LandWende

Version 35, 83.176.154.14 am 4.3.2011 11:43
Daten
d: 20.4. und 7.+ 8.Mai 2010

Aktuelles

Wissen
Unsere LandWende-Werkstätten gehen weiter. Auftaktveranstaltung am 20. April während der Tu-Wat-Tage der Antifa in Greifswald. Konkrete Ankündigung weiter unten.
und handeln:
Wir haben 2 ha aufgeforstet:
http://www.wikiwoods.org/doku.php/p ... arnekla:projektseite

Reader des bisherigen Geschehens (7 MB): mailto: i.g.e.l.e.v@t-online.de


LANDWENDE 2.0

Überschuss und Mangelwirtschaft in globalen Zusammenhängen

Auftakt am 20. April im IkuWo Greifswald

GELD stinkt nicht / LandWende 2.0
(die andere Seite des Schweinesystems)

"Lebensmittel werden immer reichlicher hergestellt, und ‚dennoch’ wächst die Lebensmittelknappheit. Genug Nahrungsmittel wären für die Hungernden schon da; das einzige, was ihnen fehlt, ist der ‚Zugang’ - dass damit Geld gemeint ist, ist jedem so klar, dass man es gar nicht explizit aussprechen muss. So zeigt sich, dass Geldverdienen und nicht Versorgung der ausschließliche Zweck der Herstellung von Bedarfsgütern ist; marktwirtschaftliche Armut, Hunger und Elend verdanken sich allein dieser Zweckbestimmung der Produktion. Um sie aus der Welt zu schaffen, muss folglich der herrschende Produktionszweck, das private Geldverdienen, durch eine planmäßige Versorgung der Leute mit Dingen ihres Bedarfs ersetzt werden. Oder?" ( aus GegenStandpunkt)

Eine multimediale Veranstaltung in Kooperation mit der agriKultur gruppe greifswald, dem Vereinzelt e.V. Hohenbüssow und dem I.G.E.L. e.V. ZarNekla
Am 20. 4. 2010 um 19.00 Uhr im IKuWo
Die Veranstaltung ist Teil der Tu Wat Veranstaltungswochen http://antifahgw.blogsport.de/tu-wat/

2009 - Klimakonferenzschmelze: 2010 - LandWende 2.0

Die Hoffnung, dass der Klimawandel zum Umdenken in der Politik beitragen könnte, hat sich als irrig erwiesen. Der eingeschlagene Weg wird sogar beschleunigt fortgesetzt: "Das CO2-Thema ist fundamental, es greift tief in alle Wirtschaftsprozesse ein. Es führt zu neuen Kämpfen um Macht und zu einer neuen Verteilung der Macht." (Röttgen, UW-Minister). Politiker stinken nicht. Schwarz - die Himmel unsrer Zukunft, rot - die Erde der Vergangenheit, Gold - die Zähne unsrer Väter. (Fehlfarben)

Eine Kehrtwende in der Verteilung von Land, Erzeugnissen und nicht zuletzt eine Änderung in Fragen von Im- und Export ist von der Politik nicht gewollt. Die Grundsicherung der LandbewohnerInnen wird mehr als zuvor durch verbilligte Agrarimporte, z.B. aus Europa, verhindert, so dass die Landbevölkerung der Konkurrenz nichts entgegenzusetzen hat und in die Städte abwandert. Slums stinken nicht. Einkaufsbummel im Ernußland, was übrig bleibt, wird Entwicklungshlife genannt. (Fehlfarben)

Der Ernährungsausschuss des deutschen Bundestages will die Agrarexportförderung von 3 Mio Euro auf mehr als 6 Mio Euro verdoppeln. Die Gelder leisteten einen Beitrag zu mehr Wertschöpfung und zur Schaffung weiterer Arbeitsplätze in der Ernährungswirtschaft. Die Antwort unserer Politik heißt Veredlungsproduktion in Deutschland. Die Verwurstung der ganzen Welt scheint unaufhaltsam. In den nächsten 40 Jahren ist die Verdopplung der globalen Fleischproduktion nötig, stellte die FAO fest… Fleisch stinkt nicht. Wohin soll denn die Reise geh'n, ich weiß es nicht und will's nicht wissen. (Sandow)

