Umsonstläden

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In Umsonstläden werden Gegenstände zur kostenfreien Mitnahme bereitgestellt. Umgekehrt kann jeder Gegenstände dort abgeben, die er nicht mehr braucht.

Aktuell

Idee

Die Idee des Umsonst-Ladens ist einfach: Viele Leute haben Dinge, die sie nicht mehr gebrauchen können oder wollen. Diese liegen oft nutzlos herum, denn "eigentlich sind sie zu schade zum Wegwerfen".

Andere Menschen wiederum suchen vielleicht genau diese Dinge, können sie sich vielleicht nicht leisten, oder müssen Geld dafür ausgeben.

Wenn die Dinge noch gebrauchsbereit und in Ordnung sind, können sie einfach im Umsonstladen vorbeigebracht werden. Von der Vase über die Hose bis zur Brotmaschine nehmen wir alles, was andere gebrauchen könnten und verschenken es dann an diese weiter. Geld gibt es im Umsonstladen nicht. Alle dort bereit liegenden Dinge sind "umsonst". Damit stellt der Umsonstladen einen Anfang einer wirklichen Alternative zur kapitalistischen Warengesellschaft dar, in der alles einen "Wert" hat und folglich Geld kostet. ergo: Bildet weitere Umsonstläden ! Bei Interesse bitte eintragen: UmsonstLadeninitiativen

Im Umsonstladen kosten die Dinge nichts, sie werden auch nicht getauscht oder sonstwie verrechnet. Sie werden versuchsweise (!) als nur nützliche Dinge ohne Warenwert behandelt. Aber auch von Umsonstladenprojekten wird Geld gebraucht, von den meisten z.B. für die Ladenmiete. Das wird häufig von Kleinspenden der NutzerInnen aufgebracht.

Der Umsonstladen alleine stellt sicher noch keine Alternative zur Warengesellschaft dar. Schließlich beruht er auf dem Warenüberfluss unserer Warengesellschaft. Erst wenn versucht wird, diese Dinge auch verabredet gemeinsam zu reparieren und herzustellen, um sie DANN an die Beteiligten auszugeben, kann eine Alternative zur Vergesellschaftung über Waren und Geld entstehen (siehe dazu auch die "nicht-kommerzielle Landwirtschaft" auf dem Karlshof).

Der 1. deutsche Umsonstladen in Hamburg-Altona (ab 1. März 1999) hat von Anfang an den Umsonstladen in ein weitergehendes Konzept einer waren- und erwerbsarbeitskritischen Projektgemeinschaft eingebettet (siehe Arbeitskreis Lokale Ökonomie Hamburg). Andere, die Umsonstladen-Praxis erweiternde Ideen sind dort das KleinmöbelLager http://www.ak-loek.de/Main/Kleinmoebellager, Fahrrad-Selbsthilfe-Werkstatt http://www.ak-loek.de/Main/Fahrradwerkstatt und die Freie Uni Hamburg, in der sich Menschen in kleinen Lerngruppen anspruchsvolle Bildung gegenseitig ohne Geld geben. Neu ist die Stadtteil Reparatur Werkstatt, in der sich Aktive gegenseitig Reparaturfähigkeiten beibringen und NutzerInnen gegen eine Spende bei konkreten Reparaturanliegen unterstützt werden http://www.ak-loek.de/Reparatur/HomePage.

Die Wiener Gruppe W.E.G. bietet auf ihrer Website Raum für einen Ressourcenpool, der die Möglichkeiten des KostNixLadens erweitert. Rege geht es bei manchen der weltweiten Freecycle -Gruppen zu (nur Güter); diese sind aber nicht in weitergehende Projekte eingebunden.


