offene Prozesse

Version 29, 84.163.254.123 am 14.2.2007 15:55

Offene Prozesse sind welche, die der Öffentlichkeit (als Prozess und Ergebnis) beliebig zugänglich sind.

thomas:

Die Potenz des Internets ist Teile unserer Kultur durch offene Prozesse zu gestalten.

johannes:

Ich habe zwar eine Ahnung was damit gemeint sein könnte, trotzdem muß der Begriff erläutert werden. Ich nehme an, Du meinst in etwa, daß ein Text (denn darum handelt es sich primär im Internet) in seiner Entstehungsgeschichte durch die Öffentlichkeit einsehbar ist. Ist in diesem Fall "Prozeß" wirklich der geeignete Begriff? Sind darin nicht schon viel zu viele diskussionswürdige Voraussetzungen enthalten? Was wäre dagegen ein geschlossener Prozeß? Gibt es das überhaupt?

thomas:

Nein, ich meine etwas anderes. Die Produktionsweise freier Software zum Beispiel ist ein offener Prozess. Der Aufbau der WikiPedia findet als offener Prozess statt. WikiBank verlinkt eine Seite, auf der eine Bank als offener Prozess angedacht ist. In diese Richtung denke ich. Offene Prozesse sind eine Organisationsform, die orthogonal zum Eigentum dieses transzendiert, denn das Eigentum ist nicht wichtig, wenn es durch den offenen Prozess zum Quasi-Gemeineingentum wird.

pt:

Thomas, intuitiv verstehe ich Deine These, aber wie die Reaktion der anderen Teilnehmer zeigt, musst Du etwas konkreter werden. Kannst Du an Hand einer (Alltags)-situation beschreiben, die Du eventuell auch selber erfahren hast, was ein offener Prozess ist und wie das Internet diesen Prozess offen legen kann? Wie kann speziell das OpenSpace ins Internet getragen werden? Ausgehend von der Beschreibung solch einer Situation können wir dann evolutionär eine Definition und Darstellung offener Prozesse erarbeiten. Ich persönlich glaube, dass die Darstellung und Erweiterung offener Prozesse starken Einfluss auf die Weiterentwicklung der Demokratie haben könnte, etwa bei der Reduzierung von Korruption und der Ausdifferenzierung von Partizipation im Willensbildungsprozess.

Wie kann man das CoForum in eine virtuelle Denkfabrik umwandeln, so dass Menschen die unabhängig vom Ort und der Zeitzone in der sie sind, gemeinsam und effektiv Ideen entwicklen und weiterentwickeln können. Durch welche Techniken geht das? Können MindMapping Techniken oder ähnliches eingesetzt werden? Deswegen meine Frage nach Möglichkeiten zur malerischen Gestaltung im CoForum.

thomas:

Genau das ist auch meine Frage. Als Ansatz habe ich da ein experimentelles Vorgehen. Jemand will was machen, man spricht darüber und versucht erste Schritte in diese Richtung. Dabei stellen sich gute Lösungen heraus. Und halt in der Welt gucken, wie andere es machen. Ein wichtiges Werkzeug dafür is eine KonzeptDatenbank. Könntest Du auf MindMapping beschreiben, wie Du dir das Arbeiten damit vorstellst ?

Beispiele

Alles ist offen

uweb:

alle Prozesse sind offen: bei wikipedia kannst Du offen gemoppt und gesperrt werden. In Prozessabläufen entweicht immerirgendwas. Hunderttausenden von Vögelviechern wird offener Prozess gemacht, wie bei BSE den Kühen. DA siehtman, wie´s denen geht, wo die Prozesse offen sind. Auch was ich nicht habe, das wird mit allen geteilt auch ohne Wikibank. Wie arbeitsteilig offen Prozetere sich heraushalten und dochoffen einzumengenist eben softeiswarig. Das kennen wir aus der Kristlichten Seefahrt und aus dem ZaristZimmermann sowie Blaugepauster Uboote, dienicht wieder auftauchen.
Wir sind das Grabmal, daß sich wälzt
aufgerichtend und zum Abgrundz fällt´s
den Verborgenheitgläubigen mitfühlbar werden lassen: alles ist durchsichtigschaubar, es kommt nur auf die Richtige Mischung der Sinne an dann.

Gehen Nur mit den Füßen, wiewurzelnd kommt niemand nicht weiter, wie ein Baum. Nur auf der Hand liegend ist, als wäre es nie begriffen. zwichens den Lippen und Zähnen und auch unter der Zunge ist 'sogut, wie in der Haut' wer´s glaubt wird selig und wer nicht selig wird, der hat nicht recht geglaubt. es ließe sich auch wissen undoder redend fühlen. Hätten wir einen Glauben zu verlieren, welcher wäre dieser?

thomas:

Uwe, ich sehe nicht was dein Beitrag mit meinem zu tun hat. Du magst ja skeptisch sein, ob in der Entwicklung, die in freier Software et. stattfindet ein guter Kern ist, aber du brauchst das doch nicht auf alle Seiten zu schmieren. Ich frage mich: Was ist das verbindende, was wie ich finde spürbar ist ? Was verbindet Open Space, Freie Software, WikiPedia , Internet, Web2 etc ?