Die Chance, Weltgeld für Kaschmirwolle zu ergattern, hat dazu geführt, dass die mongolischen Nomaden der Versuchung nachgeben, immer mehr Tiere zu halten. Grasland wird zur Wüste. Nach einem längerem Winter fehlt das Futter. In den Zeiten der Planwirtschaft bis zum Zerfall der Sowjetunion vor zwanzig Jahren war die Zahl der Herden klugerweise begrenzt worden. Auf der Straße sterben die Menschen, auf der Wiese steht die Kuh. (Der Demokratische Konsum)

Abfall wird mehr u. mehr zur akzeptablen Währung. Mrd.-Betrug beim CO2-Handel sind ein Beleg dafür. CO2 soll unter der Erde gehortet werden, wie ein Goldschatz. CO2 stinkt nicht. Systeme rasten ein, ich raste aus. (Klick & Aus)

Das kostet und kurbelt die Wirtschaft an… Arbeit arbeit… aa… alles Scheiße.
Darum denken wir: einfach anfangen, tu wat, MV tut ja so gut: Wildwuchs organisieren u. praktizieren.
Bäume sind die besseren "CO2 -Speicher".
Statt des polierten Globus eine etwas rauere Kugel.
Mehr Freizeit und Freiraum.
Nachtruhe und Winterschlaf.


Landwende 2.0 # 1

(7. & 8. Mai in Demmin, Hanseufer)

Anschlusszwang an städtischen Wohlstand und die dazu passende gegenläufige Entwicklung Der Tierversuch zeigt den Weg in die schöne neue Welt. Seit 2010 müssen Wiederkäuer elektronisch erfasst sein und nur noch staatlich zugelassene Samenspender werden erlaubt. Die grüne Wiese wird von Tieren befreit. Hochleistungsrassen sollen unter optimalen Bedingungen das Klima retten. Der Überwachungsstaat entwickelt sich. Auf der einen Seite ist die sinnvoll geordnete Kulturlandschaft der kurzen Wege eingebunden in bewusst gesetzte Parks (Thünensche Kreise) - für das Leben durch Kooperation. Auf der anderen Seite ist der vorhandene Globalirrsinn mit seinen subventionierten expansiven Veredlungsüberschüssen und der subventionierten Rentnerreiseflut… - für das Geld durch Konkurrenz. Das ist eine Systemfrage, die unserem Landwendepaket unterliegt.


LANDWENDE 2.3 - Armutsproduktion - Sozialstandards

Regiert Geld die Welt? Kommt es darauf an, was man daraus macht? Auf den, der es hat? Soziale Experimente am Start?

3. bis 5. 12. 2010 beim Kombinat Gatschow

Freitag, 3. 12. 2010

14:00 Begrüßung und Aufwärmen

14:30 Bisher verkündet jede gut abgesi-cherte Regierung, ein bedingungsloses Grundeinkommen (BGE) würde ihr System verändern... Impulsreferat und Diskussion am Beispiel einer Region in Namibia. Die Ausweitung auf das ganze Land durfte nicht sein, förmlich vom Himmel fallendes Geld würde die Menschen zum Nichtstun animieren. Würde. Die ist bekanntlich in Deutschland unantastbar. Arbeiten für die, die es nicht brauchen, sei die menschliche Bestim-mung. Das schafft Täterschaft, wenn es darum geht, Mutter Erde den Hals umzu-drehen. Der unbewohnbare Raum wird nicht nur in Schwarzafrika verlassen.

16:30 Kreativpause

17:00 Geschafft! Rankingplatz 412 - der letzte für den Landkreis Demmin. Könnte ein BGE das ändern? Aber wer soll sonst das Letzte sein? "Lieber kein Geld geben", Muhammad Yunus / Paolo Coelho Inputreferate und Arbeitsgruppen, Herausarbeiten von Kausalketten und Ideen für soziale Experimente.

