Freie Uni Hamburg

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Daten
Kontakt: freie-uni(ät)ak-loek.de
Telefon: 040 - 30 90 41 96
web: http://www.ak-loek.de/FreieUni

Ein Projekt des Arbeitskreises Lokale Ökonomie e.V.. Ein Netzwerk zur Unterstützung gemeinsamen Lernens ist entstanden. Dabei haben wir auch Interesse an praktischer Zusammenarbeit über Hamburg hinaus!! Zur Zeit gibt es 5 Lerngruppen mit ca. 40 TeilnehmerInnen.

Freie Uni Hamburg

Wissen können sich die Menschen unentgeltlich weitergeben. Dadurch wird es nicht verbraucht sondern verbreitet. Gerade durch das Internet stehen große Mengen Wissen über Natur und Gesellschaft für alle frei zur Verfügung. Aber in einer Gesellschaft, in der so vieles zu einer Ware geworden ist, wird ständig versucht, auch Wissen zu privatisieren. Studiengebühren wurden eingeführt. An den Universitäten und Schulen wurde das Lernen in den letzten 30 Jahren stärker auf erwartete Leistungen, Prüfungen, Scheine und Noten hin ausgerichtet, die Freiheit von Lernen und Lehren beschränkt. Das Verhältnis zwischen der lehrenden und der lernenden Rolle ist meist einseitig geblieben.

Eine Uni für alle

"Uni" meint hier nicht Fakultäten und selbsternannte akademische "Eliten", sondern anspruchsvolle Bildung für alle - und zwar ohne Geld !! Bildung und Lernen stehen aktuell in hohem Maße unter dem Zwang zur Erwerbsarbeit. Deshalb kann eine freie, gegenseitige Wissensvermittlung, zunächst nur in davon abgekoppelten Freiräumen sinnvoll stattfinden. Dazu möchte die Freie Uni HH einen kleinen Betrag leisten. Sie richtet sich an alle Menschen, besonders auch an diejenigen, die sonst nicht die Gelegenheit hätten, eine Uni zu nutzen. Sie versucht, sich mit dem sonstigen Leben zu verbinden. Die Freie Uni strebt danach, Bildung von der sich weiter verdichtenden Abhängigkeit von Waren und Geld zu lösen.

Es wird in kleinen, selbstorganisierten Gruppen gelernt – in freiwilligen Neigungsgruppen. Hier kann man sich gut kennen lernen. Alle tragen nach ihren Möglichkeiten zu den jeweils selbst gesteckten Bildungszielen bei. Noten, Scheine, Zeugnisse gibt es nicht.

Eine Lerngruppe entsteht, wenn eine Anbieterin / ein Anbieter auftritt und sich Leute finden, das angesagte Thema in selbstbestimmter Weise zu behandeln. Jede (r) kann etwas anbieten oder TeilnehmerIn sein. Die Gruppen können all ihre Lernbedingungen frei gestalten – auch z.B. eine Höchstgrenze der Teilnahme für sich festlegen.

Die Freie Uni HH gestaltet ihren gesamten Ablauf mit möglichst wenig Kosten, um unabhängig vom Warenwert zu bleiben. Das bedeutet, die Lerngruppen treffen sich in den Wohnungen der Beteiligten und überall dort, wo es nichts oder fast nichts kostet und wo sie wollen.

Sich gegenseitig helfen

Die sich weiterbildenden Aktiven können ihr erworbenes Wissen selbstverständlich für ihre Erwerbsarbeit nutzen. Im Rahmen der Freien Uni geben sie sich gegenseitig dieses Wissen umsonst. Sie sind gebeten – wenn sie wollen, dieses Wissen auch weiter einer auf freien, gegenseitigen Hilfen beruhenden Bildung und Produktion zu schenken. Für diese gebündelten gegenseitigen Hilfen hat der Arbeitskreis Lokale Ökonomie e.V. einen pluralistischen, demokratisch weiter gestaltbaren Rahmen geschaffen. In den Räumen des "AK LÖK" können Gruppen unentgeltlich starten oder gegen einen kleinen Mietbeitrag tagen. Die Freie Uni ist jedoch unabhängig davon, d.h. verwaltet und bestimmt sich selbst.

Macht mit! Bietet neue Lernthemen an oder seht in der Liste der Gruppen, ob euch ein Angebot interessiert ! Meldet Euch auch aus anderen Städten, damit die Freie Uni auch dort entstehen kann !!

23. 10. 2016

aktuelle Liste hier: http://www.ak-loek.de/FreieUni/Lerngruppen

Liste von ein paar Lerngruppen der Freien Uni Hamburg

1.) Freies Tanzen:

Es begann am 28. Februar 2011: Wir möchten Freude an der Vielfalt der Musik in Bewegung umsetzen. Ohne Erwartungen wollen wir lustvoll und spielerisch den eigenen Ausdruck immer wieder neu entdecken - jeder für sich und doch im Einklang mit den anderen. Ihr könnt Eure Lieblings - CD mit bringen von Rock/Pop, Oldies, über Folklore, Jazz, Klassik bis Meditationsmusik ... Wer sich hiervon andesprochen fühlt, ist herzlich eingeladen. Wo ? Im Bürgertreff Altona - Nord, Gefionstraße 3, montags 14 Uhr bis 16 Uhr. Kontakt: Ruth, Tel.: 420 60 35

2.) AG Astrophysik - Schwarze Löcher & Co.

