Wirtschaftsgemeinschaft Buschberghof

Version 9, 88.72.253.162 am 3.8.2006 12:03
Daten
Web: http://www.buschberghof.de/Seiten/wirtschaft.html

Die erste CSA in Deutschland (in der nähe von Hamburg).

Selbstbeschreibung

Unter dem Namen Community Supported Agriculture (CSA) existieren seit vielen Jahren in Japan und in den USA Modelle der Zusammenarbeit zwischen Erzeugern und Verbrauchern. In den Kernpunkten in den USA und in Deutschland inspiriert von Rudolf Steiner, umgesetzt von Trauger Groh (vormals Landwirt auf dem Buschberghof) und Wilhelm Ernst Barkhoff (Mitbegründer der Bochumer GLS-Bank) entstand auf dem Buschberghof eine rechtliche, soziale und wirtschaftliche Konstruktion, die in Europa einmalig ist.

Landwirtschaft in Freiheit ohne ökonomischen Zwang

Die Anpassung an die Marktsituation setzt die Landwirtschaft dem Zwang aus, nach fremden und nicht nach eigenen Maßstäben zu produzieren. Hingegen kann eine wirtschaftliche Sicherung der Landwirtschaft in gemeinschaftlicher Aufgabe auch die Lebensgrundlage der beteiligten Menschen sichern. Wenn die Existenz des Betriebes durch Vorfinanzierung gesichert ist, müssen die entstehenden Produkte nicht mehr verkauft werden, denn sie sind bereits bezahlt und können verschenkt oder verteilt werden. Dann gibt es auch keine direkte Beziehung mehr zwischen dem Geld und den Produkten. Ohne Zwang, die erzeugten Produkte verkaufen zu müssen, kann die Landwirtschaft jetzt so betrieben werden, daß der Boden auch für die Zukunft unsere Lebensgrundlage sein kann.

Finanzierung der Landwirtschaft

Entsprechend der Kapazität des Hofes kann diese Aufgabe von etwa 95 Familien oder 350 Menschen wahrgenommen werden. Somit steht für jeden Menschen 1/4 Hektar (1 Morgen Land) als Lebensgrundlage zur Verfügung. Die Mitglieder der Wirtschaftsgemeinschaft arbeiten zusammen auf der Grundlage gegenseitigen Vertrauens. Sie legen zu Beginn eines Wirtschaftsjahres gemeinsam ihre finanziellen Beiträge zur Deckung der Betriebskosten fest und versuchen, die soziale Situation des Hofes und der übrigen Mitglieder gegenseitig zu berücksichtigen.

Gemeinschaftliches Handeln

Die Mitglieder organisieren den Wirtschaftsprozeß selbständig und verteilen die Produkte untereinander nach ihrem Bedarf. Sie organisieren sich an ihren Wohnorten in kleinen Gruppen, in denen eine gegenseitige soziale Wahrnehmung noch möglich ist. Organisation, Verwaltung und Mitgestaltungsmöglichkeiten sind unbürokratisch.

Lokale Gruppen in: Büchen, Dalldorf, Fuhlenhagen, Geesthacht, Mölln, Reinbek, Wentorf. In Hamburg: Bergedorf, Rahlstedt, Tonndorf, Volksdorf und Wandsbek.

Neue Seiten im Kontext

Freitag, 9. Juli 2004

Selbstversorgergemeinschaft im Kontext des Lebensgut Lübnitz (Land Brandenburg).

Community Supported Agriculture (gemeinschaftlich getragener Ackerbau) ist eine Form der Landwirtschaft, in der Nutzer und Erzeuger eine langfristige Zusammenarbeit eingehen. Unter diesem Namen entstehen seit vielen Jahren Projekte in Japan und in den USA. Eine Gruppe von Menschen verabredet mit einem Bauern, die Lebensmittel für eine Saison zu erzeugen. Die Gruppe finanziert diese Unternehmung im Vorhinein.