Freie Software

Version 65, toka am 20.11.2010 07:57

Freie Software ist ein Sammelbegriff für Software, die unter einer Lizenz veröffentlicht wird, die einige oder alle der folgenden Kriterien erfüllt:

Freie Software, die man ohne Zwang zur Gegenleistung frei verwenden, studieren, verbreiten und verbessern darf, ist aus der heutigen Welt nicht mehr wegzudenken.

Ohne sie gäbe es das Internet nicht. Freie Software unterscheidet sich von der weit verbreiteten proprietären dadurch, daß sie einmal veröffentlicht allen gehört. Niemand muß also Lizenzgebühren abdrücken, um sie benutzen, studieren, weitergeben oder verbessern zu dürfen. Und noch etwas: Viele Entwickler schreiben Freie Software ohne sich dafür bezahlen zu lassen, einfach weil sie persönlich ihre Freude daran haben. Dieses Prinzip müßte in Begriffen wie Angebot, Nachfrage und Gewinn denkende Menschen erschaudern lassen. Die Freiheit der Software wird durch spezielle Lizenzen ermöglicht; siehe dazu CopyLeft. Die prominenteste Lizenz für freie Software ist die GPL, prominente Vertreter freier Software sind GNU / Linux .

FreieSoftware und OpenSource zuzüglich VerwertungsVerbot. Siehe GratisWare. (Stimmt wohl so nicht, siehe unten. --ToKa)

Im ProjektOekonux denken Menschen über die gesellschaftliche Relevanz von freier Software nach.

Texte und weitere Informationen:

Diskussion

FreieSoftware bedeutet, dass die Software frei ist. Nicht dass der Benutzer dieser Software in den Genuss maximaler Freiheit kommt. Die GPL schränkt ihn nämlich ein, wenn er aus dieser Software etwas bauen will, dass er verkaufen möchte (DieBrötchenfrage). Zum Beispiel im Rahmen einer Dienstleistung. Möchte der Kunde des Entwicklers, dass die für ihn erstellte Software nicht gleich seiner Konkurrenz zum kostenlosen Download angeboten werden muss, bleibt dem Entwickler nur etwas selbst zu stricken oder andere Komponenten zu verwenden. Wesentlich mehr Freiheit hat ein Entwickler bei der Apache, Mozilla, oder LGPL Lizenz. Also: Freiheit für Software statt für Menschen. --BitteUnterschreiben

FreieSoftware zu Dienstleistungszwecken zu benutzen ist zumindest durch die GPL nicht verboten. Du unterstellst, daß die Zwangslogig der Warenbeziehung Freiheit bedeutet. Freiheit ist ein schwieriges Wort. Macht Dich die Möglichkeit, andere zwingen zu können, frei ? Nicht freie Lizenzenzen erzeugen Zwang durch künstliche Knappheit . Sie geben Dir eine ähnliche Freiheit, wie die Benutzung einer Waffe. --ThomasKalka

Freiheit bedeutet für mich, dass ich mich gut oder schlecht verhalten kann, absichlich, oder nach bestem Wissen und Gewissen. Das schließt auch die Möglichkeit ein, andere zwingen zu können. Freiheit bedeutet für mich nicht, dass ich mich gut oder wie von jemand anders vorgedacht verhalten muss. --BitteUnterschreiben

Gut oder schlecht ist schon wieder eine schwierige Frage (Moral). Freiheit an sich gibt es nicht. Zu sagen "ich bin frei" ist immer ein in Beziehung setzen. Um Freiheit in Beziehungen zu Menschen zu beurteilen, ist es notwendig das gesamte Beziehungsgeflecht anzuschauen, siehe zum Beispiel "FreieKooperation". Die Möglichkeit, andere zwingen zu können ist Macht . Ich hätte gerne die Wahl zu einem nicht durch Macht, Gewalt und Zwang strukturiertem Leben. Die GPL erlaubt Dir doch alles, außer das Du das, was ich erstellt habe, gegen mich oder andere verwendest. --ThomasKalka

In den Vergleichen der freien Lizenz-Modell wird die GPL stets als jene bezeichnet, die am "freiesten" wäre? Tatsächlich? Geht die BSD Lizenz nicht weiter, man darf so frei sein, Software die unter BSD Lizenz steht kommerziell zu nutzen. --EsEF.

Alles eine Frage der Ethik: Why Free Software is better than Open Source - http://www.gnu.org/philosophy/free-software-for-freedom.html --ToKa

Freie Bücher (OpenContent) über FreieSoftware:

Links


Ich bin mir mitlerweile wieder unklar: FreieSoftware unterscheidet sich von OpenSource wohl gar nicht. Es gibt FreieSoftware mit KooperationsZwang und ohne (zum Beispiel die GPL und LGPL). OpenSource ist ein MarketingBegriff, der erfunden wurde, um den Einsatz von FreieSoftware für kommerzielle Zwecke zu bewerben (soeben im LinuxWiki gelesen).

