Weltanschauliche Begründung für eine Alternative Schule

Version 11, 80.128.116.73 am 14.10.2003 15:52

Wie kann man begründen, daß man sein Kind nicht in eine der herkömmlichen Schulen schicken will? Z.B. mit seiner Weltanschauung, was lt. Grundgesetz möglich sein muß.

Hier können Gründe gesammelt werden:
!Wie lautet Deine Begründung?


Meine Begründung:

Ich möchte in dieser Welt leben, wie sie ist. Die gängige Weltanschauung, die diese Welt nur als Rohstoffquelle betrachtet, als Material, aus dem man erst eine Welt machen muß oder darf, um "gut" leben zu können und deren Vertreter dabei sind, mittels Zerstörung und Ausbeutung eine Parallelwelt aufzubauen, die sich zum Teil erheblich (in Gesetzen, Rhythmen und Werten) von der ursprünglichen unterscheidet, lehne ich ab.

Ich ziehe es vor, die rundum vorhandene Vielfalt zu genießen, nicht auf ihre Kosten zweifelhafte Neuschöpfungen zu kreieren. Ich glaube daran, daß mit unserem heutigen Wissen alle Menschen im Überfluß leben können, ohne Leben zu zerstören oder auszubeuten, das letztendlich für unsere eigene Existenz Grundlagen bildet. Ich möchte, daß mein Kind in diesem Wissen aufwächst und gar nicht erst anderes lernt. Denn nur in einer solchen Umgebung wird es wissen, erfahren und nicht verlernen, was zu tun ist.

Ich glaube, daß das Wissen, wie man auf dieser Erde gut leben kann, jedem Menschen angeboren ist und auch die natürliche Fähigkeit des Lernens beinhaltet, um dieses Wissen entsprechend zu erweitern und sich alle erforderlichen Fertigkeiten anzueignen. Die Art dieses Lernens und die Möglichkeiten, sich bestimmte Fertigkeiten anzueignen (=Talente) halte ich für individuell verschieden, so daß eine genormte Art der Wissens- oder Fertigkeitsvermittlung offensichtlich prinzipiell nicht einmal einem einzigen Menschen gerecht werden kann. Ganz im Gegenteil glaube ich, daß die übliche Unterrichtsmethodik und Organitionsform der Schulen den natürlichen Lernprozeß erheblich beeinträchtigt und teils sogar völlig unterdrückt - schon allein der zeitliche Aufwand, der das Leben meines Kindes für viele Jahre bestimmen würde, würde es meinem Kind unmöglich machen, im erforderlichen Umfang und in erforderlicher Tiefe natürliche Lernerfahrungen zu machen, weshalb es schon allein dadurch in seinem Recht auf Bildung erheblich geschädigt würde. Daher kann ich nicht zustimmen, mein Kind in eine dieser Schulen zu schicken.

Aufgrund meiner persönlichen Weltanschauung, wie der dargelegten Überzeugungen, lehne ich die übliche Organisation der Schulen, das vermittelte Wertesystem, die unnatürlichen Rhythmen, Lerninhalte und die Art der Vermittlung dieser Inhalte ab. Ich mache daher von meinem im Grundgesetz verankerten Recht Gebrauch, mein Kind in meiner Weltanschauung zu erziehen und lernen zu lassen.

Ich möchte, daß mein Kind in der Lage ist, das den üblichen Lehrplänen entsprechende Wissen - falls das zu irgendeinem Zeitpunkt seinem Wunsch entspricht oder es das zum Erreichen seiner Wünsche als erforderlich erachtet - zusätzlich zu lernen. Wobei mir wichtig ist zu betonen, daß der Grundstock des Wissens und der Fertigkeiten, die mein Kind sich bis zum 15. Lebensjahr aneignen wird, sich vor allem in der Form der Übermittlung und Aufnahme, aber auch in den Inhalten erheblich allein schon von den Möglichkeiten einer üblichen Schule unterscheiden wird. (Z.B. wird keinerlei Frontalunterricht stattfinden.)

Ich setze hiermit im Namen meines minderjährigen Kindes die Behörden davon in Kenntnis, daß mein Kind zur Geltendmachung seines im Grundgesetz verankerten Rechtes auf Bildung keine übliche Schule besuchen wird, sondern in Zusammenarbeit mit anderen Eltern eine eigene Schule für unsere Kinder geschaffen wird, die meiner Weltanschauung gerecht wird.


Ich bin davon überzeugt, daß das ZwangsSystem "Schule" der Entwicklung meiner Kinder (Zu was will ich meine Kiner entwickelt haben?) eher schädlich als förderlich ist. Ich verstehe aber gut, daß es ein Bestreben seitens dieser Kultur gibt, Menschen durch die Schulbildung zu zwängen. Ohne Entfremdung, verschüttete Empathie und mangelnde SelbstKompetenz ist unsere patriarchale Kultur nicht zu stabilisieren. Der stabilisierende Kern unsere Kultur ist Gehorsam. Von meiner Seite aus besteht jedoch keinerlei Bedürfniss, die patriarchale Kultur zu stabilisieren. --ToKa ++++++ hallo ink-ya möchte in gedankenaustausch mit dir treten da ich mich mit vielen deiner gedanken wohl fühle,melde dich! ErnstGruber1@gmx.at ;;;Spie(L)gelungen...!!! steh auch im o-forum!


Gute Idee, diese Seite hier. Da kann mann so langsam einen Aufsatz zusammenschreiben, um sich dann wirklich möglichst bald von der Schulpflicht befreien zu lassen. - Ich werde hier auch noch einiges schreiben, im Moment kann ich aber leider nicht mehr, hab schon einiges auf die verwandten Seiten geschrieben. - Gruß, FloK, 03-10-12

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