GemeinschaftsKunst

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Dies ist der Leserbrief mit Links: "Gemeinschafts- und Entscheidungskunst" zu Freitag 8, S.11 KULTUR vom 13. Febr. 2004

!Mehr Demokratie wagen - Runde Tische: Wo bleibt die Innovation in der Politik

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http://www.freitag.de/2004/08/04081101.php

von Ekkehart Krippendorff (http://userpage.fu-berlin.de/~kpdff/)

Leserbrief zu Freitag 8 vom 13. Febr. 2004 - leider bisher nicht erschienen !!

!Gemeinschafts- und Entscheidungskunst

Vielen Dank für diesen Artikel, der einen zentralen und wunden Punkt unserer Zeit aufgreift. Es bedarf jedoch nicht primär Innovationen der politischen Systeme, sondern eines Wandels unserer Haltungen und Einstellungen unter Einbeziehung unterschiedlicher Positionen. Neue Medien, Globalisierung und die damit einhergehende Veränderung der Darstellungsweisen, Größenordnungen, Proportionen und Konsequenzen überfordert nicht nur das Vorstellungsvermögen von Politikern. Durch das Ignorieren dieser neuen Dimensionen verlieren wir uns leicht in Flucht-, Bilder- oder Plastikwörterwelten.

Mit diesen Problemen befassen sich auch die internationale Systemforscher und versuchen durch den Entwurf zukunftsfähiger Gesellschaftsstrukturen (social system design) alternative Entwicklungsmöglichkeiten zu erkunden. Auf ihrem Kongress letztes Jahr auf Kreta erinnerten sie an die Anfänge der Demokratie in der Polis von Athen und entwarfen Elemente einer "Neuen Agora für das 21. Jahrhundert?. Sie ließen sich dabei - wie die von Krippendorff erwähnten amerikanischen Gründungsväter - von den traditionellen demokratischen Modellen der verschiedenen Indianerstämme nicht nur inspirieren, sondern arbeiteten gemeinsam mit Vertretern der "Native Americans? und der Maori aus Neuseeland unter Einbeziehung traditioneller Methoden an der Weiterentwicklung von Mediations- und Entscheidungsverfahren.

Auch eine "Regierungskunst? der Chinesen sei hier erwähnt: sie vermittelten ihren jungen Kaisern schon in der Erziehung Denk- und Entscheidungsweisen, um bei der Abwägung von politischen Entscheidungsprozessen das Maß des Leidens (chinesisch: dukkha) der Menschen zu reduzieren (Panetics. Wir sehen also, daß es sich tatsächlich lohnt - wie auch von Krippendorff ermuntert - bei der Entwicklung von Politik - und Entscheidungsalternativen die Ethnologie zu bemühen, um Probleme, die uns aktuell unter den Themen Generationsgerechtigkeit und Zukunftsangst unter den Nägeln brennen, zu lösen.

Es gilt sowohl die Achtsamkeit und das Zuhören in Gesprächen zu erhöhen als auch Gefährdungen und Dimensionen der neuen Herausforderungen wahrzunehmen. Wir empfehlen die Einbeziehung neuer/alter Werkzeuge und Methoden, z.B. weiterverschenkbare Zeitkredite ("Magic Round Table?), um Interesse zu signalisieren und zu ermutigen Themen zu vertiefen. Die TeilnehmerInnen der Gesprächsrunde bilden so im Sinne von Beuys eine soziale Skulptur.

Neben der qualitativen Verstärkung und Ermutigung einzelner Stimmen geht es dabei auch um die Verkörperung verschiedenen Dimensionen des Diskurses. Durch die im Politainment benutzten Leerwörter (Plastikwörter), bunten Bilder, Metaphern und Analogien allein werden Themen nicht konkret und kommen nicht wirklich auf den Tisch. Hier spricht Hannah Arendt in ihrem Denktagebuch von 1950 vom "fehlenden Tiefensinn? der Politik?.

Eine neue/alte Pragmatik, eine andere Gesprächskultur und die Einbeziehung erweiterter Denkhorizonte und Ordnungsstrukturen könnten eine neue Tiefe und Greifbarkeit des politischen Diskurses erfahrbar machen und helfen gesellschaftliche Zusammenhänge zu erleben und zu gestalten, um damit ein Bewußtsein für den Zusammenhalt der Gesellschaft im Sinne der "Einen Welt? zu entwickeln. Auf diese Weise könnte Politik wieder - wie Krippendorff so schön sagt - zur "größte(n) revolutionäre(n) Erfindung der Gemeinschaftskunst? werden.

http:/coforum.de/GemeinschaftsKunst/ und /OpenForum/

Heiner Benking, Farah Lenser, 23. Febr. 2004

432 Worte


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!DIALOG und ENTSCHEIDUNG WORLD FUTURES 1/2.2004 http://benking.de/Dialogue_and_DecisionCulture.html DEMOKRATIE NEU ERFINFEN - Erfahrungsberichte: http://open-forum.de/re-invent-democracy.html FUSHL CONVERSATIONS "NEW AGORA": Fuschl 2002 input paper: Lenser - Benking. Team 1: New Agoras for the 21st Century: Conscious Self-Guided Evolution. Cultivating Dialogue with Magic Round Tables. ... www.open-forum.de/AGORA-Fuschl2002-lenser-benking.htm http://coforum.de/index.php4?OpenForum

dialogueculture.htm ... of the structured round-tables and the open forum ?magic? round-tables was presented. see: http://www.ceptualinstitute.com/genre/benking/asilomar97.htm. ... www.ceptualinstitute.com/genre/ benking/dialogue-culture.htm - 17k - Im Cache - ?nliche Seiten

