Kritische Theorie

Version 23, 88.67.38.194 am 7.10.2008 21:45
Daten
Wikipedia: "Kritische Theorie"
"Frankfurter Schule"

Kritische Theorie kann zwei Dinge meinen:

1. Im Allgemeinen eine Theorie, die kritisch ist in dem Sinne, dass sie ihre Herstellungsbedingungen mit reflektiert:

"Eine Wissenschaft, die in eingebildeter Selbständigkeit die Gestaltung der Praxis, der sie dient und angehört, bloß als ihr Jenseits betrachtet und sich bei der Trennung von Denken und Handeln bescheidet, hat auf die Humanität schon verzichtet. Selbst zu bestimmen, was sie leistet, wozu sie dienen soll, und zwar nicht nur in einzelnen Stücken, sondern in ihrer Totalität, ist das ausgezeichnete Merkmal der denkerischen Tätigkeit. Ihre eigene Beschaffenheit verweist sie daher auf geschichtliche Veränderung, die Herstellung eines gerechten Zustands unter den Menschen."

"Die Philosophie, die bei sich selbst, bei irgendeiner Wahrheit, Ruhe zu finden meint, hat daher mit kritischer Theorie nichts zu tun."

Max Horkheimer

2. Die spezifische Kritische Theorie der "Frankfurter Schule" rund um Theodor Wiesengrund Adorno, Max Horkheimer, Marcuse und andere.


Informationen, Texte, ...


Einrichtungen


Neue Seiten im Kontext

Montag, 16. November 2009

Grundlegendes

Kritische Geschichte vertritt die Auffassung, dass die historische Analyse der Gesellschaft dazu beitragen soll, Ausbeutung, Unterdrückung und Entfremdung - sei es durch Ökonomie, Rassismus oder Geschlecht - zu überwinden. Kritische Geschichte bezieht Stellung und ist somit bewusst "politisch". Historikerinnen und Historiker, die sich einer Geschichtswissenschaft im Sinne der kritischen Theorie verschrieben haben, sind selbst nur Lernende und Forschende. Mit diesem Wiki schaffen wir eine Plattformen, um Informationen und Ansätze für diese Geschichtsarbeit zu sammeln, die emanzipatorische Ziele verfolgt. Das ist die Grundidee von kritische-geschichte.de. Wir wollen die sachliche und wissenschaftliche Auseinandersetzung fördern, auf wichtige Themen und Ansätze hinweisen. Der kooperative und offene Ansatz des Wikis ist dafür die geeignete Form, um die Inhalte kritischer Geschichte zu vernetzen, zu diskutieren und weiterzuentwickeln.

Selbstdarstellung

Samstag, 14. November 2009

Blog zur Ringvorlesung im Sommersemester 2009 an der Universität Wien

Freitag, 17. August 2007

Kritik kann Verschiedenes bedeuten.

Auch der Herr, der mit der Faust auf den Tisch schlägt und sich die angebliche Schlamperei seines Personals nicht mehr bieten lassen will, oder der auf die Sachzwänge des Profits verweist und "Kritik" an der 40-Stunden Woche übt, weil die achtundvierzig Stunden Woche ohne Lohnausgleich den Standort Deutschland wesentlich profitabler und konkurrenzfähiger werden ließe, hält seine Standpauke für eine berechtigte Kritik an den Verhältnissen und sein Gezeter über den "Freizeitpark hierzulande und den Egoismus der satten Deutschen, die sich angeblich nur noch um sich selbst sorgen und die abstrakte Sache dabei vergessen, für eine tiesinnige altruistische Einsicht. Sein Gezeter ist aber weder das eine noch das andere. Es ist nicht Kritik an den Verhältnissen, sondern die Identifikation mit ihnen. Es will mit Angstmache die totale Identifiktation derer, die von der Herrschaft geschlagen werden, mit eben dieser Herrschaft erzwingen und nichts bestehen lassen, das anders ist. Mag sich solch autoritäre Zurechtweiserei auch "Kritik" nennen, mit Kritik, wie sie auf dieser Seite geübt wird, hat sie gewiss nichts zu tun. Die Kritik der Freunde der kritischen Theorie zielt umgekehrt auf die Abschaffung von Herrschaftsverhältnissen, die es einigen wenigen erlauben, von oben herab Kritik an den Menschen zu Gunsten von Verhältnissen zu üben, in denen Wenige, wie vermittelt auch immer, über die vielen Anderen herrschen und sie mit ihrer "Kritik" zunichte machen können. Kritik in diesem Sinne ist eine Kritik, die den Weg zu einer besseren Praxis öffnen und die individuelle und gesellschaftliche Emanzipation voranbringen will. Deshalb kann sie auch nicht die dienstbeflissene und wohl auch darum hierzulande so beliebte "positive" oder "konstruktive Kritik" selbst unterstellter Subjekte sein, sondern nur jene negative Kritik, die den Zwang zur Selbstunterstellung und Identifikation mit der Macht und seine individuellen und gesellschaftlichen Folgen in allen Bereichen unablässig thematisiert. Es geht ihr um eine gesellschaftliche Praxis, in der die Menschen ohne Angst verschieden sein können, weil sie ihre eigenen Kräfte als gesellschaftliche erkannt und organisiert haben und sie nicht mehr in Gestalt von Kapital und Staat von sich entfremden.

Dienstag, 7. August 2007

Der Arbeitskreis rote ruhr uni

Der Arbeitskreis rote ruhr-uni ist 1995 aus einem studentischen Lesezirkel an der Ruhr-Uni Bochum hervorgegangen und besteht seitdem als Verein freischaffender Kritikerinnen und Kritiker. Kritisiert werden die kapitalistische Gesellschaft und ihre zum Amüsierbetrieb für Frühvergreiste fortgeschrittene Universität sowie eine auch unter Studierenden beliebte Vorstellung von Politik, welche die "Wirtschaft" unablässig an deren "soziale Verantwortung" gemahnt.

