher (in Auswahl)

"Gegen den Strom": http://www.glasnost.de/autoren/behrend/rezen-kpdo.html (Rezension)

22.08.2002: Theodor Bergmann: Gegen den Strom
Theodor Bergmann hat die Geschichte der Kommunistischen Partei Deutschlands (Opposition) aufgearbeitet. Die KPO war gegen den ultralinken Stalin-Kurs von Thälmann. Heinrich Brandler und August Thalheimer warnten vor dem Faschismus und forderten eine Einheitsfront mit den Sozialdemokraten, statt sie als Sozialfaschisten und Hauptfeind zu behandeln. Die KPO lehnte auch die RGO (Revolutionäre Gewerksschafts Opposition) der KPD ab, und war vor allem in Württemberg in den Betrieben stark. Theodor Bergmann konnte in dieser überarbeiteten 2. Auflage Information aus den geöffneten Archiven der SED und KPdSU einfließen lassen. --sf

Krise und Zukunft des Kibbutz. Weinheim/München 2002. (gemeinsam mit Ludwig Liegle) ISBN 3779910209


Vortrag mit Theo im Unikom in Schwäbisch Gmünd am 24. Mai 2006, 19 Uhr Die aktuelle Situation in Israel Wer schafft den Frieden im Nahen Osten?

Seit der deutsche Faschismus sein Vernichtungsprogramm gegen die Juden in Europa begann, erhöhten sich die Spannungen in Palästina, die zu bewaffneten Auseinandersetzungen und zu einem 60-jährigen Krieg zwischen Juden und Arabern führten. Heute hält dieser als einer der vielen Regionalkriege die Welt in Atem. Die Gefahr einer Ausbreitung zum Flächenbrand durch die Einmischung des Iran besteht. Die Waffen beider Seiten sind asymmetrisch; daher kann es keinen Sieger geben. Ein Kompromiss ist nötig. Zusammenleben und Zusammenarbeit sind in der Zukunft möglich.

Weder George W. Bush, noch Ariel Sharon bis zu seinm Fall ins Koma, noch (bisher) die Sprecher der HAMAS wollen wirklichen Frieden. Kann die sich erneuernde Arbeiterpartei unter Amir Perez die Hoffnungen der großen Mehrheit beider Seiten erfüllen, den Weg zum Frieden öffnen und das Dauerfeuer löschen?


Eintrag zu Theo in Wikipedia http://de.wikipedia.org/wiki/Theodor_Bergmann

Eintrag zu Theo im AKI -wiki http://wiki.aki-stuttgart.de/mediaw ... ex.php/Theo_Bergmann


document http://www.rlf-bw.de/Gremien/Politische_Beichte_Bergmann.pdf


Wenn ein Kommunist arm ist, sagen die Leute, er sei neidisch. Gehört er dem mittleren Bürgertum an, dann sagen die Leute, er sei ein Idiot, denn er handele gegen seine eigenen Interessen. Ist er aber reich, dann sagen sie, seine Lebensführung stehe nicht mit seinen Prinzipien im Einklang. Worauf dann zu fragen wäre: Wann darf man eigentlich Kommunist sein? - Kurt Tucholsky 1931


Theodor Bergmann (Hrsg.) Klassenkampf & Solidarität Eine kurze Geschichte der Stuttgarter Metaller und Metallerinnen

Theodor Bergmann Rotes China im 21. Jahrhundert

Theodor Bergmann Die Thalheimers Geschichte einer Familie undogmatischer Marxisten

Theodor Bergmann / Wolfgang Haible / Gert Schäfer (Hrsg.) Geschichte wird gemacht Soziale Triebkräfte und internationale Arbeiterbewegung im 21. Jahrhundert

Theodor Bergmann "Gegen den Strom" Die Geschichte der KPD(Opposition)

Theodor Bergmann Im Jahrhundert der Katastrophen Autobiographie eines kritischen Kommunisten

Theodor Bergmann / Mario Keßler (Hrsg.) Ketzer im Kommunismus 23 biographische Essays

Theodor Bergmann / Wolfgang Haible / Galina Iwanowa Friedrich Westmeyer Von der Sozialdemokratie zum Spartakusbund – eine politische Biographie

Theodor Bergmann / Wladislaw Hedeler / Mario Keßler / Gert Schäfer (Hrsg.) Der Widerschein der Russischen Revolution Ein kritischer Rückblick auf das Jahr 1917 und die Folgen

Theodor Bergmann / Mario Keßler / Joost Kircz / Gert Schäfer (Hrsg.) Zwischen Utopie und Kritik Friedrich Engels – ein Klassiker nach 100 Jahren

via VSA


Film

Dann fangen wir von vorne an (Über)Leben eines kritischen Kommunisten im 20. Jahrhundert Dokumentarfilm über Theodor Bergmann, 80 min., BRD 2006

Sohn eines Rabbiners und atheistischer Kommunist in der Weimarer Republik. Verfolgt im Nationalsozialismus und per Haftbefehl gesucht in der sowjetischen Besatzungszone. Landarbeiter im schwedischen Exil und Professor für Agrarpolitik in Hohenheim.

Die historischen und persönlichen Erfahrungen, von denen Theodor Bergmann berichten kann, scheinen unmöglich in einer Biographie aufgehen zu können. Er kann sich nicht nur erinnern: Wenn er erzählt wird das Vergangene lebendig.

Als Sohn bürgerlicher Eltern in der Weimarer Republik beschloss er schon bald, sich an die Seite der Arbeiter und Unterdrückten zu stellen.War er nun schon Abtrünniger des Bürgertums, wurde er sogleich auch Renegat der kommunistischen Partei. Denn im Gegensatz zu den Führungskadern der KPD bestand für ihn kein Zweifel daran, dass der Nationalsozialismus nur mit einem breiten Bündnis aller einer humanistischen Gesellschaft verpflichteten Menschen aufgehalten werden kann.

Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten im Jahr 1933 verließ Theodor Bergmann Berlin und ging ins Exil nach Palästina. Nach zwei Jahren harter Aufbauarbeit in verschiedenen Kibbuzim, entschloss er sich, nach Europa zurückzukehren.

Er ließ sich in der deutsch-tschechischen Grenzregion nieder, um sich von dort aus am anti-faschistischen Widerstand zu beteiligen. Beim Einmarsch der Deutschen musste er erneut fliehen, diesmal nach Schweden, wo er als Land- und Bergwerkarbeiter das Ende des Krieges erwartete.

Theodor Bergmann ist sowohl Zeitzeuge dieser für die Gegenwart so prägenden historischen Phase, als auch scharfsinniger Zeitgenosse, dessen Triebfeder ein trotz aller Entbehrungen und leidvollen Erfahrungen ungebrochener Optimismus ist. Bis zum heutigen Tag setzt er sich, ob in der Gewerkschaft oder auf internationalen Konferenzen, für eine gerechtere Gesellschaft ein.

Neue Seiten im Kontext

Montag, 12. Juni 2006

ThomasKalka:

Auf dem RappelkisteWorkcamp wollen wir abends Filme zeigen. Welche Filme sind für ein gemeinschaftlichen Arbeitseinsatz im Kontext von alternativer Pädagogik und solidarischer Ökonomie interessant ?

Ich bitte Euch um Unterstützung, eine interessante Liste zusammenszustellen. Bitte gebt - falls möglich - auch eine Quelle an, wo wir den Film ausleihen können.

Samstag, 29. Dezember 2001

1997 von Gmünder Künstlern als Forum für interdisziplinäre Vernetzungen verschiedenster Kunstgattungen innerhalb des Kunstvereins gegründeter Veranstaltungsort.