Babel - Filmrezension

Version 4, toka am 4.3.2007 08:47

Gebabel

Nach dem ich neulich in Rostock vom Staatsschutz gefilmt wurde, hatte ich noch etwas Zeit für ZarNekla - ferne Kultur und sah mir selbst einen Film an. Made in USA: Babel.
Marokko: Bei trans later.us rückübersetzt kam "Kanakko" raus. Während des Films auch. Ein Haufen unberechenbarer Elendsfiguren, der zu blöd und faul ist, das Land aufzuforsten und für sauberes Eis zu sorgen. Kriegen nicht mal Waffen allein hin. Müssen erst aus Nippon im Tausch gegen Hirschbeutel eingeflogen werden. Aber es war eine Winchester wie selbstverständlich erwähnenswert, made in usa. Dafür fließt diesen muchtigen Gestalten der Rotz ungebremst aus der Nase, fressen tun sie aus einem Trog, wie Vieh auch der große Rest des Verhaltens dieser inzüchtigen Wixer. Mehr als eins auf die Schnauze verdienen die verlogenen Muselmanen gar nicht. Führen sie uns ja selbst vor. Da sollte man durchaus Canabis legalisieren, hängen eh nur rum, statt auf Arzt zu studieren und ihre Jeeps selbst zu bauen, glotzen den ganzen Tag den Zicken auf die Punz oder Fußball im TV. Das ganze Land ein Haufen von Terror. Obwohl sie fast immer daneben schießen. Nehmen keine Tramper mit, vergeben die 112 einfach nicht, wissen ihre PLZ nicht, verkaufen den Touris nix, keinen Diesel, keine feuchten Lappen, keine Kalaschnikows, daß die ihre Dinge mal schneller geregelt kriegen. Und hören trotzdem nicht auf zu beten. Sitzen rum und rühren sich nur auf Befehlseingabe+Enter.
Na, warum beantwortet der Film wohl die Frage der noch unangeschossenen weißen Lady "Was wollen wir hier?"? Und wie!
Kein Wunder jedenfalls, daß der Hubschrauber in dem Kaff einen Landeplatz findet. Und – wattn Zufall – paar Meter Film für die Stars&Stripes auf dem Ärmel des Piloten und paar Meter für den Schriftzug "Marines" aufm Helikopter. Gott sei Dank!
Vereinigte Staaten: Bei trans later.us rückübersetzt kam "Du neidest die Sitten" heraus. Heile Welt. Erstrebenswert. Überall auf der Welt. Die einzigen Menschen weit und breit (hier natürlich rank und schlank! Und blond.), die zu wahrer Liebe fähig sind. Die Helden sind. Die wissen, was sich wo gehört. Die eine Botschaft haben. Die große, tiefe, feine Gefühle haben. Die gerettet gehören. Die wissen, wo es lang geht. Die wissen, wie man eine Show abzieht. Die keine Untertitel brauchen. Die einzigen Träger des Kulturguts "Händchenhalten". Die so zartbesaitet und verschämt sind. Das Pinkeln ist da schon mal die einzig animalische Ausnahme. Die einfach wissen, daß alle Menschen so sind wie sie. Oder so sein sollten. Aber doch nicht sind. Verflixt. Und auch in der Nachwuxfrage die Führernaturen: diese Kinder zeigen noch die Gefühle wo und wie man sie haben sollte. Gesittete Freude, angemessenes Weinen, zurückhaltender Abscheu. Und Vertrauen wird bei Ihresgleichen berechtigt.
Mexiko: Bei trans later.us rückübersetzt kam "Mixalkohol" raus. Dieses unzuverlässige Gesocks. Nur feiern und rote Tücher im Kopp, daß man da 16 Jahre lang vergißt, sich den Wahlberechtigungsschein abzuholen, ist unbedingt schlüssig. Liebe erreicht bei diesen sommersprossenlosen Halbindianern ihr Einundalles im Rumknutschen und Arschabtasten. Besoffen oder unter Drogen Auto fahren, Beamte anschreien, Kinder in die Wüste schicken, ohne sich um das ökologische Gleichgewicht dort zu scheren, häßliche Frauen heiraten. Und noch irgendwie im steinzeitlichen Blutrausch: statt Chickenburger von der Tanke zu holen, drehen die Hühnern den Hals um! Entsetzlich. Wo gibt’s denn so was? Schrill, lärmend, chaotisch so wie so. Die einzigen Ordnungshüter weltweit walten wiederum jenseits des Zauns.
Japan: Bei trans later.us rückübersetzt kam "steifer Nippel"/"Wie die Karnickel" raus. Dieses Gewimmel! Nichts kann die aufhalten, sich noch weiter zu vermehren. Die Balkongeländer sind einfach zu hoch und die Muschis zu präsent. Auch die kriegen trotz des Nachäffens einfach keine Kultur hin oder rein. Zu wirklicher Nähe unfähig. Für wirkliches Vertrauen zu falsch. Für die Liebe zu steif. Für große Gefühle einfach zu selten da.
Unter der Oberfläche ein dekadenter, verrohter, tierische Lust liebender mode- und drogenabhängiger Ameisenhaufen. Und das Immerschlimmer wächst unaufhörlich nach... Rettungslos. Selbst die amerikanische Musik wirkt in diesem Umfeld entartet. Immerhin wird sie noch gespielt...
~
Ein schrecklicher, rassistisch durchgefärbter, unheimlich manipulierender Film. Ätzend. Krieg gegen Köpfe. Aber wozu noch?
Alle Wege: Babel ist ein netter Ort in San Antonio, TX, USA.

Roland, ZarNekla

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Samstag, 25. Januar 2003

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