19:00 Abendessen

20:00 Reflexionen, Impulsverarbeitung, Rückkopplung für den Seminarablauf, Spiele. Oder weitermachen.

Sonnabend, 4. 12. 2010

9:00 Frühstück

10:00 Gruppendynamische Erwärmung

10:30 Staatlich gewollte Autarkie. Um-gang mit Geld in Venezuela zur bedin-gungslosen Verbesserung der Lebens-situation der Menschen. Inputreferat, Diskussion, Arbeitsgruppen zu einer selbstbestimmten sozialen Praxis

13:30 Mittagessen

14:30 Feldforschung in Arbeitsgruppen – Die Ohnmacht der Verbraucher. Die Realität der Konsumenten am Ende der Wirtschaftskette. Und ihre doppelte Ab-hängigkeit, einmal vom Einkommen, das gerade so reicht, um am nächsten Tag wieder sein Leben für die profitable Aus-nutzung zur Verfügung zu stellen, zum anderen vom Preis und Menü der Waren. Der Konsument entscheidet s i c h. Sonst gar nichts.

16:00 Kreativpause

16:30 Praktikable Alternativen: Wie funktionieren Open Source, das nicht-kommerzielle gemeinsame Zurverfügung-stellen von Ressourcen. Was ist Freie Kooperation?

18:00 Abendessen

19:00 Reflexionen, Rückkopplung an Bildung und Entwicklungspotentiale auf dem Land

21:00 "Farmer John" - ein Filmbericht über einen der dritten Wege. (Wdh.)

Sonntag, 5. 12. 2010

9:00 Frühstück

10:00 Gruppendynamische Erwärmung

10:30 Wo bleibt der Wald? Geld als He-bel, nachhaltige Veränderungen zu verhin-dern: Ackerland wird im LK DM schon für 22 T€/ha gehandelt. In Schleswig-Holstein geht’s bei 23 T€/ha erst richtig los. Die Landesforst sitzt auf Geldern und wür-de seit Jahren gerne mehr Wald schaffen - nur es sind dafür keine Flächen zu haben. Die Landesforst muß sogar bewirtschaftete Waldackerflächen vom Land MV zurück-kaufen - für 8 t€/ha aufwärts. Andererseits ist kürzlich bspw. die Gemeinde Düvier mit 300 € Ausgleichszahlung für 600 m² von ihr zerstörten Wald glatt davongekommen. Inputreferat, Diskussion, Arbeitsgruppen

13:30 Mittagessen

14:30 Gülle zu Geld. Energieautarke Dör-fer. Ausräumen der Landschaft mit ande-ren Mitteln. Alle Komponenten werden nachhaltig beeinträchtigt. Der Klimawandel geht voran, Ressourcen werden knapper. Impulsreferat und Erfahrungsaustausch zur "Bioenergie"

Im Anschluß Abschlußrunde, Auswertung des Seminars, Anregungen, Kritik, Aus-blick auf Folgeveranstaltungen.

ab 17:00 Abreise (mit Möglichkeit eines Bahnhofshuttles)

Grundsätzlich ist der Ablauf offen und verhandelbar!

Anmeldungen:

Roland Gorsleben, I.G.E.L. e.V.
17121 Zarnekla 19

mailto: i.g.e.l.e.v@t-online.de
Tel.: 039998 -10487

Seminargebühren:

Seminargebühren mit sozialer Staffelung! Im Seminarbeitrag bis max. 50,- € sind enthalten:
Seminarkosten, Übernachtung, vegeta-rische Bio-Verpflegung, und: anteilig Fahrkosten DB, 2.Klasse können erstattet werden.

Weitere Infos

http://www.tollensetal.org http://www.globale-landwirtschaft.net http://www.schweinerei.blogsport.de

und unbedingt lesenswert:

http://www.buga2009.blogsport.de

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Zar Nekla die Zweite, Freiraum für Gemeinschaft und Einzelgänger, naturnahe Aktivitäten und selbstbestimmteres Leben.
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