Die Ideen Heinrich Jakobys und ihre Bedeutung für den heutigen Musikunterricht

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musikpädagogik konkret / Band 1

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"So kam ich schon sehr früh zu der Überzeugung, daß auch das, was man so leichthin als ‘unbegabt’ zu bezeichnen gewohnt ist, gar nicht ‘Fehlen einer Gabe’ sein müsse, und daß ‘etwas trotz vieler Mühe nicht zu können’ nicht mit ‘dafür unbegabt zu sein’ gleichgesetzt werden dürfe." (Heinrich Jacoby)

Heinrich Jacoby (1889-1964) lehnte die herkömmliche Vorstellung von Begabt- und Unbegabtsein entschieden ab und sah seine Aufgabe darin, die in jedem Menschen vorhandenen Entfaltungsmöglichkeiten aufzuzeigen und erfahrbar zu machen. Im Vordergrund standen dabei zunächst die Musik und Musikerziehung; allmählich dehnte er jedoch seine theoretischen Überlegungen wie auch seine praktische Arbeit auf andere Gebiete (z. B. Zeichnen, Bewegung) und auf allgemeine pädagogische und psychologische Fragen aus.

Jacobys Gedanken und Erkenntnisse haben eine große Bedeutung vor allem für diejenigen, die sich mit Fragen der (Musik-)Erziehung beschäftigen. Das Buch stellt die wichtigsten Ideen Jacobys in allgemeinpädagogischer und musikspezifischer Hinsicht zusammenfassend dar und geht der Frage nach, wie sich diese auf den heutigen Musikunterricht übertragen lassen.

100 Seiten, Paperback

DM 19,80

ISBN 3-89639-075-9

Neue Seiten im Kontext

Mittwoch, 9. Mai 2001

Ursprünglich Musiker, erforschte Heinrich Jacoby allgemein Fragen der biologischen Ausstattung des Menschen und der sogenannten Begabung. Er studierte Voraussetzungen für die Entfaltung und Nachentfaltung menschlicher Funktionsmöglichkeiten und Ursachen, die zu Störungen in der Entfaltung dieser Möglichkeiten führen. Heinrich Jacoby orientierte sich dabei an den Funktionsweisen des menschlichen Organismus und an den Gesetzmässigkeiten unmittelbar überzeugender menschlicher Lebensäusserungen. Er konnte zeigen, dass das Niveau der Entfaltung und die Qualität der Leistungen vom jeweiligen Verhalten bestimmt sind.