KunstStufen

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Eine Theorie über die Entwicklung von (bildlicher) Kunst

Kunst-Stufen - Einleitung

Jede künstlerische Bewegung - ob nun Barock, Impressionismus, Surrealismus oder was auch immer - macht verschiedene Phasen (siehe unten) durch. Während diese Bewegung läuft, kristallisiert sich immer mehr heraus, was das wirklich Zentrale (siehe unten) an dieser Kunst-Richtung ist. Es enstehen immer "bessere" und "treffendere" Kunstwerke. Nach einer Weile (z.B im Renaissance) lässt es sich nicht mehr toppen und es entstehen übersteigerte Formen (z.B. Manierismus nach der Renaissance-Zeit).

Im literarischen Bereich werden Erkenntnisse aufgeschrieben - Das Werk wird für gewöhnlich Manifest genannt. Beispiel Manifest des Surrealismus von 1924 von André Breton.

Man kann auch von Stufen auf einem Weg sprechen. Jede Stufe ist am Anfang neu und voll sprühenden Lebens, aber dann - irgendwann - stellt man fest, dass alles eingerostet ist. Und dann ist es Zeit Abschied zu nehmen! Um eine weitere Stufe zu beschreiten, oder wie es im folgenden Gedicht heißt einen anderen Raum zu betreten. Es geht hier also nicht nur um Kunst-Geschichte, sondern etwas auch um Philosophie und Soziologie. s.a. http://de.wikipedia.org/wiki/Soziologie.

Einschränkung: Es macht keinen Sinn hier viele Details zu zitieren, dafür ist ein Lexikon wie Wikipedia da. Deswegen reicht jeweils ein typischer Vertreter. Jahreszahlen machen nur Sinn für einzelne konkrete Kunstwerke - nicht für eine ganze Kunst-Phase, da es immer schon extrem frühe Vertreter und sehr späte Vertreter gibt.

Das Gedicht:Stufen

Stufen von Hermann Hesse (http://www.lyrik-anthologie.de/lyrik/hesse_stufen.htm)

Kunst-Zeitalter

Rubens, Leonardo-da-Vinci, Caspar-David-Friedrich gehörten zum Zeitalter der Neuzeit (14. bis 19. Jahrhundert - zentraler Punkt war die Idee des "Genies", man ging davon aus die Naturkräfte beherrschen zu können). Die Künstler Picasso, Dalí, Van Gogh usw. gehörten zum Zeitalter Moderne (Beginn war etwa 1870 - der zentrale Punkt war der Glaube an die Wissenschaft, dass also alles rational fassbar sei). Wir leben gerade in der "post-Moderne", also in einer Zwischenzeit: das Alte ist eigentlich schon vorbei, aber es umgibt uns noch, und das Neue ist noch nicht fassbar. Und das finde ich so interessant, dass ich hier diese Wikiseite angelegt habe.

Die Phasen der Kunst-Geschichte

so lief es in den bisherigen Kunst-Zeitaltern, könnte in Zukunft aber auch einen anderen Verlauf nehmen ;-)

Die 4 Grund-Tendenzen:

Diese Grund-Tendenzen ziehen sich durch alle Kunst-Phasen durch. Und es ist super interessant, sich die Bilder anzuschauen, die in den verschiedenen Jahrhunderten dabei entstanden sind ;-)

Hier einige Phasen mit Beispielen zum Anschauen

Archaik (=Ende des vorherigen Zeitalters)

Die "graue Vorzeit". Hier ist mit Archaik nicht die Steinzeit mit ihren Höhlenmalereien gemeint, sondern die griechich-römische Antike. Die Bilderwelt dieser Zeit wurde ja vor allem in der eigentlichen Klassik recycled.

Am Ende der Neuzeit/ Die Archaik der Moderne:

Romantik

Bei der ursprünglichen Romantik handelt es sich um eine Epoche, die um die Wende zum 19. Jahrhundert Aufklärung und Klassizismus ablöste. Die Romantik hatte ihren Mittelpunkt in Deutschland mit Caspar David Friedrich und seinen Landschaftsbildern. z.B. "Der Sommer" von Caspar David Friedrich von 1807 und "Ansicht eines Hafens" von 1815. In England hat sich u. a. Turner diesem Malstil verschrieben. Die französische Romantik beschäftigte sich im Gegensatz zu der sonst naturgeprägten Romantik mit den Schicksalen und Leidenschaften von Menschen. Die Romantik hatte zum Ziel, das Gemüt inmitten des Endlichen eins werden zu lassen mit dem Unendlichen. Der Begriff "romantisch" wurde zum Sinnbild für das Ahnungsreiche und Gefühlvolle, das den Gegensatz zum Verstandesmäßigen darstellen sollte. Diese Geisteshaltung gab somit dem Gefühl Vorrang vor der ratio. Man besann sich außerdem auf Gotik und die heimische Märchen- und Sagenwelt zurück.

