Womanism

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Daten
wikipedia: http://en.wikipedia.org/wiki/Womanism

Eine insbesondere auf die afrikanische Situation bezogene Position innerhalb der Frauenbewegung, die versucht, das Geschlechterverhältnis nicht komplementär zu definieren. Womanism setzt sich bewußt vom westlichen Feminismus ab, dem nicht nur Männerfeindlichkeit vorgeworfen wird, sondern auch der Versuch (post-)kolonialistischer Bevormundung der afrikanischen Frauenbewegung.

Womanism ist keine akademische Stilübung gebildeter, afrikanischer Mittelschichtfrauen, sondern reflektiert und bezieht sich auf die Kraft, die Forderungen von Frauenorganisationen oft zu Massenbewegungen anwachsen lassen. Aufgrund der spezifisch afrikanischen Erfahrung beschränkt sich Womanism nicht auf reine Frauenthemen, sondern bezieht immer den gesamtafrikanischen Kontext, der in negativer Hinsicht geprägt ist von Kolonialismus, Rassismus und Militarismus, mit ein.

Der Begriff "womanism"

Der Begriff "womanism" wurde von der afroamerikanischen Autorin Alice Walker 1983 in ihrem Buch "In Search of Our Mothers Gardens" geprägt. Walker definierte eine Womanistin als schwarze Feministin, die das Erbe "unverschämter, kühner, mutiger, verantwortungsvoller, starker" afroamerikanischer Frauen weiterführt - Frauen, die Aktivistinnen für einen umfassenden sozialen Wandel und die Befreiung der schwarzen Völker- und, im ausgedehnten Sinn, für die gesamte Menschheit sind. Eine Womanistin kann eine lesbische, heterosexuelle oder bisexuelle Frau sein. Sie lebt und zelebriert eine weibliche, afroamerikanische Kultur und liebt körperliche Schönheit. Sie liebt sich selbst.
Obwohl die Begriffe Religion oder Christentum in Walkers Definition nicht vorkommen, hat das Wort "womanism" sowohl einen religiösen, wie säkularen Sinn. Da Walker emphatisch die Liebe der afroamerikanischen Frauen für das Spirituelle betont, haben schwarze Christinnen das womanistische Konzept benutzt, um ihre Teilhabe an den Manifestationen göttlicher Macht in der Welt zu bezeugen. Womanistische, christliche Ideen und deren Praxis begannen sich in den Mittachzigern auszubreiten, als ein Weg, rassistischen, sexistischen Diskursen, sowie den Praktiken und religiösen Diskursen weißer Feministinnen zu begegnen - all derer, die die schwarze Erfahrung in Kirche und Gesellschaft ignorierten.
Der säkulare Gebrauch des Begriffs bezeichnet eine kulturspezifische Form von frauenbezogener Politik und Theorie. Er findet den Begriff des Feministischen unangebracht, wegen seiner Identifikation mit einer von Weißen dominierten Bewegung; auch deswegen, weil "Feministin" oft dazu verwendet wurde, eine Frau als lesbisch zu klassifizieren, ohne Rücksicht auf ihre tatsächliche sexuelle Orientierung. Deswegen wiederum haben einige Frauen diesen Begriff als homophob kritisiert.

http://www.africana.com/Articles/tt_494.htm (link out of order 190303)

contributed by: Irene Monroe

  1. In 1993, The American Heritage Dictionary included this new usage, and defined womanist as: "Having or expressing a belief in or respect for women and their talents and abilities beyond the boundaries of race and class; exhibiting a feminism that is inclusive esp. of Black American culture. – n. One informed by womanist ideals. --wom an ism n." Considering the traditional definitions in such classic sources as the Oxford English Dictionary – which illustrated womanish with the phrase, "a womanish and a whorist government," and cited womanist as a rare synonym for "womanizer,"--this recognition of change in the language was no small achievement.
    source: http://www.ou.edu/womensoc/feminismwomanism.htm

Info allgemein

Texte

Organisationen

siehe auch: GLOBAL LIST OF WOMEN'S ORGANISATONS http://www.distel.ca/womlist/womlist.html

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