MatriarchatOekonomie

Version 7, 84.144.84.37 am 9.3.2006 11:20

Auf der ökonomischen Ebene sind Matriarchate meistens Ackerbaugesellschaften. Die Technologien des Ackerbaus reichen dabei von einfachem Gartenbau (Beginn in der Mittleren Altsteinzeit, um 60.000 vor u.Z.) zu voll entwickeltem Ackerbau mit dem Pflug (Beginn mit der Jungsteinzeit, 10.000 vor u.Z.) und schließlich zu den komplizierten Bewässerungs-systemen der frühesten Stadtkulturen weltweit. Die Entstehung des Matriarchats ist direkt mit der Erfindung dieser neuen Technologien verbunden. Es wird Subsistenzwirtschaft mit lokaler oder regionaler Autarkie praktiziert.Land und Häuser sind Eigentum des Clans im Sinne von Nutzungsrecht; Privatbesitz und territoriale Ansprüche sind unbekannt. Die Frauen haben die Kontrolle über die wesentlichen Lebensgüter: Felder, Häuser, Nahrungsmittel, dabei ist die Sippenmutter die Verwalterin des Clanschatzes. Die Güter sind in lebhaftem Austausch, der den Verwandtschaftslinien und Heiratsregeln folgt. Dieses System des Austauschs verhindert, das Güter bei einem Clan oder bei einer Person akkumuliert werden können. Das Ideal ist Verteilung und nicht Akkumulation. Vorteile und Nachteile beim Erwerb von Gütern werden durch soziale Regeln ausgeglichen, z. B. sind wohlhabende Clans bei den zahlreichen, gemeinschaftlichen Festen verpflichtet, das ganze Dorf einzuladen, was den Reichtum dieser Clans drastisch vermindert. Dafür haben sie "Ehre", d.h. soziales Ansehen, gewonnen. Auf der ökonomischen Ebene sind Matriarchate gekennzeichnet von perfekter Gegenseitig-keit, sie sind daher Ausgleichsgesellschaften.