Spiele

Version 13, 88.67.50.186 am 5.2.2008 13:39

Der Form nach betrachtet, kann man das Spiel also zusammenfassend eine freie Handlung nennen, die als »nicht so gemeint« und außerhalb des gewöhnlichen Lebens stehend empfunden wird und trotzdem den Spieler völlig in Beschlag nehmen kann, an die kein materielles Interesse geknüpft ist und mit der kein Nutzen erworben wird, die sich innerhalb einer eigens bestimmten Zeit und eines eigens bestimmten Raumes vollzieht, die nach bestimmten Regeln ordnungsgemäß verläuft und Gemeinschaftsverbände ins Leben ruft, die ihrerseits sich gern mit einem Geheimnis umgeben oder durch Verkleidung als anders von der gewöhnlichen Welt abheben.

Johan Huizinga, Homo Ludens, S. 22

Schiller hat mal geschrieben:

"Denn um es endlich auf einmal herauszusagen, der Mensch spielt nur, wo er in voller Bedeutung des Wortes Mensch ist, und er ist nur da ganz Mensch, wo er spielt."

aus: Über die ästhetische Erziehung des Menschen

Ich denke, der Gedanke ist ein ganz ähnlicher wie der von Selbstentfaltung (Siehe: Notizen zur Selbstentfaltung)

Das nur mal als Einstieg, da das eins meiner Lieblingsthemen ist, fällt mir hierzu bestimmt noch mehr ein in Zukunft und ich hab mir gedacht, dass Thema passt ganz gut, weil sich hier auch so viel Pädagogik tummelt und die Pädagogen das Thema ja auch oft beackern (aber meist keinen Plan davon haben ;-). --benni

Hier gibt es ein paar Anmerkungen zu Spiel und Erziehung: Erziehen ist gemein

Murmelbahn - http://a-bach-o.de

Diskussion zu Spiel und Fehler

Spiel hat viel mit der Einstellung zu Fehlern zu tun. Das ist ein zentrales Konzept von Heinrich Jacoby. Ich hoffe, daß Du bei vielem des sich hier tummelnden Pädagogischen die Dir angenehme Einstellung zu "Spiel" finden wirst. --ToKa

Kannst Du das mal näher erläutern? Was hat Spiel mit der Einstellung zu Fehlern zu tun? btw hoffe ich, dass ich nicht nur die mir angenehme Einstellung finde, sondern eine, die mich weiterbringt ;-) --benni

Ich will es mal versuchen (btw: ich denke, daß Dich nur die angenehme Einstellung weiterbringt):

Es gibt verschiedene Bedeutungen des Wortes "Spiel":

  • Das ist doch nur ein Spiel - etwas nicht ernst nehmen

  • spielerisch leicht erreichte er sein Ziel - etwas mühelos erreichen

  • ... ( s.o. )? etwas ernst nehmen

Es gibt auch verschiedene Einstellungen zum Spiel
  • ist der Gruppenprozess wichtig, Spiele ich ein Spiel so, daß ich gewinnen möchte ohne die Würde des anderen zu beachten ?

  • ist das Abstrakte (die Regel) wichtiger als das Konkrete (die Mitspieler) ?

  • Spiele ich mit, wenn Du nicht mit den Regeln einverstanden bist oder bin ich bereit die Regeln so zu ändern, daß wir gemeinsam spielen können ?

  • Wie wichtig ist die Spielanleitung (wieder was abstraktes)? Ist die Spielanleitung nur eine Idee, wie das Material zu höchstem Genuß sich entfalten kann ?

  • Rebeca Wild schreibt zum Beispiel über das Pesta, daß dort das Aushandeln der Regeln unter den Kindern einen ebenso wichtigen Platz einnimmt, wie das anschließende Verhalten danach.

  • wie ist die Einstellung zu Regeln ? ist die Regel wertvoll ohne Erfahrung ihrer Sinnhaftigkeit ?

Auch wenn ich mich nicht in der Lage fühle, die Gedanken, die mir dazu einfallen in einem Text zu entwickeln, so wird an der obigen Liste von Fragen vielleicht ein wenig deutlicher, was ich mit der Einstellung zu Fehlern meinte.
  • ist der Fehler ein geschätzter Teil meines erfahren werdens oder ist es ein Verstoß gegen eine (abstrakte) Regel (siehe ZitateZumLernen )

Literatur

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Samstag, 20. November 2010

Dienstag, 7. Februar 2006

Brettspiel zum Erforschen der Entwicklung eines Dorfes.

Brettspiel zur Erforschung von Stadtentwicklung.

Haben eine Sammlung von ca 4500 Spielen und veranstalten Tagungen zu Spieleentwicklung etc.

Montag, 11. Februar 2002