Offene Häuser

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Wann ist ein Haus ein offenes Haus ?

Stefan:

Wenn (fremde) Menschen eingeladen & willkommen sind, sie sich frei bewegen und die Möglichkeiten nutzen können, und vielleicht sogar eine gewisse Transparenz vorfinden. Ein Stück weit das private öffentlich machen.

Ich würde es vom Konzept OffenerRaum insofern abgrenzen, dass es feste Bewohner/Verantwortliche gibt, die sich klar fürs Haus/Gelände zuständig fühlen , andere aber daran teilhaben lassen.

Die Begegnung der Bewohner und der Besucher ist freie Kooperation: nichts muss, alles kann. Die Sicherheit, im Konfliktfall doch aufs Hausrecht zurückzugreifen oder Dinge nicht zu dulden, motiviert vielleicht Menschen, ihr Haus zu öffnen.

CouchSurfing und HospitalityClub sind geeignete Plattformen dafür. --SteRa

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Montag, 2. Februar 2009

Die Wasserburg Ollendorf liegt zwischen Erfurt, der thüringischen Landeshauptstadt, und Weimar, der euro¬päischen Kulturhauptstadt des Jahres 1999. Einst war der Ort eine wichtige Siedlung an der Via Regia, einer der bedeutendsten mittelalterlichen Handelsstraßen, die West¬europa über Thüringen und Sachsen mit Osteuropa verband. Die Wasserburg am Ortsrand diente als Geleitburg. Nach ihrer Zerstörung durch einen Brand entstand Ende des 17. Jahr¬hunderts das Herrenhaus, ein schlichter Bau des ländlichen Barock. Ergänzt durch Speicher- und Scheunen¬gebäude, diente die Anlage seit dem Niedergang der Via Regia im 19. Jahr¬hundert vorwiegend landwirtschaftlichen Zwecken, danach stand sie jahr¬zehntelang leer und verfiel zusehends. 1998 wurde die Wasserburg vom Arbeitskreis Denkmalpflege übernommen und seit 1999 gemeinsam mit dem Netzwerk Offene Häuser betrieben. Im Umfeld von Weimar und Erfurt entwickelt sich die Wasserburg Ollendorf allsommerlich zu einem kreativen, kunstsinnigen und offenen Ort, der von jungen Menschen aus aller Welt instandgesetzt und belebt wird. Im Sinne ihrer alten Funktion als Herberge soll die Burg wieder ein Ort des Kommens und Gehens werden, ein Ort, an dem sich verschiedene Kulturen vermischen und zu einer Art neuzeitlicher Karawanserei einladen.

Burg Lohra, inmitten eines Landschaftsschutzgebietes in Nordthüringen gelegen, wird seit mehreren Jahren vom Netzwerk Offene Häuser instandgesetzt. Die Burg war bereits über viele Jahre ein solches Offenes Haus und lädt auch in diesem Jahr wieder Vorüberkommende zum Bleiben ein. Sie ist eine der größten Burganlagen Thüringens, ihre Geschichte reicht bis ins erste Jahrtausend zurück. Ihre Blüte erlebte die Burg im Hochmittelalter, als sie von den Grafen zu Lare zu einer pfalzartigen Anlage umgebaut wurde. Das kunstgeschichtlich wertvollste Zeugnis stellt die dem 12. Jahrhundert entstammende romanische Doppelkapelle dar, eines der wenigen erhaltenen Bauzeugnisse dieses seltenen mittelalterlichen Kirchentyps.

Montag, 17. Juli 2006

Uli_Frank:

Dieses Haus ist für mich keine Ware, kein ökonomischer Wertgegenstand. Vielmehr ist es Bestandteil meines Lebens, gehört zu mir wie meine dritte Haut. Ich habe es selber so gestaltet, wie es heute ist, und es hat umgekehrt auch mein Leben beeinflusst. 1973 kaufte ich die ehemalige Dorfkneipe als Ruine, die abgerissen werden sollte, und baute sie mit Hilfe vieler freundlicher Menschen wieder auf. Es sollte ein Freiraum werden, ein Ort, um unter Freunden leben zu können. Das Haus hat viel Platz, man kann gut darin wohnen, sich treffen, zusammen feiern, diskutieren, arbeiten, aber man kann es nicht mieten oder kaufen. Immer schon hat mich der Satz gestört: " alles hat seinen Preis". Und dieses Haus sollte möglichst weitgehend von dieser Logik freigehalten werden, möglichst wenig mit Geld und Geschäften zu tun haben. Es ist offen für Querdenker, Nomaden, interessante und interessierte Menschen.

Dienstag, 22. Mrz 2005

Eschenquell ist ein offenes Haus. Ein Treffpunkt für Menschen, die am Aufbau einer neuen, lebensbejahenden Kultur arbeiten wollen.