Der Wahrheitsanspruch von Wissen

Version 8, 62.206.114.179 am 4.12.2006 16:53
Daten
web: http://www.opentheory.org/kf_wahrheit/text.phtml

Annette Schlemm hat ein neues OpenTheory-Projekt aktiviert!

AS:

Wissenschaft wird manchmal als "Wahrheitssuche" definiert. Es ist auch kaum eine sinnvolle Form von Wissenschaft denkbar, die sich nicht in irgend einem Sinn den Anspruch stellt, wahres Wissen zu erreichen. Der vorliegende Text referiert in kürzester Form einige Debatten dazu und entwickelt eine Position dazu.

Helmut:

Es ist eine brotlose Kunst, nach dem wahren Wesen der Wissenschaft zu fragen. Nicht jeder Wahrheitssuchende wird zum Wissenschaftler. Wissenschaft ihrerseits ist eine pluralistisches gesellschaftliches Phänomen, dass sich nicht auf einen Punkt reduzieren lässt. Geht es um "wahres Wissen"? Oder um "nützliche Wahrheiten"? oder um die "methodische Suche nach Erkenntnissen"? Wer solche Fragen klären will, wird nie Einigkeit erzielen, sondert endet in Phänomenologie oder der Beliebigkeit der Konversation oder Definition. Wikipedia gibt brauchbare Einführungen zu Stichworten wie Wissenschaft, Wissen, Wahrheit oder Realität.

uwe:

Was wir beim "Wissen" vermissen und stolz die Fahnen hissen: der wahre Wissenschaftler heult in sein Kissen. Wahrheit ist alles, worauf unsere Aufmerksamkeit gelenkt sein kann. Falsch(heit) ist besser ohne Aufmerksamkeit. Bisher befand sich die eurozentrische Wissenschaft auf dem Weg der pervertierenden Gefühllosigkeit und Glaubensmonopolisten. Mit der (Körper)Chemie und aus der Physik kehren Gefühl und Glauben wieder zurück. Mitreden dürfen erst wenige, die ihren Dopaminspiegel auch kennen. Aber schon kleine Selbsthilfegruppen aus der Diabetik oder Dialyse oder Gespräche im Allergologen Vorzimmer, lassen die Wahrzeichen sichtbar werden: kein Anderer weiß davon einem die Wahrheit weiß zu machen, als der Eine, der (selbst) sich vor den Irrtümern der Anderen bewahren kann.