Dialogue in Society: MAGIC ROUND TABLES ... We tried so much in soo many countries, please visit http://open-forum.de to continue to listen, share and trust - know ... Sept 11st 2001 heiner benking. References ... www.newciv.org/cob/members/benking/voicetxt.html

Eine Übersicht über Dialog und Moderationsverfahren findet sich im OPEN FORUM

!GOVERNANCE und Regierungskunst und Frieden http://panetics.org http://benking.de/governance/ links zu SITUATION ROOMS: vor allem: [Situation Rooms - Situation Spaces Scales, Proportions, Patterns, and Consequences in Perspective | http://newciv.org/cob/members/benking/sitspace.html

Peace-Governance-Suffering-Compassion Anläßlich des 80. Geburtstages von Prof Richter und der Jahrestagung der IPPNW - KULTUR DES FRIEDENS - in Berlin -. Heiner Benking ... http://benking.de/mitgefuehl-leiden.html

Prepared as an Invited Keynote Address: Culture of Peace ... Prepared as an Invited Keynote Address: Culture of Peace - Intersymp 97 9th International Conference on Systems Research, Informatics ... http://benking.de/Culture_of_Peace.htm

Overview & Orientation - Culture of Peace '97 presentation ... Overview & Orientation or Overclaims & Oversimplifications ? Heiner Benking 1997. InterSymp'97 - Culture of Peace Baden-Baden, August 18-23, 1997 Ad-hoc ... http://www.ceptualinstitute.com/genre/benking/overview.htm

!BILDUNG http://benking.de/education/

Siehe evtl. auch Die Denkfallehttp://coforum.de/index.php4?Die_Denkfalle oder SHOW or SCHAU? (Konkretisierung): http://benking.de/show-schau.htm oder KOMMUNIKATIVE GESELLSCHAFT - DIE NEUEN MEDIEN EINSTEIN TAGORE COUNCIL - A NEW COVENANT

!!NACHWORT: Ich HeBe arbeite zur Zeit an der Umstrukturierung meiner Homepage Seite damit die kategorien und Ordnungen von denen ich spreche zumindestens beispielhaft [deutlich werden können.| ] und wie weit sie greifen wenn sie auf Aktionsbereiche angewandt werden Es geht dabei nicht allein nur um Kreisdigramme die die Kategorein/Sektoren im Kontext darzustellen, sondern diese auch mit Matrix- oder anderen Ordnungsmodellen (wie diese Interessen- und Wissensordnungen) und deren Übersetzung in die Welt von Jugendlichen die Fragen zu Themen wie Sinn, Ordnung, Orientierung haben: (Orientierungsfragen und Fragen zum Thema Medien/Cyberculture und was das bedetet wenn wir Materialismus als Basis aber nicht als "non-plus-ultra" betrachten. Postmaterialismus) Es geht darum Übergänge und Übersetzugnen einzuüne, andere Schemata und Wahrnehmungen auch mal bewusst von vielen Seiten zu betrachen ! und als Hilfskonstruktionen für Switching Systems und Situations Räume - Ein weites Feld wo wir üben können Grenzen - vor allem in unserem Denken nich nur zu ziehen, sondern auch zu erkennen, zu verschieben und aufzulösen. Der Dichter Friedrich Rückert schrieb das unnachahmlich: siehe in "Zurechtfinden" "Wer Grenzen denkend setzt, die wirklich nicht vorhanden, und dann hinweg sie denkt, der hat die Welt verstanden.

So wie Geometrie in Ihren Liniennetzen, so fängt sich auch das Denken in Gesetzen, (auch Grenzen H.B.) verständlich macht man uns die Welt durch Länderkarten, doch müssen wir des Geistes Sternenkarten noch erwarten".

Woarauf das abziehlt ist eine andere oder erweiterte "Pragmatik" und Orientierung - eine mit Kopf Herz und Hand. Ich empfehle hier die 5 Pragmatik Bände und die Allgemeine Modelltheorie von Herbert Stachowiak, denn die Allgemeine Systemtheorie und Senmiotik allein werden die Problem vor denen wir stehen nicht allein beschreiben können. Auf der "Jumpseite" zu Herbert Stachowiak finden sich weitere Arbeitsnotizen so sich jemand interessiert. Pragmatik bedeuted für mich auch was wir tun sollten - hier und jetzt zumindestens anfangen Richtungen zu erwägen: Der Europarat frage 1996 nach Neuen Ideen und Neuen Räumen... aber wer liest schon noch heutzutage noch sowas A PANORAMA OF UNDERSTANDING oder Next Evolution/World Peace/Human Consciousness,....? [External Image]

DA VIELE LEUTE ERST EINAML HINTEN ANFANGEN ZU LESEN HIER EIN ANDERER ZUGANG: Ich sehe unsere moderne westliche Kultur als blind und fest wenn es um zentralen Begriffe, Wurzelmetaphern oder Leerwörter, wie RAUM, ZEIT, ORDNUNG und LEERE, geht. Da ich vor 30 Jahren diese Begriffe fachlich - praktisch für mich besetzt habe, bin ich bei der Anwendung und Kommunikation immer wieder auf Schwierigkeiten mit "Intellektuellen" gestoßen. Diese verlieren sich zu leicht in einem "a-priori" oder in einem falsch verstandenen "a-perspektivischen" ohne Inhalte und Greifbarkeiten - siehe Konkretisierung.

Der unten angegebene Beitrag zum Thema "RAUM und LEERE" mag meine, Entwicklung zum Thema und meinen Standpunkt erklären und zusammenfassen. Enjoy ! - hier die Vollversion - leider s/w -zum UN Jahr der Berge:

wird aktualisiert !! bis Freitag den 5.3.04 HeBe