uwe:

skeptisch bin ich garnicht und der Kern ist gut. Das Verbindende ist der gemeinschaftliche Ausdruck von dem, wie die Menschen so sind. Sie verabreden sich wie etwas gesehen und verstanden werden wird und selbst die Tatsachen in ihren Methoden ist keine Gewähr für Empörung. Die einzelnen Gewerke haben sich schon immer an den (schnitt)Stellen in ihrer Geschäftigkeit zusammengetan und gegeneinander identität verliehen. Der geschichtliche Wechsel, der uns als Kronkurenzkampf vorgegaukelt wird, ist eine erkenntnis-schrittstelle auf der schon immer tretmühlen tradiert wurden. Ich glaube nicht das es nochmal einen rückschritt gäbe, wenn ich nicht wüßte, daß das auch schon geprobt wurde alle kommunikation zu unterbrechen. Wir müssen die Momente nutzen, die da sind. Es gibt kein einzel-ich, welches denkt und erinnert und fühlt. Es gibt nur gemeinschaftskonzepte, die einbilden lassen, daß dies sich so verhält. Sobald die Einzelhaft-ichkeit geglaubt wird, ist der Mensch sein eigenes Schaf (Huhn, SChwein) diese Gruppen verhalten sich miteinander differenziert. Hetzen gegeneinander und können manchmal bei begegnungen nur noch verständnisslos auf den Labtop glotzen. In uns die Verbindung suchen ist eine Möglichkeit, die durch außer uns ermöglichte Trennungen oft aufgewogen wird.

sigi:

(heh, ich habe gerade fast gleichzeitig wie uwe geschrieben . es müsste eigentlich nebeneinander stehen und auch so gelesen werden . mehr als bild) .
uwe meint wohl eher, dass die psyche zu befreien nicht so einfach ist, wie ein wiki hinzustellen oder generell eine technik, wie das internet, theoretisch ist es ja so, dass im internet (und in wikilandia erst recht) niemand gezwungen werden kann, etwas zu tun . und (da gebe ich thomas recht) das ist eben der gewaltige unterschied zum realen leben mit seinen staatlichen und wirtschaftlichen zwängen . aber praktisch wird es doch immer wieder versucht . und es können ja tatsächlich leute gemobbt und ausgeschlossen werden oder seiten gelöscht und strukturen zerstört werden . das eigentum ist in den köpfen . es wird, wie der name schon sagt, mit der person gleichgesetzt . taste mein eigentum an und du tastest mich an . es ist wie eine brille auf der nase, die alles auf den kopf stellt, die man selber nicht sieht, aber durch die man alles sieht . die psyche passt sich der brille an und nach einiger zeit merkt man nichts mehr davon, dass alles auf dem kopf steht . aber es geht auch umgekehrt . die tatsache, dass wir alle hier (freiwillig) schreiben besagt doch, dass es eben nicht hoffnungslos ist . sonst würden wir eben nichts mehr schreiben (wie ja auch kein vernünftiger mensch mehr wählen geht, weil es eh nichts ändert (gemäß uwes standpunkt und in dem fall würde ich ihm dann recht geben)) .

thomas:

Uwe, dann schreib doch bitte so, dass ich verstehen kann, was zu diesem Thema hier auf der Seite zu sagen ist. Das die Idee des Individuums eine schwierige und unbewußte ist, teile ich. Aber was hat das hier mit der Seite zu tun ?

uwe:

Eigentlich müßte ich Dich erst fragen: "was benennenst Du mit Deinen Begriffen?" ich hoffe immer das dies sich mit der Zeit sowieso erklärt. Das "sich auf jenes beziehende" kann sich jeden Moment anderes definieren oder auch Anteile über viele Leben als selbstindikator mitsichttragend erinnern. (Das Gebiß des Dalai Lama z. B., ein "Zepter", der Ring des nahthan) in den Geschichten wird die offenheit und offensichtlichkeit der prozesse auch überliefert. Das "neue schnelle internett" ist dafür nur ein metaphorisierender Ausdruck, die Bedürfnisse in der Geschwindigkeit zu befriedigen in der sie jeweils prozessiert werden, geschleust, entstapelt. Hier könnte ich das Bardo Thosgröl parallel verlinken, wo diese als SynapsenProzesse dokumentiert sind, selbst für ein Jenseits von Wahrnehmern. Die Zusammenhänge von micro-, macro- und markierten Vorgängen sind eben auch quantenmechanisch denkbar. Was wäre 'mechanisch' und 'automatisch' oder 'internett', hätten sich nicht äußerlich sichbare (auch offene)Prozesse mitteilen lassen, um dann für unscheinbare Ebenen als Indikator verwendet worden zu sein. Idee Gebärde Ausdruck Sprache Schrift haben ihren Sinn und Bedeutung erfahren

Phil:

-.-

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The structures that organizations typically use for decision-making are closed: individuals are unaccountable, abuses of power are hard to prevent and knowledge is hoarded. The goal of this project is to explain how to set up and maintain transparent, accountable and truly participative communities. The desire for open organizations stems from a widespread dissatisfaction not only with the formal power structures found in governments and corporations, but also with the informal structures found in many voluntary and activist groups. Informal structures are sometimes created intentionally, but more often they appear 'by default'; since they are hidden, and often personal, they are very difficult to challenge, or even to identify and discuss. This is one of the major causes of conflict in activist and volunteer groups. It often takes up a lot of time and energy at the expense of the ideals pursued and projects undertaken, and has a demoralising effect on individual groups and on the movements they are involved in. Open Organizations is one of many initiatives that attempt to propose solutions to this problem. It is focused on elaborating a concrete framework for action.

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