FischBecken

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Daten
web: http://www.projektwerkstatt.de/hopp ... rchNIE/fishbowl.html

Methode zur transparenten und effizienten Kommunikation in größeren Gruppen. Selbstorganisierte Aufteilung der Gruppe in einen zuhörenden Außenkreis und einen sprechenden Innenkreis. Der Außenkreis bildet bei der "Blüte" (> s.a. weiter hinten im Text) weitere (Kleingruppen-) Kreise, die Blüten-Blätter. Beim JUKSS u.a. von mir mit-entwickelt. Macht Goßgruppen-Planung besonders effektiv, da im Wechsel in den Kleingruppen geplant werden kann und Ergebnisse anschließend in die Mitte gegeben werden, kann in Diversität vernetzt geplant werden.

roy.ly 12.01.01

Fischbecken / Fishbowl

(wird auch Fishglas-Methode oder Blüte genannt)

Zwei Personen diskutieren das anstehende Thema in der Mitte des großen Kreises. Wenn eine Person aus der Runde etwas sagen will oder eine der beiden in der Mitte nichts mehr sagen will, kann ein Platz in der Mitte neu besetzt werden. Bei dieser Übung kann entweder auf die Form oder auf den Inhalt (oder beides) des Diskussionsthemas speziell geachtet werden; es ist für alle eine sehr konzentrierte Form.

Variation 1.): Das Doppeln: hinter jeder Person in der Mitte steht eine weitere Person und bringt Argumente oder verteidigt. - sehr gut auch für Aktionsschulung: den Plätzen in der Mitte wird Pro und Contra zugeordnet, je zwei Vertreter von Pro und Contra besetzen die genüberliegenden Plätze. Bei dieser Pro-Contra-Variante können sich auch die ZuhörerInnen wie ein Barometer in Pro-Contra-Richtung im Raum bewegen, um die Überzeugungskraft der Argumente anzuzeigen.

Variation 2.): Ein oder zwei Stühle stehen zusätzlich im Kreis. Wer mitreden will, setzt sich auf einen leeren Stuhl und geht wieder, wenn er/sie nichts mehr zu sagen weiß. Diese Methode ist auch gut für Diskussionen in einem größeren Kreis geeignet.

In Niederkaufungen wird folgende Variante des Fishbowl verwandt, die uns als Methode, ein Thema in der Gesamtgruppe zu diskutieren dient: Bis zu 4 Personen diskutieren das anstehende Thema in der Mitte des Gesamt-Plenums. Hier stehen 5 Stühle zur Verfügung, der fünfte Stuhl ist immer der Wechselstuhl, wenn dieser besetzt wird, muß eine Person aus dem Innenkreis (Diskussionskreis) zurück in den Außenkreis. Der Außenkreis darf nicht mitreden. Diese Methode wird auch Fishglas-Methode genannt, AußenkreiszuschauerInnen, die in das Glas schauen, und evtl. selber hinzuspringen. Diese Form ermöglicht ein möglichst großes Meinungsbild von der Gruppe, und wird eingesetzt, wenn die Plenums-Kleingruppe oder die Kommune zu einem Thema nicht mehr weiterkommt und das Meinungsbild der Gesamtgruppe notwendig ist.

Es sollten nie mehr als 4 Redeplätze sein, sondern eher weniger, damit Viel-RednerInnen keine Möglichkeit zur Dominanz bekommen. Je weniger Plätze, je zwingender die Rotation. Wichtig ist die Einhaltung obengenannter Regeln. Eine Vorbereitungsgruppe sollte die Zielsetzung konkret umreißen und für die Diskussionsleitung etc. verantwortlich sein. Es kann einen andersartigen Stuhl oder Hocker geben für notwendige Regeleinschübe und ZeitgeberIn.

Margret, KommuneNiederkaufungen Quelle: Reader des LosGehts 1999

FishBowl

Eine sehr einfache, aber oft dynamische Alternative zu Podiumsdiskussion (formale Hierarchie) oder moderierten Großplena. Bei der FishBowl sitzt ein kleiner Kreis von Menschen in der Mitte (z.B. an sechs Stühlen um einen Tisch). Alle anderen sitzen drumherum. Reden können nur die Personen am Tisch, und zwar untereinander als direkte Diskussion, d.h. nicht als aufs Publikum bezogene Aneinanderreihung von Reden. Spontanäußerungen von außen wie Beifall, Zwischenrufe u.ä. stören weniger als im "normalen" Plenum, weil bei der FishBowl die gerade diskutierenden Personen eine herausgehobene Stellung haben. Diese aber ist durchlässig, d.h. es können jederzeit Personen von außen zu dem Tisch gehen und mitdiskutieren. Ist kein Stuhl frei oder ist es gewollt, stellt sich die/der neue DiskutantIn hinter eine andere Person. Die muß dann (Ausreden noch möglich, wenn gerade am Reden) Platz machen und ins Publikum wechseln, kann aber später jederzeit wiederkehren. In der Praxis entwickelt sich nach einer anfänglichen Unsicherheit ein Kommen und Gehen, ohne daß dadurch die Debatte abbricht. VielrednerInnen werden schnell bevorzugt "rausgekickt" - für "Wichtigleute" eine bemerkenswerte Erfahrung!

Quelle: Entscheidungsfindung von Unten, Text von Jörg Bergstedt 2001

Blüte

Blüte heisst die Fishglas-Methode bei'm Jugendumweltkongress (JUKSS), wo die Bezugsgruppen !eineN VertreterIn in den RednerInnenkreis lassen, der ihre/seine persönliche Meinung vertritt. Denn es besteht ja die Möglichkeit, dass bei Meinungsvielfalt in der Bezugsgruppe die Vertreter-/RednerInnen wechseln, so dass jede Meinung gehört wird.

roy.ly 28.01.04 15:20