Summerhill

Version 19, toka am 14.2.2009 23:47
Daten
web: http://www.summerhillschool.co.uk/ englischsprachige Schulseite

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Summerhill is first and foremost a place where children can be free.


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jetzt ist das Kilquanity-Buch erhältlich. Es stellt eines der wenigen Projekte vor, die wirklich dem spirit von Summerhill entsprechen, und unter anderem die Free-School-Bewegung in Japan sehr stark beeinflusst haben.

Kurzbeschreibung unter: http://www.statttheater.de

Bestellung möglich unter mailto:muenz@foni.net


"Introduction to Summerhill"

Summerhill School ist eine progressive, koedukative Wohnschule, gegründet durch A. S. Neill 1921. In seinen eigenen Worten ist es eine "freie Schule", obwohl das - leider - nicht bedeutet, dass das auch finanziell gilt. Die Freiheit bezog Neill auf die persönliche Freiheit der Kinder beim Heranwachsen. Summerhill ist in erster Linie ein Platz, an dem Kinder entdecken können wer sie sind und in der Sicherheit einer selbstregierten demokratischen Gemeinschaft herausfinden, wo ihre Interessen liegen.

Es gibt zwei Eigenschaften der Schule, die Leute normalerweise als besonders ungewöhnlich bezeichnen. Die erste ist, dass alle Lektionen wahlweise freigestellt sind. Lehrer und Klassen sind an, im Stundenplan festgelegten, Zeiten vorhanden, aber die Kinder können entscheiden, ob sie hingehen oder nicht. Das gibt ihnen die Freiheit, Entscheidungen über ihr eigenes Leben zu treffen und bedeutet, dass jene Kinder, welche die Lektionen besuchen, motiviert sind zu lernen.

Viele Leute nehmen an, dass Kinder überhaupt nicht zu den Lektionen gehen würden, wenn sie nicht dazu gezwungen würden. In Summerhill ist es selten, dass ein Kind überhaupt keine Lektionen besucht – spätestens dann, wenn der Schock der Freiheit überwunden ist.

Die zweite besonders ungewöhnliche Eigenschaft der Schule ist das Schulmeeting (Vollversammlung), in dem die Gesetze der Schule gemacht oder geändert werden. Diese Gesetze sind die Richtlinien der Schule, beschlossen durch Stimmenmehrheit in der Vollversammlung. Schüler und Personal haben gleiches Stimmrecht.

Diese zwei Eigenschaften sind zentral für die Schule, aber sie beschreiben nicht ihre wesentliche Natur. Es ist unnötig zu sagen, dass Bezeichnungen wie: "die Schule, in der Kinder tun, was sie wollen" am Kern vorbeigehen. Sie unterschlagen, dass Summerhill eine Gemeinschaft ist. Es ist eine Gemeinschaft, in der die meisten der ca. 100 Mitglieder Kinder sind. Unterrichten ist ein Teil der Aktivitäten der Gemeinschaft, aber es ist nicht der wichtigste Teil. Der wichtigste Teil ist, den Raum für ein Klima zu schaffen, in dem die Mitglieder der Gemeinschaft in Harmonie und in persönlicher Freiheit zusammen leben können.

Die Gemeinschaftsatmosphäre an der Schule ist sehr ausgeprägt. Das muss sie auch sein, wenn 100 Leute über die Hälfte des Jahres zusammenleben und dieses Zusammenleben nicht unerträglich sein soll. Die Gemeinschaftsatmosphäre wird bei Summerhill durch die Tatsache gefördert, dass alle Einwohner als gleiche Mitglieder der Gemeinschaft gelten. Alle sind gleichberechtigte Bewohner der Schule - Lehrer, große Kinder wie kleine Kinder - und das spiegelt sich in ihren Interaktionen. Diesen mühelose Umgang unter Gleichgestellten gibt es in einer Hierarchie nicht: freundlich und formlos.

Was die Gleichheit - nicht bloß rhetorisch - real werden lässt, ist das Meeting. Jeder weiß zum Beispiel, dass kein Mitglied des Personals Sanktionen gegen einen Schüler einsetzen kann, die die Schüler nicht auch gegen das Mitglied des Personals haben - und dass ein Lehrer, der eine Klage gegen einen Schüler vorbringt, weder mehr, noch weniger Erfolg damit haben wird als andere Mitglieder der Gemeinschaft. Hier hat jeder den gleichen Status.

