Planet der Habenichtse

Version 12, 62.206.114.179 am 7.5.2006 21:45

Utopie einer Gesellschaft ohne Geld

Einst verließ eine Gruppe Freigeister den Planeten Urras, um auf dessen Mond Anarres die Utopie der Anarchie umzusetzen. Sieben Generationen später: Der brillante Physiker Shevek hat eine bahnbrechende informationstechnologische Formel entwickelt, die ein zeitüberwindendes interstellares Internet ermöglicht. Doch seine Gemeinschaft unterstellt ihm Verrat, denn diese Entdeckung bedroht die selbstgewählte Isolation von Anarres. Um seine Forschung zu vollenden, muss Shevek die Reise zum verfeindeten Mutterplaneten Urras antreten. Dort aber besteht Gefahr, zwischen mächtige Fronten zu geraten. Im neoliberalen Staat A-Io gilt die Gemeinschaft nichts und die Konkurrenz alles, im Staat Thu gilt der Einzelne nichts und das Zentralpräsidium alles: Nicht unbedingt ideale Verbündete für einen Physiker, der galaxisweit Mauern niederreißen will ...


Gemeinschaftslose Konkurenz (ständig sich gegenseitig messend) und selbst-leugnende auf eine sichzentralpräsediert projezierte Identität und ein Held ohne Geld auf seinem Feld. Gewahrsein löst vom Unbewußten, aus sich heraus, wie den Kern aus der Schale. Es ist aber nicht das Geld welches fehlt, sondern das Erkennen mit welchen Qualitäten ausgegrenzt wird und was sich Einzelne davon versprechen. Früher wollten sie die Schallmauer durchbrechen. Jede Stadtmauer hat auch ein Tor. Warum es nur immer knallen muß? Den Galliern fällt kein Himmel ein. Unser Problem ist, daß wir glauben wir hätten Zeit(und Freiheit) {materie&erinnerung} l´argent et le beurre oder könnten uns so fühlen, daß wir welche hätten - nach sieben Generationen.

UweB