Haus KB5 in Kirchbach

Version 26, 62.116.104.91 am 11.8.2006 12:31
Daten
web: http://kb5.at/content/e14/e97/index_ger.html

Ein New-Work-Projekt in Kirchbach, Steiermark (ca. 20 km südöstlich von Graz).

FranzNahrada:

ich würde eher sagen, ein Projekt mit sehr großen Sympathien für NewWork. Nicht mehr und nicht weniger.

Thomas:

Die Website ist gruselig "bizy", mir fällt es schwer, da was alternatives zu sehen ...

JohSt:

hm, ich muß Dir leider zustimmen. Das hängt wohl mit der "Förderungsfähigkeit" zusammen, die Global Village Befürworter immer wieder einfordern. Wenn der Preis dafür allerdings solcher Byzantinismus ist, dann kann das dazu führen, daß man sich selbst nicht mehr wiedererkennt. Geschweige denn, daß andere einen erkennen.

christian:

Stimme auch zu! Es gibt da ein Zitat, das für sich spricht:

Der Mensch steht im Mittelpunkt von KB5: "Letzten Endes kann man alle wirtschaftlichen Vorgänge auf drei Worte reduzieren: Menschen, Produkte, Profite. Der Mensch steht an erster Stelle. Wenn man kein gutes Team hat, kann man mit den beiden anderen nichts anfangen." (Lee Iacocca)

Das B in KB5 steht für Bildung, Business, Begegnung, ...

Nach alternativen Lebens- und Wirtschaftsformen klingt das nicht, eher danach, mit neuen Technologien in alten Strukturen Profit zu machen. Der kulturbürokratische Sprachgebrauch klingt nach Werbung, die "Innovation" und "Zukunftsvisionen" suggerieren will.

Thomas:

Ich kenne vom Erzählen her eine andere Seite, nicht von eigener Anschauung. Ich will nicht von der Fassade auf den Inhalt schließen, wundere mich aber schon (über die Fassade).

sigi:

"Förderungsfähigkeit" ist wohl der springende punkt . was wir brauchen, ist eine eigene finanzierungsmöglichkeit . http://www.communitywiki.org/de/CommunityWikiBank sollte da genau der richtige ansatz sein .

Thomas:

Na, da sehe ich leider keine nahe Möglichkeit der Finanzierung. CommunityWikiBank stellt doch nur ein wenig dessen zur Verfügung, was die Teilnehmer selbst haben. Eine große Menge von Menschen, die sich selbst Zunkunfts-Experimente leisten wollen, sehe ich bisher nicht. Wo siehst Du, sigi, das Potential von CommunityWikiBank ?

sigi:

auf die gefahr hin, mich jetzt zu wiederholen (redundanz): jedes konto, das eingerichtet wird, ist ein zusätzliches zahlungsmittel, solange bis das konto wieder aufgelöst wird . würden wir also unser sämtliches geld, über das wir frei verfügen, dazu benutzen, um ein konto bei der cwb einzurichten und dann dafür sorgen, dass diese konten nicht mehr aufgelöst werden, sondern als zusätzliches zahlungsmittel dienen, dann hätten wir unser geld verdoppelt, denn das bargeld, was wir der cwb gegeben haben, gehört uns ja immer noch (vielleicht mit dem unterschied, dass wir dann gemeinsam darüber bestimmen (was natürlich wieder dazu führen kann, dass einzelne über einzelne beträge bestimmen)) .

Helmut:

Ich glaube, ich hab' schon woanders geschrieben, dass Kirchbach mit NewWork nicht viel zu tun hat. Trotzdem hält sich das "Gerücht" hartnäckig. Man kann natürlich sagen, dass NewWork überall dort stattfindet, wo Leute das tun, was ihnen Spaß macht - dann gibt's im KB5 auch NewWork, aber das ist ziemlich weit herbeigeholt. Kirchbach ist (imho) die erste ganz konkrete Implementierung des GlobalVillage-Konzeptes. Formal handelt es sich um eine Art privat finanziertes Gründer- und Seminarzentrum, in dem vor allem Firmen und zwei Vereine (GIVE und der Verein KB5)sitzen, die einen Bezug zu Linux und OpenSource haben. Daraus wurde auch das Themen-Label "OpenSource village" abgeleitet. Das Projekt-Team besteht aus ortsansässigen, gemischten Leuten, die durchaus eine gesunde Mischung aus Innovationsbereitschaft, Offenheit für alternative Ideen wie OpenSource und GlobalVillage, aber auch kommerziellem Sachverstand haben. Das brauchen sie auch, sonst wären sie schon pleite gegangen. Die Website finde ich auch nicht gut, weil zu inhaltsleer und zu viel "business-blah". Aber das ist halt das alte form-over-content problem, das man auch in völlig business-fernen Bereichen findet.

Hilfreich ist, weniger Fehler zu kritisieren, sondern aus den vorhandenen Erfolgen zu lernen und durch Kooperationen und Interesse die alternativen Ideen zu stärken. Das heißt z. B. Kontakt zu den Leuten zu suchen, sie kennen zu lernen, die Bedeutung des Projektes als Modell herausarbeiten, Möglichkeiten der Zusammenarbeit zu prüfen.

Derzeit müht man sich z. B. mit dem Aufbau einer LinuxAkademie. Wer kann dazu beizutragen?

Dann gibt es die Daueraufgabe der Veranstaltung dezentraler Events, die in Partnerdörfer übertragen werden sollen. Wer kann mithelfen, dass man von langweiligen, teuren und limitierten Standard-Videokonferenz-Komponenten wegkommt (Projekt VideoBridge).

usw. usf. FranzSteinwender, HansjörgMatzer, RupertPaier, PeterMayer sind Ansprechpartner vor Ort (Kontaktdaten müssen auf der KB5-Website sein). Im Bedarfsfall können FranzNahrada oder HelmutLeitner auch einspringen, um Kontakte zu knüpfen.

Neue Seiten im Kontext

Donnerstag, 3. August 2006

Diskussion ob und wo Keime von New-Work und New-Culture zu finden sind. / zu KB5