Was ist bekannt von den Anfangsgründen des Universums, wie hängen die allerkleinsten Teilchen mit den riesenhaften Erscheinungen des Universums zusammen? Wir "Urknaller" versuchen, uns ein Grundverständnis von Relativitätstheorie und Quantenphysik zu verschaffen und beschäftigen uns mit Sternenentwicklung, Planetensuche, dunklee Materie, dunkler Energie u.a. Weitere Informationen zu dieser Gruppe... Treffen: Wir trafen uns Mittwochs 14-tägig um 19.15 Uhr im Kleinmöbellager, Stresemannstr. 136. Die Gruppe macht gerade Pause. Es lönnen sich aber neue InteressentInnen malden. Kontakt: hilmarkunath(at)posteo.de

3.) Drum-Circle

Der Drum-Circle ist ein für jede(n) offenes Angebot zum Mittrommeln, das seit Januar 2008 stattfindet. Bitte nach Möglichkeit eine eigene Trommel mitbringen. Wir haben aber auch einige zum Benutzen da. Wer Lust hat, kann auch etwas zu essen oder zu trinken für eine fröhliche Nachbesinnung des Trommelns mitbringen. Weitere Informationen zu dieser Gruppe... Treffen: Die Gruppe trifft sich immer am 2. Montag im Monat von 18.00 Uhr bis 20.00 Uhr im Bürgertreff Altona-Nord in der Gefionstraße 3. Bei Interesse einfach vorbeischauen. Kontakt: hilmarkunath(at)web.de

4.) Was leistet Kunst? Kleiner Lehrgang zum Verständnis der modernen Kunst

"Ist das überhaupt Kunst? Warum machen Künstler überhaupt Kunst? Welchen Sinn hat Kunst? Ist Kunst heute noch sinnvoll?" Wir treffen uns entweder für gemeinsame Bildbetrachtungen in der Hamburger Kunsthalle oder für eine vertiefende theoretische Diskussion im Umsonstladen Altona. In diesem kunsthistorischen Lehrgang steht die Frage nach dem Standpunkt und der Perspektive des Künstlers im Vordergrund. Eine ausführliche Einführung in die Thematik... Treffen: Monalich im Umsonstladen, Stresemannstr. 150. Neubeginn war ab Januar 2016. Kontakt: Kunstkooperative b&s, nueskeboehl(at)freenet.de , Webseite: http://www.kunstargumente.de/

5.) Lese, Mitdenk- und Diskussionskreis: Einführung in eine offene, selbstkritische Dialektik

Ein Training in dialektischem Denken ist nicht nur nützlich für das Verständnis von Klassikern wie Hegel oder Marx. Es kann dazu verhelfen, die eigene Lebenssituation zu klären, nämlich sich über Möglichkeiten zu verständigen, dem Fremdbestimmtwerden durch gesellschaftliche, wirtschaftliche und kulturelle Verhältnisse wenigstens ansatzweise so etwas wie Selbstbestimmung entgegen zu setzen. Für diesen Kreis mit dem Philosophen Thomas Collmer werden Vorkenntnisse nicht vorausgesetzt, nur ein ‚gern wissen wollen’ (das ist die Bedeutung des Wortes ‚Philosophie’) in praktischer Absicht: Was ist Dialektik? Die Gruppe setzt ihre Treffen nach einer längeren Sommerpause fort. Sie trifft sich Dienstags abends 14tägig Kontakt: hilmarkunath(at)posteo.de

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Neue Seiten im Kontext

Sonntag, 5. April 2009

Das Umsonstfest ist nicht-kommerzielles und offenes Straßenfest in Hamburg. Es einmal jährlich im Sommer statt und wird veranstaltet vom Arbeitskreis Lokale Ökonomie e.V.

Mittwoch, 11. Juni 2008

Bloß "antikapitalistisch" zu sein, bedeutet noch keine Änderung im wirklichen Alltagsleben ... Wer sich in Hamburg Schritt für Schritt gemeinsam von der Erwerbsarbeit lösen möchte, auch selbstbestimmte Gemeinschaftsarbeit anstrebt, findet HIER erste Tipps und Informationen.

Diese Seite "lebt" von den Menschen, die weitere Infos über selbstbestimmteres Wirtschaften jenseits vom allgemeinen Warenmarkt ergänzen. Jede auch noch so kleine Initiative in diese Richtung ist hier herzlich willkommen. Bitte, selbst eintragen !!

Montag, 11. Dezember 2006

Wir, einige Aktive aus dem Umsonstladen des Arbeitskreis Lokale Ökonomie in Hamburg-Altona, werden im Folgenden einen kritischen Blick auf unsere eigene Praxis werfen. Wenn es uns nicht gelingt, gemeinsam mit den anderen Projekten des Arbeitskreises einen Zusammenhang solidarischen Wirtschaftens jenseits des Marktes aufzubauen, werden wir zu einer karitativen Einrichtung verkommen.

Dienstag, 21. Februar 2006

Das Kleinmöbellager in Hamburg ist seit 2001 das erste Kleinmöbellager in Deutschland. Es hat ca. 60 bis 100 Besucherinnen und Besucher pro Woche und ist mit anderen Projekten der gegenseitigen Hilfe verbunden, unter anderem dem Umsonstladen und der Fahrrad-Selbsthilfe-Werkstatt.

Donnerstag, 14. Oktober 2004

Der erste Umsonstladen.