Manierismus

Die Bilder im ursprünglichen Manierismus im 16. Jahrhundert (z.B. "Der Herbst" 1573 von Guiseppe Arcimboldo) hatten viel mit denen des modernen Manierismus ab etwa 1914 zu tun. In beiden Fällen wurde das bisherige verzerrt und ins Seltsame verkehrt. ".. Das Zeitalter hatte das Vertrauen zu einer feststehenden Bedeutung der Tatsachen, ja der Tatsächlichkeit selbst verloren." (Hauser)

Der Manierismus der Moderne:

Barock

Im ursprünglichen Barock im 17. Jahrhundert wurde hemmungslos auf die Bildwelt und Ideale des Christentums und der Antike zurückgegriffen. Meist wurden die alten Geschichten und Maltechniken nur dazu verwendet, um das eigene auszudrücken. ++ Nun, im modernen Barock ab 1920, bezog man sich auf die Bildsprache der Primitiven, der Kinder, und der Geisteskranken. Auch hier wurden die Bildwelten und Maltechniken wieder völlig aus dem Zusammenhang gerissen und nach Belieben neu zusammengesetzt. Insofern kann man auch überhaupt von einem "Barock der Moderne" sprechen, da diese beiden Zeitalter hierin große Gemeinsamkeit haben. Fakt ist auf jeden Fall, dass die Künstler an die Ideale und Werte der klassischen Zeit nicht mehr herankommen KONNTEN, sie waren deshalb darauf angewiesen die Dinge NEU in neuem Zusammenhang zu interpretieren. Aber gerade das macht ja auch wieder seinen Reiz aus ;-)

Der Barock der Moderne:

Ausblick auf die Kunst des Informationszeitalters: Vom Ende der Moderne - Die Medienrevolution

Vom Kunstkritiker Sandro Bocola:

Die wohl folgenschwerste Entwicklung der siebziger und achtziger Jahre bestand im spektakulären Fortschritt der modernen Kommunikationsmittel und der Massenmedien. Die weltweiten gesellschaftlichen Auswirkungen dieser technologischen Revolution, mit der sich der Anbruch eines neuen Zeitalters ankündigt, können hier nicht eingehend erörtert werden. Im vorliegenden Zusammenhang genügt der Hinweis, dass das gesellschaftliche Selbstverständnis der westlichen Demokratien nicht nur durch politische und wirtschaftliche Missstände, sondern auch durch die ständig wachsende Informationsflut untergraben wurde, die sich durch Presse, Rundfunk und Fernsehen tagtäglich über eine unvorbereitete Bevölkerung ergoss.

Die größte Bedeutung kam dabei dem Fernsehen zu. Die zersetzende Wirkung dieses Mediums ergab sich nicht so sehr aus der Verbreitung bestimmter Nachrichten, sondern beruhte in erster Linie auf der Vermittlung einer völlig neuartigen, von den zeitlichen und räumlichen Bedingungen bisherigen Erlebens unabhängigen Erfahrungswirklichkeit, in der die Grenzen zwischen Fiktion und Realtität dauernd verschoben und verwischt wurden. Das permanente Nebeneinander von Berichterstattung, Unterhaltung und Werbung sowie der ständige Wechsel der Schauplätze und Wirklichkeitsebenen - vom Krimi in die Nachrichtensendung, von dort in die Sportreportage oder in eine Kunstausstellung - untergrub jede mögliche Betroffenheit, raubte den Ereignissen ihre Relevanz und trug zu einer fortschreitenden Fragmentierung des kollektiven Erfahrungsraumes bei.

Inzwischen hat das Internet starken Einfluss auf unseren Alltag, unserer Gewohnheiten und auf globale Wirtschaftsbeziehungen. Und Computer können auch immer mehr - was natürlich auch bedenklich ist. All dies beeinflusst natürlich die Kunst ;-)

Meine Quellen

Notizen

FERTIG?

Nichts ist fertig! Was hier auf der Seite noch sehr hilfreich wäre:''' Zeit-Angaben zu den Kunst-Richtungen wie z.B. Barock hinzufügen, dann all die verschiedenen Splitter-Richtungen einzufügen und was das Kraut dann natürlich erst fett macht die wichtigsten Künstler zu erwähnen, die diese Richtungen geprägt haben. Das eine oder andere Bild kann dabei natürlich für sich sprechen. So kann man sehen, wie die Künstler tatsächlich ihre Ideen umsetzen konnten!!!

Musik

Musik könnte man ja mit etwas gutem Willen auch als akkustische Kunst bezeichnen. In der Musik ist das alles viel komplizierter, und enorm schnell-lebig. Hier passiert es schnell mal, dass eine neue Strömung schon nach ein paar Monaten "ausgelutscht" ist.

Uwe

wwer kunstdichtet denn hier, ich überkreuze mal zu unserer ephemeren sigi/uwe disputation; schöne sammlung hast Du da schon. Die neuen Strömungen mögen ausgelutscht klingen , aber die Erhaltung von Oberton und Unterönen oder Obertönen und Unterton. siehe auch Hegel ist das wesentliche - egal ob Rockoko Barock oder rock ´´n roll. uweb