personal Fabricator

Version 23, 88.72.235.197 am 16.12.2006 11:32

Eine hightech-Maschine für den persönlichen Hausgebrauch um Dinge herzustellen, die bis dato aufwendig in Fabriken hergestellt werden müssen. Man designed das Teil am Rechner mit CAD-Programm, die Herstellung steuert der PC.

Diese Geräte werden auch Fabber genannt.

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Diskussion

Annette_Schlemm:

Bis die Fabber auf Nanoebene funktionieren und vielleicht aus jedem beliebigen Material jedes andere beliebige Material erzeugen (daraus entstehen dann die Replikatoren aus Star Trek ;-) ) wird es für unterschiedliche Materialien unterschiedliche Fabricatoren geben. Es macht dann wenig Sinn, sich persönlich für jedes Material so ein Gerät in die Wohnung zu stellen, sondern es ist zu vermuten, dass die Fabber dann wie die größeren Kopierer in Wohnortnähe vorgehalten werden und auf ähnlichze Weise wie Copyshops genutzt werden können.

Da die Produktionsweise ja letztlich sowieso nicht individualistisch-privat ist, nenne ich den Fabricator deshalb lieber "Community Fabricator"

ThomasKalka:

Ich unterstütze Deine Betonung des "gemeinschaftlichen" sehr. Fabber sind ein gefährlicher Traum, wenn sich jemand damit eine von Gesellschaft oder Gemeinschaft entkoppelte Produktionsweise erhofft.

Meiner Ansicht nach ist die Massenproduktion nach wie vor die ökonomischste und ökologischste Produktionsweise. Wenn Freie Produkte so geplant würden, dass sie aus normierten Einzelmodulen hergestellt würden, die dadurch gut kombinierbar und einzeln verbessert werden könnten, können diese die Grundlage für eine große Vielfalt von Lösungen sein (der Traum vom Fabber verspricht ja die Produktion von Einzelstücken).

Eine solche Produktionsweise, bzw solche Produkte, wären heute schon möglich: es fehlen nur kritische Massen von Konsumenten, die sich für solche Lösungen verabreden. Dafür müssten bewußte Käufer nur eine Platform finden, auf der sie das Produkt vom Anspruch her entwerfen. Eine genügend hohe Anzahl von Kaufverplichtungen zu einem maximalen Preis für ein noch zu entwickelndes bzw noch zu produzierendes Produkt würde automatisch zu seiner Herstellung führen.

uwe:

bei dem weltweiten SatellitenHandy, welches mit einer Einmalzahlung ein "genügend hohe Anzahl" nicht erreichte, um sich auf dem Markt zuhalten, war ersichtlich, daß nicht das Produkt wichtig sein soll, sondern die koinkurierenden Produzenten sind die Gegner.

Helmut:

Der "personal fabricator" ist meiner Meinung - aus meiner Sicht als Naturwissenschaftler und Techniker - nach eine unkonstruktive und unrealisierbare Illusion. "Gold aus Blei" erzeugen ist vermutlich einfacher. Dass Fabber für einzelne Situationen Sinn machen, existieren oder nützlich sind, sollte nicht den Blick darauf versperren, dass sie allgemein für die Produktion von Gebrauchsgegenständen untauglich sind. Das hängt mit dem komplexen Mix von hunderttausenden von Materialien zusammen, auf deren spezifische Eigenschaften es bei Gebraucuhsgegenständen ankommt. Es genügt nicht, etwas zu produzieren, das die Form eines Schuhs hat, sondern es muss die Haltbarkeit, Elastiziät, Luftdurchlässigkeit, etc. besitzen. Man wird ein Gewebe, oder z. B. ein Schuhband nie in einem Fabber herstellen können, weil Fasern in einem Prozess entstehen und nicht statisch entstehen können. Das gilt analog für vieles: für alle Naturprodukte wie Leder oder Holz, für Lacke und alles was an Oberflächenbearbeitung passiert, für fast alle Metallteile.

Neue Seiten im Kontext

Wednesday, 7. March 2001

Neue Arbeit ist ein von Frithjof Bergmann entworfenes Konzept. Es propagiert einen schrittweisen Rückzug aus der Erwerbsarbeit. Der Anteil von Erwerbsarbeit an der eigenen Betätigung soll auf ein Drittel gekürzt werden zugunsten einer Sicherung der Subsistenz durch Selbstversorgung auf hohem technischen Niveau (High Tech Selfproviding, HTSP) und schöpferischer Tätigkeit, dem sogenannten Calling ("Arbeiten, was man wirklich, wirklich will!").