Aufklärung der Massen

Version 5, 88.72.206.48 am 14.8.2006 17:31
T:

Wir sollten so argumentieren: Ihr Minderbesitzende seid die Mehrheit. Ihr generiert, ob ihr wollt oder nicht, die Machtverhältnisse. Gleichzeitig richtet ihr euch so ein, dass ihr automatisch in einer Tretmühle landet.

Diskutieren kann man natürlich, ob es überhaupt wahrscheinlich ist, auf dem "aufklärerischen Weg" bei der Masse weiterzukommen. Wenn man aber in dieser Richtung experimentieren will, muss man eine für diese "erreichbare gedankliche Position" entwerfen. Diese kann nicht allzu weit weg sein von der bisherigen.

B:

Die "Aufklärung der Massen" ist eine extrem arrogante Position. Was weiss ich schon, was die nicht wissen? Ausserdem ist es sehr idealistisch. P.Kafka ist in meinen Augen kein grosser Vereiniger von Materie und Geist (wie Spinoza) sondern ein lupenreiner Idealist. Er sagt, dass wir nur alle die richtigen, wahren, guten Gedanken haben müssen, damit die Welt besser wird. Das funktioniert aber leider nicht. Mein Lieblingsbeispiel ist immer eine Studie in der festgestellt wurde, dass die Leute mit dem größten Umweltbewußtsein die größten Umweltverschmutzer sind.

Die Masse ist nicht der Weg. Die Elite oder meinetwegen auch Avantgarde ist es auch nicht. Aber die Multitude :-)

T:

Ist dies aber nicht ein Programm zur Masse zu kommen , zumindest solange wir wählen dürfen ... ? Allerdings wird das Augenmerk darauf gerichtet, es gerade nicht über eine Massenbewegung (zB Partei) zu erreichen, sondern eher durch die kurzfristige Assoziation. Insofern passt diese Vorstellung zum Thema der Bindungsenergie.

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Freitag, 18. Januar 2002

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