Neue Seiten im Kontext

Freitag, 23. Februar 2007

Das Open Source Jahrbuch Projekt

Wo am Anfang eine Vision war, stehen heute drei Ausgaben des Open Source Jahrbuchs. In den nun schon bald vier Jahren seiner Existenz ist das Jahrbuch zu einer Standardreferenz im deutschsprachigen Raum gewachsen.
Herausgegeben wird das Jahrbuch am Fachbereich Informatik & Gesellschaft der Technischen Universität Berlin. Ein jährlich wechselndes, studentisches Team übernimmt dabei sämtliche anfallenden redaktionellen Aufgaben, von der Auswahl und fachlichen Betreuung der Autoren, Erarbeitung von Themenfeldern und Buchstruktur, über sämtliche Arbeiten der Druckvorstufe bis hin zu Marketing, Vertrieb und Geschäftsentwicklung.
Seit September 2006 stehen die Arbeiten des Projektes unter dem Dach des neu gegründeten Fördervereins Open Source Jahrbuch e.V.
Wenn Sie Interesse haben als Autor an diesem Projekt mitzuwirken, sehen Sie sich gerne auch in unserem Autorenbereich um.

Selbstbeschreibung

Donnerstag, 14. September 2006

Weiterführung der Meta-Diskussion

Freitag, 9. Juni 2006

Eine Distribution ist eine Zusammenstellung von Software, die als Komplettpaket weitergegeben wird.

Donnerstag, 8. Juni 2006

Mittwoch, 12. April 2006

Offene Prozesse sind welche, die der Öffentlichkeit beliebig zugänglich sind. Diskussion, was damit gemeint sein könnte. Wie sehen Werkzeuge dafür aus ?

Samstag, 11. Mrz 2006

Wir müssen den Blick nach innen richten. Wir müssen aufhören mit dem Finger auf die bösen Anderen zu deuten. Jeder einzelne von uns muß sein Denken überdenken. Denn die Mächtigen haben ihre Macht nicht aus sich selbst heraus. Nein, es sind wir selbst, die wir ihnen die Macht verleihen.

Dienstag, 10. Januar 2006

Viele sehen in der Verwertungslogik ein Grundübel unserer Zeit. Tauschfreiheit ist der Gegenentwurf dazu.

siehe SchenkÖkonomie, Schenker, Freie Software, GPL

Donnerstag, 29. Dezember 2005

Ein gängiges Argumentationsmuster (ich trenne mich von dir ohne dich weiter zu unterstützen) wird schön in Astrid Lindgren's Buch "Karlsson vom Dach" vorgeführt. "Ich mach nicht mehr mit."

Die Seite sammelt Beispiele und Auswege.

Montag, 26. Dezember 2005

Eine Entwicklungsmethode inspiriert durch Heinrich Jacoby und Peter Kafka: Nicht rational Lösungen vorherbestimmen, sondern durch vorsichtige Versuche tastend einen guten Weg erkennen.

Beispiele: Freie Software, Open Space

Samstag, 24. Dezember 2005

Telefoninterview mit Stefan Meretz über FreieSoftware, Wege aus dem Kapitalismus und den gleichnamigen Beitrag im Sammelband Losarbeiten - Arbeitslos.

Dienstag, 2. August 2005

HelmutLeitner:

Ein Begriff aus der Systemtheorie, häufig ein Fehler in systemanalytischem Denken.

das bekannteste beispiel für zentralreduktion ist wohl der verfolgungswahn .

Montag, 25. August 2003

Nutzergemeinschaften nutzen materielle oder immaterielle Dinge gemeinsam ...

Samstag, 23. November 2002

Ich gebe es offen zu: Ich hasse Arbeit. Ich hasse es, mir für fremde Interessen den Arsch aufzureissen, ich hasse es mir sagen zu lassen, was ich zu tun oder zu lassen habe, ich hasse es meine Zeit zu verkaufen, ja ich hasse es mich zu verkaufen, denn nichts anderes bedeutet es für mich zu arbeiten.

Freitag, 22. Februar 2002

Gründe zum Einsatz von Linux, vorgestellt von Benni Baermann.

Mittwoch, 12. Dezember 2001

OpenSource bezeichnet Software und im erweiterten Sinn auch andere Produkte, deren Quelltexte frei zugänglich sind und für eigene Projekte benutzt werden können.

Eine Untermenge von Open-Source-Software ist die Freier Software, die durch KooperationZwang bei Nutzung einen Schutz vor möglicher Privatisierung bietet.

Montag, 15. Oktober 2001

Was ist Form, Keime und Keimform ? Diskussion zur neuen Einleitung / Replik und Definition

Mittwoch, 11. Juli 2001

Künstliche Knappheit ist eine von Menschen hergestellte Verknappung an sich nicht knapper Dinge; zumeist um diese Dinge verwerten zu können.

Sonntag, 6. Mai 2001

Texte wie FreieSoftware entwickeln - das ist die Grundidee von OpenTheory, kurz: OT.

Samstag, 21. April 2001

Das Wort "Prosumer" bezeichnet Menschen in der Eigenschaft gleichzeitig "Gebraucher" als auch "Hersteller" des von ihnen Verwendeten zu sein. Der Begriff "Prosumer" wurde 1980 von Alvin Toffler in dem Buch The third Wave eingeführt.