Globale Dörfer und Freie Software

Version 16, 84.191.126.124 am 2.1.2006 20:39
Daten
web: http://erste.oekonux-konferenz.de/d ... n/texte/nahrada.html
pdf: http://www.rosalux.de/cms/fileadmin ... /135/135_nahrada.pdf (UTOPIE kreativ, H. 135 (Januar 2002), S. 30-44)

Sinn dieses Textes ist es, einen Beitrag zur Aufhebung eines Befremdens oder einer Fremdheit leisten, die meiner Auffassung nach zugleich eine Blockade der Entfaltung der Potentiale freier Software darstellt.

Ich spreche über die Fremdheit zwischen zwei Reaktionsweisen oder Bewegungen, die sich scheinbar in gegensätzlichen Richtungen vom Mainstream der kapitalistisch formierten und staatlich verwalteten Welt abzusetzen versuchen.

Grob gesprochen und sehr idealtypisch vereinfacht sind es auf der einen Seite diejenigen, die die emanzipatorischen Potentiale der Vergesellschaftung hochhalten - denen auf der anderen Seite diejenigen gegenüberstehen, die auf der Gewinnung einer realen Basis von Autonomie durch Eigenarbeit und Subsistenz pochen.

Mein Beweisziel ist, daß sich die Herstellung realer Autonomie und die Herstellung einer vernünftigen Form der Vergesellschaftung gegenseitig bedingen; es gibt das eine nicht ohne das andere zu haben. Die Formel "Globale Dörfer" ist ein Versuch, die Synthese von Vernetzung und Selbstbestimmung konkret zu denken.

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Mittwoch, 17. September 2003

Soziologe, beschäftigte sich nach dem Studium als Entwicklerbetreuer für Apples Hyper Card mit neuen Medien und deren praktischer Anwendung, betreibt seit 1992 GIVE - das Labor für Globale Dörfer, ein autonomes Forschungsprojekt; derzeit befaßt er sich mit mehreren praktischen Pilotversuchen zu "dezentraler Urbanität" (Electronic Cafés, digitale Klöster, Mediatheken)