Daß die einen nur reden und die andern alles falsch machen, ist bekanntlich ein Malheur nicht nur der bürgerlichen Gesellschaft und ihrer Spätfolgen, sondern auch der linken Opposition: ein Malheur allerdings, dem man mit der ebenso hilflosen wie idiotischen Forderung nach Einheit von Theorie & Praxis nicht beikommt. Aufklärung, die sich aus Schwäche im Theoretischen herumtreibt, ist bisweilen nicht die schlechteste Maßnahme gegen "die Schwäche einer Art von Kritik, welche die Gegenwart zu be- und verurteilen, aber nicht zu begreifen weiß." (Marx).

Der Arbeitskreis rote ruhr-uni liest (und schreibt) Texte und lädt zu Diskussionen ein, die gemeinhin weder im akademischen Seminar noch in der sogenannten politischen Öffentlichkeit geführt werden, betreut Lesegruppen und organisiert Seminar- und Vortragsreihen. Traditioneller Höhepunkt ist die in dieser Form seit 1996 jährlich im Wintersemester stattfindende "rote ruhr-uni", die mit Vorträgen und Diskussionen über zwei Wochen ein Forum für Wissenschafts- und Gesellschaftskritik an der Ruhr-Uni Bochum bietet.

Wer mehr erfahren möchte, wende sich bitte an den Arbeitskreis unter critix@gmx.de

Selbstdarstellung

Was ist 'Theorie und Praxis' ?

An dieser Stelle posten wir aktuelle und historische Texte zur aktuellen und historischen Politik - wobei 'Texte' auch Mediendateien verschiedener Formate sein koennen. Es ensteht damit ein Sammlung , welche im nachhinein auch eine kritische Betrachtung der verlinkten Beitraege zulaesst. Eine kontroverse Diskussion uber eingestellte Artikel sollte ausdruecklich erwuenscht sein. Entgegen den Bloggepflogenheiten schreiben wir hier nicht selbst, darum 'members' und nicht 'authors'. Ob dies so bleibt, wird sich zeigen.

Bei Interesse besteht die Moeglichkeit, an diesem Projekt mitzuarbeiten. Eine Registrierung in diesem Blog ist dazu ein erster Schritt.

Intro

Phase2

erschien zum ersten Mal im Juli 2001. Sie ist der Versuch, eine Zeitung aus der und für die antifaschistische bzw. linksradikale Bewegung zu machen, die die Theorie und Praxis der radikalen Linken weiterentwickelt, begleitet und analysiert. Die Skepsis, ob das nicht auch alle anderen linksradikalen Zeitungsprojekte wollen, mag berechtigt erscheinen. Doch was Phase 2 aus unserer Sicht unterscheidet und notwendig macht, ist, dass sie die bundesweite Organisierung der radikalen Linken vorantreiben will. Denn uns geht es nicht nur um eine Kommentierung der Ereignisse oder theoretischer Unterfütterung von Praxis. Es geht um die Frage, wie die Linke wieder zu einem gesellschaftlich relevanten Faktor werden kann, welche Inhalte die Politik bestimmen sollen und wie dieses Ziel zu erreichen ist. Da derzeit eine breite bundesweite Organisierung der radikalen Linken fehlt, fehlt für viele auch der Rahmen, sich über diese Ziele regelmäßig auszutauschen. Phase 2 soll diesen Mangel wenigsten partiell ausgleichen und dazu beitragen, dass der Prozess um die Organisierungsbemühungen transparent für alle Interessierten ist. Phase 2 wird sich demnach nicht nur mit der Linken selbst beschäftigen, sondern auch gesellschaftlich relevante Fragen für die Linke aufgreifen, die stets nahe an der Praxis sind, ohne sich darauf zu beschränken. Phase 2 ist ein Projekt der Redaktionsgruppen Berlin und Leipzig und erscheint vierteljährlich. Wir hoffen, daß die Kombination für interessante Ideen und Ergebnisse sorgen wird. Wir sind selbstverständlich gespannt auf Eure Reaktionen, Kritik und Lob, und wünschen euch viel Spaß beim Lesen.

Montag, 19. Mrz 2007

Einleitung:

Wenige Wochen nach dem 2. Juni 1967, an dem der Student Benno Ohnesorg bei den Demonstrationen gegen den Schahbesuch von einem Polizisten erschossen worden war, kam Herbert Marcuse auf Einladung des SDS (Sozialistischer Deutscher Studentenbund) nach Berlin. In einer vier Tage dauernden Veranstaltungsreihe hielt Marcuse im überfüllten Audimax der FU zwei Vorträge und nahm an vier vom AStA organisierten Podiumsgesprächen und Diskussionen teil. (…)

Montag, 26. Februar 2007

Manuskript eines am 4. Dezember 1968 in New York von Herbert Marcuse gehaltenen Festvortrages.

Dienstag, 6. Februar 2007

Volltext im Internet sowie Links zu Interpretationen.

Freitag, 9. Juni 2006

Contra Sloterdijk & gegen den modischen Anti-Humanismus
Humanismus und Kritische Theorie. Nach ihrer jüngsten Verabschiedung

Donnerstag, 8. Juni 2006

Beiträge zu Politik, Kultur und Gesellschaft

Montag, 15. Oktober 2001

Was ist Form, Keime und Keimform ? Diskussion zur neuen Einleitung / Replik und Definition

Donnerstag, 11. Januar 2001

Gründer und Betreiber des CoForum