GegenwartsWerkstatt

Version 8, 88.67.33.191 am 27.9.2007 23:50

Gegenwartswerkstätten

Sind Umweltbildungsveranstaltungen des I.G.E.L. e.V. in ZarNekla

Die erste war vom 23. – 25. März 2007.

Die zweite Gegenwartswerkstatt war vom 6. bis 8. Juli 2007 im Kombinat Gatschow

Inhalt in etwa: (nicht mehr aktuell, überarbeiteter Inhalt siehe Kombinat Gatschow)


Die Gegenwart neuer Wege angesichts von Leerstand, Schrumpfung, Fremdbestimmung in begradigter, rasierter Landschaft. Die Gegenwart neuer Wege, denn ins Haus stehen der Zusammenbruch des Rohstoffnachschubs für eine Highend-Industrie, ein verheerender Klimakollaps, G8-Repressionen und Totalüberwachung, Bau von Ferkel-Fabriken, Müllimporte - seien es Klärschlamm aus Bayern oder Atommüll für Lubmin, Ausweitung von gentechnikverseuchten Flächen, Alleensterben, Abriß und Wegschmiß, und so harmlose Dinge wie Rügen autogünstig betonieren oder ländlicher Wegebau für eine glatte, schwarzgedeckte, atemberaubende neue Welt. Usw. usf. im demokratischen Selbstverständnis: kein Mensch ist und wird hier gefragt.

In was für einem Land(strich) wollen wir leben?
Wie können wir die Gestaltungsräume stetig ausweiten, besetzen?
Welche Netzwerke sind sinnvoll?
Welche autarken, autonomen Strukturen sollten entstehen?
Was machen wir mit dem Leerstand?
Welche Wege führen zu einer regionalen Ökologie, mit ihren Ressourcen, Kreisläufen und eingebundenen Menschen, die das natürliche Reproduktionsvermögen nicht überlastet bzw. wiederherstellt?
Wir nutzen die Methode der Zukunftswerkstatt nach Robert Jungk, um zu passenden Antworten zu kommen. Oder neue Fragen zu finden.

Netzwerker, Multiplikatoren, Querdenker und –lebende, Aus- und Einsteiger – meldet euch an!
Die Gegenwart der Nicht-Ausweglosen, der Leute, die bewußt fürs Hierbleiben entschieden sind. Nicht deswegen, weil sie nicht wegkönnen oder woanders keine Alternativen sehen, sondern weil sie diese genau hier finden: im leeren Land mit seinen Möglichkeiten für ein freies und selbstbestimmtes Leben. Menschen, die im nächsten dänischen Bettenlager oder Aldi-Markt keinen Fortschritt ausmachen, sondern nur weitere Auswüchse des kapitalistischen Wahnsinns.

Die Teilnehmer nehmen neben Impulsen für eine basisdemokratische "Subpolitik", für Vernetzung, für autarke Lebensgestaltung auch die Erfahrung von bewährten Methoden für den Umgang mit Konflikten, für eine gewaltfreie Kommunikation und für die Bewußtmachung von Handlungsspielräumen für eine lebenswerte Umwelt mit nach Hause.

Das Ende der Werkstatt werden wir festlich begehen, mit fiktiven Reden des Demminer Kommunerats, einem Impro-Theater zur Eröffnung des ersten Tausch- und Selbsthilfeladens der Region, einem Feuer zur Tag- und Nachtgleiche oder Spiel und Tanz.

Methode der Zukunftswerkstatt


Kosten: 40,- € incl. UK und Bio-Vollverpflegung
Ort und Kontakt: I.G.E.L. e.V.
Je nach Anzahl der Teilnehmer verlagern wir eventuell den Veranstaltungsort, bleiben aber in der Nähe Demmins.
Anreise: Bahnhof Rakow (RE 5), F 194 (Loitz)
Mitzubringen: Schlafsack, Schreibzeug, warme Kleidung.

Es leben Myzelien und Rhizome!