OpenForum

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Daten
web: http://open-forum.de/

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Gesprächskultur und Runde Tische

Die Idee ist dass wir uns gegenseitig zuhören und ermutigen, dass wir "mitschwingen" und auf andere eingehen um eine "co-kreative" Atmosphäre zu erschaffen. Mit dieser Offenheit und Resonanz können wir uns der Frage persönlicher Sichtweisen und Realitäten nähern, sensibel uns "einfühlen", wo der andere steht, wohin er schaut und welche Brille/Optik/Filter er hat und in seiner persönlichen mentalen Monokultur pflegt. Es geht darum, die Meinungen der Mitmenschen nicht in "richtig" oder "falsch" ein- und zu-zuordnen, sondern in einem erweiterten Sinn zu verstehen sich zu fragen welche Situation und Kontext diesen Menschen gerade dazu bringt die Welt so und nicht anders zu sehen. Unter der Vorbedingung des Zuhörens und des "co-kreativen" Mitfühlens (vergleiche "flowing" im Spiel oder der "Communitas") wird dann im nächsten Schritt ein erweiterer "Rahmen" angeboten. In diesem erweiterten Rahmen können wir uns gemeinsam auch thematisch, nicht nur örtlich/physisch, orientieren und finden. Doch dies ist ein anderes erweitertes "Forum", ein anderer Raum, den wir ExtraOpenForum nennen.

Spielregeln:

Bei einer Vorgabe von ! zum Beispiel ! einer Stunde Gesamt- "Spiel" oder "Gesprächs"Zeit und sieben Gesprächsteilnehmenden werden jeweils sieben Minuten Ratezeit, symbolisiert in Form von Steinen, Nudeln, Nüssen etc. an jede Person verteilt. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde, in der jede Person kurz sich und ihr Anliegen skizziert, können diese Zeiteinheiten verschenkt und damit in Zuhörzeit umgewandelt werden. In der Regel beginnt die Person, die die meisten Zeiteinheiten bekommen hat, mit der Eröffnung des Gesprächs, sie kann - muß aber nicht - solange reden, wie sie Zeit zur Verfügung hat. Eine Moderatorin achtet auf Einhaltung der Regeln und die Zeit und nimmt die Zeiteinheiten an sich, wenn diese verbraucht sind. Hat eine Person ihre Redezeit verbraucht, also keine Zeiteinheiten mehr vor sich liegen, können die anderen - bei Interesse - ihre eigene Redezeit als Zuhörzeit verschenken, und so die Person ermutigen, ihr Thema weiter zu entwickeln. Auf diese Weise bleibt das Gespräch dynamisch und transparent - es gibt keine starren Redezeitbegrenzungen wie in üblichen Diskussionsgruppen, sondern das Zuhören wird als aktiver Bestandteil des Gesprächs und als besondere Qualität erkannt, da die Inhalte das Interesse der gesamten Gruppe zu dieser Zeit und an diesem Ort symbolisieren. Durchaus kann eine Person auch in diesem Spiel die gesamte Redezeit bekommen, wenn sie in dem Moment zum Medium oder Katalysator der gesamten Gruppe wird, und wenn die Teilnehmer dies wünschen.

Nach Arno Schmidt sind wir zeitlebens "im geistigen in Einzelhaft". Die Frage ist was tun? um uns der Grenzen in unsere Existenz und im unserem Denken bewußt zu werden? Sie zu erkennen, verschieben, vielleicht sogar aufzulösen?

Wir empfehlen folgende Einführungstexte:

Erfahrungsberichte und Kommentare zu Rundgesprächen, so wie wir sie seit mehr als 10 Jahre durchführen finden Sie hier: und hier:

Es gibt noch eine Einstieghilfe zum festellen ob wir wirklich "ready" sind für zuhören und nicht! oder übereinstimmen können und wollen - also ohne uns die Köpfe einzuschlagen.... Hier ist ein Fragebogen damit sich selber prüfen kann ob er/sie will und was er/sie will.. siehe: an ongoing experiment in dialogue meeting design

Als allgemeine Einführung hier das Gespräch von Farah Lenser mit Harrison Owen (OPEN SPACE) als erster Einstieg oder zur Orientierung zum Thema "Open- and mixed Dialogue-Formats" Verfahren, deren Nähe, Philosophie und Kombinationsmöglichkeit sehr!! empfohlen:.

Oder fangen Sie einfach hier an: Bei der PROBLEM-LANDSCHAFT - Problem-scape:

"ein neues Mittel gegen Dauerredner" - Open Forum - Open Space - Dialogue - Conversations - Storytelling - Mediation - Roundtables - Consultative - Shared Perspectives - Empowerment - Magic Round Tables, Time-Sharing,....

AKTUELL gibt es noch was zur DIALOG VISION und natürlich DEMOKRATIE neun zu beleben oder wiederzubeleben:

Situationsbeschreibung

Viel Spass
Heiner

oh - hier kommt gerade eine mir sehr wichtige "reference". "Each day I look fondly at the Vienna beer coasters on display in my kitchen. They remind me of the best session of the most interesting professional conference I've ever attended." from MarkDavidson: multimedia practitioner and communications professor who loved his newspaper experience and, bytheway, was many decades into "Bertalanffy".

Zuhören Schenken und Stimme schenken ist für mich ein grundlegender erster Schritt. Dach gehst es mir darum "Realitäten" zu teilen und Alternativen, auch alternative Zukünfte auf den Tisch zu bringen. mehr dazu unter HeBe


siehe open-forum.de, Dialogue Culture, die Sammlung "Dialoge, Projekte, und einen ersten Überblick" Anthony Judge und David Bohm

Ein Projekt von Heiner Benking und Farah Lenser aufbauend auf vielen Quellen, Freunden und Helfern von denen wir besonders Anthony Judge herausheben möchten. Doch der Dank für die grosse Aufgabe von 1970 - 1990 unermüdlich "DIALOG" in die Gesellschaft "zurückzubringen" und zu versuchen "echtes" Gespräch zu pflegen und zu fördern in Zeiten der Medienüberflutung und "Oberflächlichkleiten" gehört DavidBohm. ich empfehle hierzu ["kommunikative Gesellschaft" | http://benking.de/zeiten-welten-wende.html ], [Show or Schau | http://benking.de/perspect/perspectives-cover.htm ] und kürzliche Werke von [Ivan Illich | http://co-forum.de/index.php4?Ivan_Illich ] (Garding the Eye in the Age of Show und "The Ethics of the Gaze".

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Sonntag, 3. Februar 2002

In neoliberalen Zeiten werden auch die Unis immer mehr zu gewinnorientierten Dienstleistungsunternehmen umgebaut. Kritische und nicht direkt ökonomischen Nutzen versprechende Inhalte werden zurückgedrängt bzw. ganz entfernt. Auch Konzepte wie die englische OpenUniversity sind nicht wirklich offen. Die Fernuni Hagen hat wiederum ziemlich geringe Gebühren, aber dafür fixe Studienpläne und Eingangsvoraussetzungen. Welche Alternativen kann es geben?