Adressen in Deutschland

Baden-Württemberg

Bayern

Berlin

Brandenburg

Bremen

Hamburg

Hessen

Mecklenburg-Vorpommern

Nordrhein-Westfalen

Niedersachsen

Rheinland-Pfalz

Sachsen

Sachsen-Anhalt

Thüringen

im Internet

Mailingliste

UmsonstladenMailingliste zu deutschsprachigem Austausch und Koordination


Umsonstläden in anderen Ländern

Österreich

  1. Kost-Nix-Laden im V.E.K.K.S.

    • Zentagasse 26, 1050 Wien

    • Öffnungszeiten: Mo. 15 – 20 Uhr, Do. 15 – 20 Uhr, Fr. 15 – 20 Uhr

    • http://www.umsonstladen.at/

    • info(-at-)umsonstladen.at

  2. Schenke: Kostnixladen & Kaffee

    • Pfeilgasse 33, 1080 Wien

    • Öffnungszeiten: Mo. 15 – 20 Uhr, Di. 15 – 20 Uhr (nur für Frauen*,Lesben,Inter-,Trans*-Personen, Do. 15 – 20 Uhr

    • http://www.umsonstladen.at/

    • schenke(-at-)geldlos.at

  3. Gratis-Bazar, in der Bassena

    • Am Schöpfwerk 29/14, 1120 Wien, Tel.: 01 - 667 94 80

    • Öffnungszeiten: Di. 10 – 20 Uhr, Mi. 10 – 17 Uhr

    • http://www.bassena.at/bazar.html

    • stadtteilzentrum(-at-)bassena.at

  4. KOSTNIXLADEN Gratkorn

  5. Kost-Nix-Laden Innsbruck

  6. Ressourcen-Pool im Internet.

Niederlande

Internetportal der Weggeefwinkel mit einer stets aktualisierten Adressenliste der z.Zt. ca. 35 Umsonstläden in den Niederlanden.

Frankreich

Hinweis in französischer Wikipedia

  1. Magasin pour Rien (Mulhouse, Alsace)

    • 2bis rue du Port, 68100 Mulhouse

    • Öffnungszeiten: Di. 9 - 12 Uhr, Do. 14 - 17 Uhr und Sa. 9 - 12 Uhr

    • Kontakt: 0033 3 89 42 04 32 oder 0033 3 89 33 97 86

Kanada

Freestore at Hornby Recycle Depot (existiert seit 1978)

USA

  1. Baltimore Free Store

  2. Freestore-Foodbank

  3. Free Store, Free Detroit

  4. Freestore im Rocktown Infoshop and Freespace


Historische Wurzeln

Die Vorläufer der heutigen Umsonstläden entstanden Ende der 60er Jahre im Zuge der Protestbewegungen in den USA. Ausgehend von ihrer Kritik am Geld und ihrem Ideal einer Geschenkökonomie betrieb die Bewegung der Diggers (eine Guerilla-Straßentheater Gruppe) von 1966 bis 1968 2 "Free Stores" in San Francisco und einen in New York. Daneben betrieben sie noch viele andere Freie Aktivitäten wie z.B. das "Free Medical Center" und "Free Food". Auch in Australien gab es Anfang der 70er Jahre in Melborune den Collingwood Freestore, der ebenfalls aus der anarchistischen Bewegung und deren Geldkritik hervorging.

Vernetzung

Im deutschsprachigen Raum gibt es in unregelmäßigen Abständen Treffen von Umsonstläden und verwandten Projekten.

Links

Texte - Erfahrungsberichte, Kritik und Selbstkritik

Stand: 01/2013

Neue Seiten im Kontext

Mittwoch, 29. Februar 2012

offener Raum in der Altmark. Hier steht ein ehemals von der Grenzkompanie der NVA benutztes Gelände und ein das direkt anschließende Gelände eines stillgelegten Bahnhofes mit verschiedenen Gebäuden – unter anderem dem alten Kasernen- und dem Bahnhofsgebäude zur Verfügung. Wir haben hier einen Schenkladen, einen Hackerspace und einiges weitere im Aufbau.

Montag, 1. August 2011

Seit November 2010 gibt es nun die „Kinder-Schatzkammer“ an der freien Waldorfschule in Greifswald. Mit der Absicht, gemeinsam für gute Kleidung für unsere Kinder sorgen zu können, haben wir in einem Kellerraum des Waldorf-Kindergartens einen Platz geschaffen, an dem Kindersachen, gutes Spielzeug und Bücher und allerlei Gebrauchsgegenstände für unseren Nachwuchs, ohne Gegenleistung gebracht und geholt werden können. Viele Kleidungsstücke, Spiele, Bücher, Kleinmöbel und auch Fahrräder haben nun schon auf diese schöne Weise eine neue Bestimmung gefunden. Jeden Dienstag in der Schulzeit ist die Kinder-Schatzkammer von 8-10°°Uhr geöffnet. Sachen können aber auch jederzeit beim Hausmeister oder im Waldhaus abgegeben werden.

