SchenkRing

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Auf dieser Seite geht es um organisiertes Schenken. Sehr ähnliche Seiten sind GratisRing und FreiRing.


SchenkRinge wären für mich ~ äquivalent zu TauschRingen ~ Menschen, die vereinbaren, einander zu schenken oder Menschen, die ohne Vereinbarung schenken. z.B. Die Schenker - roy.ly

Wie könnte so ein SchenkRing zusammenfinden? Hier im CoForum bspw. auf dieser Seite. - Oder ?


Ich beobachte auch schon lange das Phänomen, dass an manchen Stellen, viele Ressourcen ungenutzt herumliegen, die andererorts benötigt würden und das Menschen eine Menge Energie verbraten, die ganzen gehorteten Schätze zu warten und pflegen, die sie vielleicht einmal im Jahr vielleicht in fünf Jahren nicht benutzen.

Meine Idee hierzu ist folgende:
Es wird ein Online-Dienst bereitgestellt, bei dem man sich durch Identitätsnachweis und Unkostenbeteiligung registrieren kann (kann natürlich auch bedeuten, einem e.V. beizutreten etc.). Kernstück des Dienstes ist eine einfache Datenbank, in die die Mitglieder Gegenstände einpflegen können. Diese Gegenstände werden a) beschrieben und kategorisiert, b) einem 'Verwalter' (zunächst dem, der den Gegenstand 'eingegeben' hat) und c) mit einem Status belegt ('bleibt bei mir', 'würde ich weitergeben', 'kann zeitlich begrent mitbenutzt werden' etc.). Und, genauso, wie es Gegenstände eingeben kann, kann ein Mitglied auch Anfragen speichern (die automatisiert mit passenden Angeboten verknüpft werden).

Die Idee dahinter ist, neben dem ganz banalen Sinn, 'alten Krempel' loszuwerden und benötigte Gegenstände kostenlos erwerben zu können, das Verhältnis zu den Dingen um uns zu verändern. Momentan scheint hier folgende Haltung vorzuherrschen: "Dies und Jenes gehört mir. Ich kann damit machen, was ich will." Eine, für mein Verständnis verlockendere Vision ist eine Haltung: "Dies und jenes wird derzeit von mir verwaltet. Okay, lass uns schauen, wo und wie und von wem es am besten verwendet wird."

Ich bin zu dem (vorläufigen) Ergebnis gekommen, dass diese letztgenannte Haltung am ehesten eingenommen werden kann, wenn mir als 'Verwalter' eines Gegenstandes auch die vollen Rechte daran zugesprochen werden (was nichts anderes heißt, als dass die erstgenannte und bis dahin praktizierte Haltung beibehalten werden kann). Damit meine ich, dass ich selbst völlig frei entscheiden kann, was damit geschieht, ob ich ihn behalte, an wen ich ihn weitergebe und ob ich ihn aus dem 'Pool' entferne. Das würde z.B. ein Modell ausschließen, bei dem ein Gegenstand der in den 'Pool' geworfen wird, rechtlich z.B. einem Verein überschrieben wird. Ich denke, das Ganze würde gut funktionieren, wenn a) nur natürliche Personen teilnehmen können und b) deren Handeln innert dieser 'Gemeinschaft' absolut transparent gemacht wird, was in einer Datenbankanwendung zu implementieren ja auch kein Problem darstellt.

Das ganze lässt sich natürlich erweitern um Arbeitskraft etc.

Die technische Umsetzung der Infrastruktur zumindest bis zu einem gewissen Grad an Skalierbarkeit stellt kein nennenswertes Problem dar und Interessenten gibt es sicher auch genug. Auch, so denke ich zumindest, besteht hierzulande für solche Projekte nicht annähernd die Gefahr, wie für ähnliche Projekte z.B. in Ecuador. Hindernisse sehe ich a) in der benötigten Energie für eine 'Initialzündung', b) in der Wartung, Pflege und Verwaltung und c) im Marketing.


Es gibt sporadisch Anläufe GemeinsamesNutzenVonDingen durch Infrastruktur zu unterstützen

Ich denke mitlerweile, dass der Weg "genug Daten sammeln" nicht zur Initialzündung führt. Es muss ein erheblicher Aufwand eingesetzt werden, bevor ein Nutzen für die Beteiligten entsteht.

Wie könnte eine Infrastruktur aussehen, die bei wenig Aufwand schon Nutzen für die Beteiligten bringt ? Meiner Ansicht nach muß die Menge an Eingaben des Nutzers, die notwendig sind, bis das System für ihn selbst nützlich wird, minimal sein.

Wenn du willst, dass die Teilnehmer als natürliche (gegen eine Teilnahme von juristischen Personen spricht ja eigentlich auch nichts) Personen identifizierbar sind, dann braucht es letztlich nur die Daten, die hierfür notwendig sind. Wenn nicht, dann reichen Zugengsdaten und Kontaktinformationen.
Übrigends finde ich die Idee auch reizend, das ganze dezentral zu organisieren (ähnlich TheCardsProject).

Ich meinte nicht nur die Kontaktdaten, sondern jede Interaktion mit dem System muss minimiert werden. Eine Mischung zwischen Newsgroup und Datenbank. Eine Ontologie wird auch nötig sein.

Vielleicht könnten wir anfangen, UseCases unter KooperatinsBroker zu sammeln ?

Eine Alternative zu einer sehr technischen Infrastruktur könnten vielleicht thematisch sortierte Keller sein: jeder sammelt nicht mehr alles, was er zum Wegwerfen zu schade findet, sondern versucht sich mit mehreren Menschen zusammenzuschließen, die thematisch sortiert sammeln. Zum Beispiel bin ich der Elektronikfreak, alles Elektronische landet bei mir, ein anderer ist Holzbastler, da lagern sich alle Holzteile, ein dritter ist Motoradbastler, ein vierter Klempner etc. Eine Website verwaltet "öffentliche Keller", d.h. thematische Ausrichtung und Kontaktadresse. Wenn ich was Suche, oder Loswerden will, suche ich den entsprechenden nächstgelegenen Freak.


siehe auch OpenLife, SchenkeSystem, Verantwortung und Ego,


Angebote Entwertung Schenken

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