AufmerksamkeitsÖkonomie

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Ab dem dritten Drittel des 20. Jahrhunderts vorrangig im Kultursektor (insb. Pop) beobachtetes Phänomen, das im Verdacht steht, einen qualitativen Umschlag darzustellen: Diente Aufmerksamkeit im Kapitalismus dazu, Kapital zu mehren (durch Werbung) so werden in der A. umgekehrt materielle Ressourcen eingesetzt um Aufmerksamkeit zu erregen, sie in Form von Popularität zu akkumulieren und daraus sekundär, als Mittel, materielle Mittel zu generieren.

Kommunikationstheoretisch wird das Aufkommen der A. mit der explosionsartig steigenden Menge sich aufdrängender Information begründet, der ein im Prinzip gleichbleibendes Potenzial zur Informationsaufnahme (Aufmerksamkeit) gegenübersteht. Dadurch verlieren die Informationen den Charakter eines knappes Gutes an unsere Bereitschaft, Aufmerksamkeit aufzubringen.

ähnlich: AnerkennungsÖkonomie

Quellen

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Mittwoch, 4. Juli 2001

Ökonomien, die nicht der gegenseitigen Konkurrenz verpflichtet sind.