Dialektik

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Die Dialektik (griechisch διαλεκτική (τέχνη), dialektiké (téchne) gleichbedeutend zu lateinisch (ars) dialectica: "(Kunst der) Gesprächsführung") - eigentlich: "Kunst der Unterredung" - ist eine Methode der Philosophie und der Rhetorik, bei der kontroverse Themen diskutiert werden.


BitteÜberarbeiten: Was steht auf dieser Seite, was nicht in WikiPedia:Dialektik beschrieben wird ?

Die Kunst, mit Widersprüchen umzugehen. Eigenen und denen des Gegners. --benni (übernommen aus: http://www.jungle-world.com/seiten/2003/38/1687.php)

Jede Setzung (These) treibt notwendig ihr Gegenteil (Antithese) aus sich hervor. Ein dialektischer Widerspruch ist in der Synthese dreifach aufhebbar: Die Gegensätze werden überwunden, bewahrt und auf eine neue Ebene gehoben - Entwicklung

Übrigens: Hegel spricht sich ausdrücklich gegen die Verwendung des Wortes "Synthese" für seine Einheit aus. "Synthese" meint, etwas, was vorher nicht vereint war, würde zusammen kommen. Bei Hegel jedoch hatte das, was dann seine tiefere (vom Grund her)/höhere (von der Bedeutung her) Einheit findet, schon immer seine Gemeinsamkeit - hat sie nur dann erst gefunden. (A.S.)

Dialektiker

Erstarrung zur sozialistischen Staatsideologie: "DiaMat" dagegen

Eine merkwürdige Nebenlinie: Da hebt die ergraute religiöse Klugheit doch tatsächlich noch ein (letztes?) mal das müde Haupt und hält den Spagat einer "teleologischen Dialektik": Auch Ken Wilber nutzt (eine verkürzte) Dialektik gegen die von ihm sogenannten "Flatland-Esoteriker", die sich als Einheit, die wir wieder finden sollten, einen unterschiedslosen Einheitsbrei vorstellen. Dieser unterschiedslose Einheitsbrei scheint auch Hegel oft unterstellt zu werden (wenn die Differenz GEGEN seine Identität beschworen wird), das kennt aber den wesentlichen Unterschied z.B. zwischen Schellings Absolutem (was wirklich so ein Einheitsbrei sein sollte, in dem es keine Differenzen mehr gibt) und Hegels Absolutem nicht. Letztlich hatten sich Schelling und Hegel genau deswegen zerstritten: Hegel warf Schelling vor, daß in dessen Absoluten "alle Kühe schwarz" seien, was nicht sein soll: Im Absoluten müssen die Differenzen ERHALTEN bleiben (deshalb auch die mehrfache Bedeutung der "Aufhebung" - was eben nicht Auslöschung bedeutet, sondern auch Aufbewahren). (A.S.)

Metatheorie

Quellen


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Weitere Links zum Thema 'Dialektik':


Zitate

Darin bestand schon immer der Sinn dessen, was Dialektik genannt wird: Eine Verkürzung der Philosophie auf die endlose Diskussion.

Heinrich Jacoby nennt so etwas "Spintisieren"

Eben, und genau das ging dem Hegel so auf den Senkel (er nannte es "Räsonnieren"), daß er auf die Idee kam, daß ewiges Rumgeeire keinen Sinn macht, sondern ab und zu auch mal eine Sache BEGRIFFEN werden kann.

A.S.

Neue Seiten im Kontext

Mittwoch, 13. August 2008

U. Weiß: Thesen zu Frieder Otto Wolf, Marx' Konzept der "Grenzen der dialektischen Darstellung"

Donnerstag, 8. Februar 2007

Münchner Zeitschrift für Philosophie.

Philosophie, die nicht Selbstzweck ist, versteht sich als kritische Reflexion der Gegenwart. Sie erschöpft sich nicht in der Pflege der Tradition, sondern stellt sich die Aufgabe, aus den theoretischen und praktischen Widersprüchen und Kämpfen ihrer Zeit begründete Orientierungen zu entwickeln.

WIDERSPRUCH wendet sich über PhilosophInnen hinaus an alle, die an der theoretischen Diskussion und der praktischen Veränderung der politischen, sozialen und ökonomischen Verhältnisse interessiert sind.

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Selbstdarstellung

Mittwoch, 7. Juni 2006

Eine kleine Anmerkung zu Rolf Schwendter

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Mittwoch, 13. November 2002

Siehe www.aymargeddon.de/laboratorium/index.php/Bedeutungswirbel

Donnerstag, 7. Februar 2002

Das war mal der Anfang einer Sammlung. Sollte eine Gegenüberstellung dessen sein, was eine abstrak- und eine konkret- vermittelte Kultur ausmacht. Es gibt so was ähnliches (aber ausführlich) von Maturana in Liebe und Spiel (im Essay Matristische und patriarchale Konversationen)

Samstag, 14. Juli 2001

Text von Wolf Göhring.

Ich will nicht gleich ins Allgemeine einsteigen und dort versacken, sondern erstmal über einer Tasse Kaffee etwas praktisches bereden, nämlich wie man eigentlich zu Kaffee kommt. Danach ist Gelegenheit, entlang dieser Praxis zwei wesentliche Züge unserer Zeit zu behandeln, nicht ohne Nachhilfe bei Marx zu nehmen. Das eine ist die Produktion der Güter als Waren, die erst nach einem Tausch brauchbar werden. Das andere ist, daß alle versuchen, den Tausch "irgendwie" so in den Griff zu bekommen, daß man hinterher nicht der Gelackmeierte ist.