W.E.G

Version 13, 88.67.55.123 am 17.5.2008 10:19
Daten
web: http://www.geldlos.at/

Selbstbeschreibung

Das Projekt W.E.G. (Wertkritische Emanzipatorische Gegenbewegung) bewegt sich im Rahmen der Inhaltsgruppe "vision attac".

Wir wollen eine freie Assoziation und Kooperation von Menschen, die nicht tauschen, sondern teilen, nicht konkurrieren, sondern zusammenarbeiten. Dabei gehen wir von den sozialen, geistigen, materiellen etc. Bedürfnissen, die wir hier und jetzt einbringen wollen, aus. Was wir angehen, ist ein Experiment; ein gemeinsamer Lernprozess, wie es uns besser gehen kann, wenn wir nicht kaufen, sondern teilen...

Der Staatskapitalismus des Ostblocks ist zusammengebrochen. Die ökonomische, ökologische und soziale Krise der westlichen Marktwirtschaft hat auch die "reichen" Kernländer erreicht. Weltweit wächst die Ratlosigkeit. Zugleich wächst die Unzufriedenheit mit einer Lebensweise, in der Leben nur ein von Ausrottung bedrohtes Nebenprodukt des Geldmachens ist.

Was wir tun wollen, ist Selbsthilfe. Es soll ein Beitrag zur Überwindung der Ratlosigkeit sein. Ein Beitrag auch für das Zustandekommen einer sozialen Bewegung, die sich durch Vernetzung mit Experimenten und durch geistige Auseinandersetzung neu orientiert. Nur eine solche Bewegung kann herausfinden, was alles und wie es zu ändern ist. Nur sie kann diese Änderungen auch durchsetzen und umsetzen. Damit ein gutes Leben für alle Menschen möglich wird.

Markt, Arbeit, Geld und Ware, kurz: Kaufen und (sich) verkaufen sind grundlegende Organisationsprinzipien unserer Gesellschaft. Der Staat schaut darauf, dass das alles auch im Niedergang so bleibt. Diese Prinzipien sind heute (endgültig) zu negativen Kräften geworden. Sie führen immer mehr Menschen in Isolation, Verelendung und Unterdrückung. Sie zerstören unsere Lebensgrundlagen.

Wir suchen den Ausweg jenseits dieser Prinzipien. Wir wollen eine freie Assoziation und Kooperation von Menschen, die nicht tauschen, sondern teilen, nicht konkurrieren, sondern zusammenarbeiten. Dabei gehen wir von den sozialen, geistigen, materiellen etc. Bedürfnissen, die wir hier und jetzt einbringen wollen, aus. Was wir angehen, ist ein Experiment; ein gemeinsamer Lernprozess, wie es uns besser gehen kann, wenn wir nicht kaufen, sondern teilen.

Welche Ideen wollen wir umsetzen?

Wer die Überwindung der kapitalistischen Produktionsweise, die auf Kaufen und Verkaufen beruht, ernst nimmt und staatliche Machtergreifung als nicht zielführend ablehnt, muss konkrete Schritte setzen. Gesellschaftliche Transformation kann nicht von heute auf morgen passieren. So etwas braucht Zeit und Achtsamkeit, Versuch und Irrtum. Sicher wissen wir derzeit nur, was wir nicht wollen: Lohnarbeit, Geld, Ware und Tausch, die Ursachen der heutigen Misere.

Wir möchten eine herrschaftsfreie Gesellschaft verwirklichen. Sie soll auf dem weitestgehenden Konsens aller Beteiligten bei gleichzeitiger Freiheit zur Formierung eigenständiger Projekte und Strukturen beruhen. Die Produktion sollte sich an unseren Bedürfnissen ausrichten und nicht nach dem abstrakten, sinnlosen Rentabilitätsprinzip. Sie soll für alle eine sozial abgesichertes Leben bieten. Die reichen Möglichkeiten, die uns das Zusammenleben mit anderen Menschen bietet, sollen für die individuelle Selbstentfaltung aller offenstehen.

Derzeit stehen wir am Beginn. Wir wollen damit anfangen, unsere eigenen Lebensumstände gemeinsam zu verändern. Dazu sehen wir hauptsächlich drei Ansatzpunkte:

Wichtigste Voraussetzung ist die Freiwilligkeit aller Beteiligten. Wir wollen weder eine Sekte noch eine paramilitärische Splittergruppe werden. Unser Projekt steht allen offen, die sich beteiligen möchten. Jegliches Engagement beruht auf freier Entscheidung.

Der Schwerpunkt des Projektes liegt auf der Praxis. Wir wollen sowohl den "Engagierten" als auch den "bloß" Interessierten die Teilnahme an Entscheidungs- und Entwicklungsprozessen gewährleisten. Hierarchien und Herrschaftsstrukturen wollen wir, so sie nicht völlig vermeidbar sind, abbauen. Entscheidungen sollten prinzipiell im Konsens erfolgen, aber auch Raum für unterschiedliche Wege und Herangehensweisen bieten. Die Vielfalt von Inhalten und Ausdrucksformen ist uns ein wichtiges Anliegen.

Wir wollen nicht "zurück ins Mittelalter". Es geht uns vielmehr darum, die derzeitigen technischen Möglichkeiten für alle Menschen nutzbar zu machen. Natürlich nur, soweit das ökologisch und sozial nachhaltig besser verträglich ist.

Wir wollen nicht "Aussteigen und schauen, was der Kapitalismus übrig gelassen hat". Unser Ziel ist also keine Subsistenzproduktion. Wohl möchten wir aber schon bei unseren ersten Schritten unsere Bedürfnisse ohne den Einsatz von Geld erfüllen. Dabei wollen wir möglichst viele Personen einbinden, die mit dem Geld ohnehin so ihre liebe Not haben (Arbeitslose, MigrantInnen, Unterstandslose etc.). Investitionen zur Anschaffung von Maschinen, Rohstoffen o.Ä. schließen wir (zumindest im Anfangsstadium) nicht aus, wohl aber den Verkauf daraus entstehender Produkte. Unser Ansatz beruht zentral darauf, dem Markt und damit dem Staat laufend Ressourcen zu entziehen. Deshalb ist es wesentlich, Produktion und Verteilung ohne Geld, ohne Kauf und Verkauf abzuwickeln. Entlang dieses Prinzips könnte eine soziale Bewegung das System von Markt und Staat schrittweise überwinden.

Langfristig wollen wir das zurückhaben, was uns derzeit vorenthalten wird: Das gemeinschaftliche Eigentum aller Menschen an allen Ressourcen und deren gemeinsame Nutzung. Nicht Armut für alle, sondern Reichtum für alle ist unsere Parole!

Die Transformation sind wir! ;-)

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