Bibliothek der Freien

Version 9, 84.56.169.0 am 24.4.2010 17:23
Daten
adr: Bibliothek der Freien.
Anarchistische Bücherei im Haus der Demokratie
Greifswalder Str. 4, 2. Hof, Raum 1102
10405 Berlin - Prenzlauer Berg
Telefon: 030 / 313 34 33 (werktags 14-16 Uhr)
eMail: diefreien@bibliothekderfreien.de
web: http://www.BibliothekderFreien.de

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Handbibliothek mit mehr als 1000 anarchistischen Büchern und Broschüren sowie 3000 Exemplaren von über 200 aktuellen und verblichenen Zeitschriften des In- und Auslands Information und Ausleihe: freitags 18-20 Uhr und nach Vereinbarung

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Freitag, 30. April 2010, 19.00 Uhr »Escape from Freedom« Revisited Erich Fromms Buch »Die Furcht vor der Freiheit« und seine Relevanz aus heutiger libertärer Sicht Furcht Vor Der Freiheit

In seinem 1941 vor dem Hintergrund von Faschismus und Stalinismus veröffentlichten Werk befasst sich der Psychologe und Sozialphilosoph Erich Fromm (1900-1980) mit den psychologischen Aspekten der Freiheit des modernen Menschen. Seiner Meinung nach hat die Freiheit dem modernen Menschen zwar einerseits Unabhängigkeit und Rationalität ermöglicht, ihn in psychologischer Hinsicht aber andererseits auch isoliert und dabei ängstlich und ohnmächtig gemacht. In dieser Situation sieht Fromm den Menschen vor die Alternative gestellt, entweder der Last seiner Freiheit zu entfliehen und sich aufs neue in Abhängigkeit und Unterwerfung zu begeben oder voranzuschreiten zur vollen Verwirklichung jener positiven Freiheit, die sich auf die Einzigartigkeit und Individualität des Menschen gründet.

In der Veranstaltung wird versucht, einige der zentralen Gedankengänge Fromms zu diesem Thema nachzuzeichnen. Gleichzeitig soll ein Eindruck von seiner methodischen Vorgehensweise vermittelt werden, die gekennzeichnet ist durch die Nutzbarmachung tiefenpsychologischer Überlegungen für die Analyse gesellschaftlicher Entwicklungen. (Vortrag mit Leseproben und anschließender Diskussion)

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Die Hog Farm Kommune Eine hierzulande fast vergessene Keimzelle der Hippie-Subkultur in den USA der 60er Jahre Hog Farm Bus

Nachdem 2009 mit dem vierzigsten Jubiläum von Woodstock dem Ende der Hippie-Ära auch offiziell mit allergrößter Aufmerksamkeit gedacht wurde, wollen wir uns im Jahr 2010 mit einem ihrer Ursprünge beschäftigen.

Die Hog Farm (mit ihrem Spiritus Rector, dem Clown Wavy Gravy), die damals eine der bekanntesten Großkommunen in den USA war, gilt auch als eine der Keimzellen der Hippie-Bewegung. In ihrem Konvoi bunt bemalter, ausrangierter alter Linienbusse fuhren ihre Mitglieder kreuz und quer durchs Land. Dabei verstanden sie diese Touren nicht nur als »Werbekampagne« für ihren alternativen Lebensstil, sondern sahen gleichzeitig darin auch einen spirituell-psychedelischen Trip, bei dem man nicht nur Land und Leute kennenlernte, sondern sich auch selbst fand.

Der Vortrag versucht, diese ausgeflippte Zeit der späten 60er Jahre, in denen der Traum eines von allen Zwängen befreiten Lebens geradezu greifbar nahe erschien, nochmals Revue passieren zu lassen. (Vortrag und Diskussion)

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Freitag, 5. September 2008, 19 Uhr

Anarchismus. Eine Einführung

»Die Gesellschaft kann sich nicht selbst regieren«, behaupten alle Archisten. Wir versuchen die Funktionalität anarchistischer Gesellschaftsentwürfe anhand folgender Themen aufzuzeigen: Anarchismus und Kultur, Parlamentarismuskritik, Gewaltfrage, Organisationstheorie, aktuelle Anwendungen in der Gegenwart. (Kurzreferate und Diskussion)

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Freitag, 13. April 2007, 19.00 Uhr

Subcoma, eine Alternative zum Neoliberalismus

Anhand des Buches "Subcoma" des Schweizer Autors PM wird in Verbindung mit der Ideenwelt des vor kurzem verstorbenen Ökoanarchisten Murray Bookchin eine libertäre Zukunftsvision vorgestellt, eine Erweiterung des libertären Bausteins der Kommune im globalen Rahmen, eine Vernetzung von großen und kleinen Kommunen. Darin enthalten ist die Dreierverbindung Subsistenz - Community - Antipatriarchat und damit ein Gegenentwurf zum heutigen weltweiten Turbo-Kapitalismus und einer lethargischen Linken, die vergessen hat, dass eine Welt zu erobern ist, wenn auch nicht mit den alten Machtstrukturen. (Vortrag und Diskussion) Veranstaltungsort: Bibliothek der Freien.

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6. Juni 2008, Freitag, 19 Uhr

Tönende Freiheit Ein Versuch zum Thema Anarchie und Musik Stummes Lied oder Der indignierte Virtuose

Gibt es eigentlich eine genuin anarchistische Musik? und wenn ja wie hört sie sich an? Oder ist der Anarchismus als antihierarchische, sozialrevolutionäre Idee doch von den streng mathematischen Strukturen der Kunstgattung Musik soweit entfernt, daß eine wirkliche Verschmelzung zwischen beiden Welten unmöglich erscheint? Bleibt somit der Musik auch im Anarchismus wie in allen anderen gesellschaftlichen Systemen, nur eine untergeordnete, gerüstartig - unterstützende Rolle zum Transport ideologisch relevanter Inhalte zugedacht, wie wir sie alle aus den sattsam bekannten Liedern vom spanischem Bürgerkrieg bis zu den Rocksongs der Band »Ton, Steine, Scherben« her kennen? Der Anarchismus war und ist von Anfang an ein großes Versprechen auf Freiheit in allen Bereichen des menschlichen Lebens. Ebenso gibt es in verschiedenen Erscheinungsformen der neueren Musik, Bestrebungen nach Befreiung und Entgrenzung die von der »klassischen Avantgarde« über Free Jazz oder psychedelic Rock bis hin zu Indusdrial und anderen Formen der »konsequenten« Musik reichen.

In wie weit diese musikalischen Undergroundphänomene anarchistisches Potential besitzen, sei es inhaltlich, organisatorisch oder gar musikalisch soll in diesem Vortrag behandelt werden, wobei die oben genannte Frage bis zum Schluß offen bleibt.

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Neue Seiten im Kontext

Samstag, 3. Mrz 2007

Veranstaltung in der Bibliothek der Freien:

Anhand des Buches "Subcoma" des Schweizer Autors PM wird in Verbindung mit der Ideenwelt des vor kurzem verstorbenen Ökoanarchisten Murray Bookchin eine libertäre Zukunftsvision vorgestellt, eine Erweiterung des libertären Bausteins der Kommune im globalen Rahmen, eine Vernetzung von großen und kleinen Kommunen. Darin enthalten ist die Dreierverbindung Subsistenz - Community - Antipatriarchat und damit ein Gegenentwurf zum heutigen weltweiten Turbo-Kapitalismus und einer lethargischen Linken, die vergessen hat, dass eine Welt zu erobern ist, wenn auch nicht mit den alten Machtstrukturen. (Vortrag und Diskussion) (Eintritt frei)

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