"Du kannst die Idee lieben oder hassen. Aber wenn du deine eigenen Kinder hast, Kinder gelehrt hast, oder selbst einmal Kind warst - eines ist sicher: Du wirst Kindheit oder Erziehung niemals mehr in gleicher Weise betrachten" Neill Readhead

Das Resultat ist ein starkes Gefühl der Solidarität mit Summerhill und all seinen verschiedenen Mitgliedern. Und sie sind verschieden: Nicht nur in Bezug auf das Alter: Summerhill ist eine internationale Gemeinschaft. Viele Nationen wie Frankreich, Deutschland, Holland, Israel, die Schweiz, US, Korea und Taiwan sind vertreten; weniger als die Hälfte der Schüler sind aus Großbritannien.

Selbstverständlich ist im Garten ist nicht immer alles rosig. Manchmal benimmt sich ein rebellischer Schüler - normalerweise ein Neuling - so destruktiv wie möglich, bricht so viele von den geschriebenen und ungeschriebenen Gesetzen der Gemeinschaft, wie er oder sie in der Lage ist, und ruft eine allgemeine Verwüstung hervor.

Es ist interessant, dass diese rebellischen Kinder im Allgemeinen die sind, die vor kurzem von einer "herkömmlichen" Schule nach Summerhill gekommen sind. Sie scheinen sich gegen die unfaire und autoritäre Struktur aufzulehnen, von der sie kommen und die sie erlebt haben, als sie dort waren. Dort war Aufstand nicht möglich in Summerhill schon, ergänzt durch paed.com. Offensichtlich können sie destruktiv sein, aber normalerweise gewöhnen sie sich ein und fangen an, die Freiheit von Summerhill in einer konstruktiveren Weise zu genießen.

Ein Besucher, der einige Zeit an der Schule war, schrieb:

"Es mag Tyrannei (Bullying) in Summerhill geben, aber ich habe es nicht gesehen. Es mag sein, dass sich die älteren Schüler gegenüber den jüngeren als Kings aufspielen - Ich habe nicht eine Spur davon gemerkt. Was ich sah, waren 8-jährige die unerwartet auf den Rücken eines 15 jährigen sprangen und trotzdem gutgelaunt herumgetragen wurden. Jüngere Schüler, die durch einen plötzlichen Stoß hinstürzten und von einem älteren in den Arm genommen und getröstet wurden.

Kinder, die in den gewohnten Ecken sitzen, eifrig über aktuelle Dinge sprechend, ohne darauf zu achten, ob ihre Gesprächspartner gleichaltrig sind, oder jünger oder älter bis zum einem Jahr, drei Jahre, oder sechs Jahre... Es wäre verrückt zu sagen, dass sie nicht alle ihre eigenen speziellen Freunde haben, aber ich denke nicht, dass irgendjemand von ihnen spezielle Feinde hat."

http://summerhill.paed.com/phshill/i-shill.htm

Neue Seiten im Kontext

Samstag, 14. Februar 2009

Dieses Buch von A. S. Neill gibt es jetzt komplett im Netz:

The title epitomizes Neill's Summerhillian philosophy. Every child is entitled to freedom; an excess of freedom constitutes license. Freedom deals with the rights of the child; license constitutes trespassing on the rights of others. Neill explains how and where the line is drawn between these two.

Samstag, 19. April 2003

Johannes-Martin Kamp bezeichnet von Kindern selbstverwaltete Einrichtungen als Kinderrepublik: "Es geht um die Aufarbeitung der Erfahrungen mit dem Reformmodell selbstregierter Heime, die auch als Kinder- und Jugendrepubliken bezeichnet, die demokratische Republik, den Staat und die sich selbstregierendes Stadt zum Vorbild haben." (Kinderrepubliken S.9) ... "Mir ist keine Kinderrepublik bekannt, die wegen interner pädagogischer Probleme mit den Jugendlichen geschlossen wurde, oder weil die Selbstregirung nicht funktionierte und fehlschlug. Die Republiken scheitereten nicht an pädagogischen problemen, auch nicht, weil die angeblich unersetzbare geniale Erzieherpersönlichkeit starb, sondern sie scheiterten politisch an veränderten politischen Verhältnisen (Faschismus!) und inszenierten sexuell-politischen Skandalen, sowie organisatorisch, weil sie kein geeignetes ausgebildetes oder befähigtes Personal fanden, oder wirtschaftlich an Geldnot oder Erbschaftsproblemen nach dem Tod des Gründers." (Kinderrepubliken S. 78)

Freitag, 19. Juli 2002

Freitag, 13. Juli 2001

Als Alternativschulen werden oft Schulen bezeichnet, die sich in einigen typischen Merkmalen von Regelschulen unterscheiden. Darunter zählen sehr unterschiedliche pädagogische und philosophische Konzepte, wie zum Beispiel Montessori-Schulen, Waldorf-Schulen und demokratische Schulen.

Einen Überblick über verschiedene Versuche weltweit liefert das Buch Schule im Aufbruch von David Gribble.