Wille zur Herrschaft

Version 5, 62.206.114.179 am 14.3.2006 02:47

Wir müssen den Blick nach innen richten. Wir müssen aufhören mit dem Finger auf die bösen Anderen zu deuten. Jeder einzelne von uns muß sein Denken überdenken. Denn die Mächtigen haben ihre Macht nicht aus sich selbst heraus. Nein, es sind wir selbst, die wir ihnen die Macht verleihen.

Ich habe bei David Quinn's "Ismael" eine ... Aufteilung der Menschheit gefunden ... Ismael nennt sie die "Nehmer" und die "Lasser". Die "Lasser" sind die Menschen die seit etwa 3 Millionen Jahren die Erde als Naturvöker besiedelt haben und die "Nehmer" sind die Menschen die vor etwa 10.000 Jahren im Zweistromland begonnen haben als Bauern und Viehzüchter sich mit dem Schwert über die Erde auszubreiten und damit unsere heutige Kultur begründeten. Von den Naturvölkern ist nahezu nichts mehr übrig geblieben und den verbleibenden Rest töten wir auch noch. Ob es uns gefällt oder nicht, wir alle, ob Christen oder Muslime, sind letztlich die "Nehmer" dieser Welt.

Die Welt wurde geschaffen, damit der Mensch sie sich untertan macht. Das flüstert uns Mutter Kultur seit 10.000 Jahren ein. Und wir glauben es heute noch. Die einen ganz offen, die andern unterschwellig. Dieser Wille zum Herrschen ist es, der auch vor uns selbst nicht halt macht. Wer die Gelegenheit zum Herrschen bekommt wird sie nutzen. Wer sie nicht bekommt partizipiert an der Herrschaft oder ist eben ein Verlierer und wettert gegen die Herrscher weil er unter ihnen leidet.

Die große Mehrheit der Menschen ist so. Ich selber nehme mich da gar nicht aus. Wer bin ich denn, daß ich mich über andere stellen könnte. Aber es gibt Hoffnung.

Wir müssen den Blick nach innen richten. Wir müssen aufhören mit dem Finger auf die bösen Anderen zu deuten. Jeder einzelne von uns muß sein Denken überdenken. Denn die Mächtigen haben ihre Macht nicht aus sich selbst heraus. Nein, es sind wir selbst, die wir ihnen die Macht verleihen. In der Demokratie indem wir sie wählen, im Kapitalismus indem wir ihnen unser Geld geben, und in der Tyrannei indem wir sie dulden. Die Übergänge hier sind fließend und ich gebe zu die Auswege oft schwierig.

Und nun hat Richard Stallman die freie Softwarebewegung ins Leben gerufen und es hat sich eine globale Community gebildet. Die Menschen dieser Bewegung nehmen die Dinge selbst in die Hand sind selbst verantwortlich für die Dinge die sie tun. Sie wollen die "Bill Gates" dieser Welt nicht stürzen. Sie wollen frei sein und ihr eigenes Ding machen. Und damit verliert sich die Macht der "Bill Gates" dieser Welt schön langsam ganz von alleine. Die meisten hier auf Oekonux, denke ich, wollen genau diesen Geist weiterführen und verstärken. Das ist der Plan der in eine bessere Welt führen kann.

Erich Turnwald-Kurtz in ox

also das mit dem Anfang im Zweistromland ist so eine Baby-lonly Vereinfachung http://atlantis-schoppe.de/ nehmen und lassen ist noch kein Widerspruch, aber es gibt keinen Plan, der in eine bessere Welt führt. Wir müßten die bessere Welt annehmen können und uns ihr überlassen.