Die Brötchenfrage

Version 14, 88.67.37.222 am 23.3.2008 20:48
Daten
web: http://www.opentheory.org/broetchen/text.phtml

Die Brötchenfrage taucht immer wieder auf, sobald man jemandem von den Oekonux-Ideen erzählt. "Ja, aber wie verdienen die denn ihre Brötchen (--die Programmierer Freier Software)?!" oder auch "Ja, aber wo kriegen wir denn dann unsere Brötchen her?" schallt es den Oekonuxies aus 1000 Kehlen entgegen.

Die erste Frage deutet auf die tiefe (materielle) 'Verwurzelung' der Freien-Software-Produktion in der kapitalistischen Welt hin. (Häufig wird auch die Frage gestellt, ob es denn nicht möglich sei, daß die Freie Software dem Kapitalismus nicht nur nicht schade, sondern sogar dazu beitrage, ihn "zu retten".)

Hinter der zweiten Frage verbirgt sich vor allem der Kern des Problems der materiellen Produktion insgesamt. Diese hat dadurch, dass für materielle Produkte die "Digitale Kopie" nicht zur Verfügung steht, erhebliche Auswirkungen.


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Neue Seiten im Kontext

Sonntag, 23. Mrz 2008

Public Private Property (PPP) verfolgt das Ziel, mit Hilfe von Lizenzen einen entknappenden Umgang mit materiellen Gütern zu ermöglichen.

Das Konzept ist angelehnt an die Erfindung der GPL, die dies im Bereich "Computerprogramme" bereits erreicht hat. Dabei soll ein ähnlich modulares Lizenzsystem zum Einsatz kommen, wie es Creative Commons erfolgreich vorgemacht hat. Weitere Inspirationsquellen finden sich in den schon existierenden oder angedachten Projekten Peerconomy, Mietshäuser-Syndikat, Nutzigems, Reisenetzwerken. Allen diesen Projekten ist gemeinsam, dass sie versuchen das private Eigentumsverhältnis an materiellen Gütern zu verändern (manchmal sicherlich nicht in vollem Bewußtsein, was sie da tun).

Dabei wird das juristische Eigentum selbst erst einmal nicht angetastet. So wie ja auch bei GPL- oder CC-lizensierten Werken das Copyright beim ursprünglichen Autor verbleibt. Dennoch soll es die Möglichkeit geben, durch ein eigenes Lizenzmodul den dauerhaften Verbleib der ehemaligen Ware in PPP zu sichern. In diesem Fall wird dann das Eigentum übertragen an eine Organisation, die die Garantie übernimmt, dass PPP gültig bleibt. Auch das gibt es im Fall der GPL: Viele GNU-Projekte verlangen ein Abtreten der Rechte an die FSF, um so unproblematisch zukünftige Lizenzänderungen vornehmen zu können.

Die Nutzung eines PPP-Gutes wird möglich, wenn man die Lizenz anerkennt. Das Eigentum bleibt also privat, der Besitz wird aber gesellschaftlich. Dabei formuliert PPP den kleinsten gemeinsamen Nenner von "zur Verfügung stellen": Zeigen, dass es da ist. Zusätzlich angegebene PPP-Module ermöglichen mehr Freiheit.

Das Experiment soll dezentral ohne die Notwendigkeit, erst eine Community aufbauen zu müssen, und ohne aufwendige Software-Programmierung funkionieren. Eine Gemeinschaft bildet sich durch Nutzung und durch die Vermittlung des Internet. Von Anfang an soll aber (im Entwurf von Formaten und Protokollen) daran gedacht werden, dass man in einem nächsten Schritt dann durchaus Werkzeuge entwickelt, oder schon vorhandene nutzt, die den Umgang mit größeren Datenmengen dann überhaupt erst ermöglichen.

Unterstützer, die diese Lizenzen ausarbeiten, sowie Übersetzer (vorerst ins Englische) werden gesucht.

Sonntag, 11. Juni 2006

OnlineBuch von Gary Alexander über den Einsatz von Technologie (CSC) für eine solidarische Ökonomie.

To counter that global cancer, this book sets out a Utopian yet practical agenda for change that harnesses the exciting potential of electronic communication to launch a new era of community regeneration.

It proposes a system of relationships - with the Earth as a living organism, and among the people living in it - that embody principles of collaboration and sustainability. It offers a path to a future with a co-operative free-market economy. It shows how electronic communications can be used so that the driving force of the economy is the health of the environment and the well being of all of humanity rather than money flows.