Dienstag, 8. Mrz 2011

Der Kleidertauschladen "Kleider tauschen Leute" geht in die vierte Runde. Nach Berlin – Friedrichshain und Kreuzberg und einem in Kiel, eröffnet er nun am 02.04.2013 in der Bremer Innenstadt mit einem spektakulären Discoshopping. Nach dem Prinzip eines Schenkeladens wird der Textilienneukaufzwang zu umgangen, in dem sich die "neuen" alten Kleidungsstücke gegenseitig geschenkt werden. Das Ladengeschäft im totgesagten Lloydhof dient als Umschlagplatz.

Montag, 21. Februar 2011

Umsonst-Kiosk der Projektgemeinschaft Arbeitskreis Lokale Ökonomie im Gängeviertel in Hamburg

Donnerstag, 2. Juli 2009

Schenkladen in Berlin Charlottenburg

Samstag, 14. Mrz 2009

Umsonstladen in Rosenow/Demmin

Donnerstag, 26. Februar 2009

Wir wollen einen neuen Umsonstladen in Berliner Stadtteil Weißensee gründen.

Montag, 9. Februar 2009

Umsonstladen in Demmin

Donnerstag, 5. Februar 2009

Zur Vorbereitung des "Umsonstladentreffens" / "Gib & Nimm 2009" in Köln (13.-15.3.09) sollen alle Umsonstläden direkt gefragt werden, ob sie an einem überregionalen Austausch interessiert sind bzw. zum Treffen kommen.

Folgende Liste beinhaltet die zur Zeit bekannten Umsonstläden im deutschsprachigen Raum, teilweise wurden sie schon erreicht / haben sich gemeldet. Schaut sie doch mal durch, fragt nach wen ihr kennt und schreibt uns (Carola oder mir). Kennt es noch weitere Umsonstläden / Initiativen?

Dienstag, 6. Mai 2008

Wir sind eine Gruppe von Menschen, die in Potsdam einen Umsonstladen aufgebaut hat.

Freitag, 17. August 2007

Neuer Schenk-/Umsonstladen in Berlin Friedrichshain, weitere Teilprojekte: Nutzungsgemeinschaften, telefonisch erreichbare Schenkbörse

Samstag, 21. Juli 2007

Ein Treffen von von Umsonstläden und anderen Projekten selbstbestimmten Wirtschaftens wird für den 29.11.- So, 2.12. 2007 in Berlin vorbereitet.

Sonntag, 1. Juli 2007

Es gibt einen neuen Umsonstladen in Berlin-F'hain ...

Freitag, 16. Februar 2007

Umsonstladen in der Hausgemeinschaft LU15 in Tübingen.

Montag, 11. Dezember 2006

Wir, einige Aktive aus dem Umsonstladen des Arbeitskreis Lokale Ökonomie in Hamburg-Altona, werden im Folgenden einen kritischen Blick auf unsere eigene Praxis werfen. Wenn es uns nicht gelingt, gemeinsam mit den anderen Projekten des Arbeitskreises einen Zusammenhang solidarischen Wirtschaftens jenseits des Marktes aufzubauen, werden wir zu einer karitativen Einrichtung verkommen.

Freitag, 27. Oktober 2006

Dienstag, 13. Juni 2006

Einladung zum Seminar: Eine andere Ökonomie

7 x dienstags vom 20.6. bis 1.8.06 um 19 Uhr im RAW-Tempel, Berlin (Verwaltungsgebäude, hinter dem Ambulatorium), Revaler Str. 99, Berlin-Friedrichshain (Nähe S-, U-Bhf. Warschauer Str.)

Dienstag, 21. Februar 2006

Das Kleinmöbellager in Hamburg ist seit 2001 das erste Kleinmöbellager in Deutschland. Es hat ca. 60 bis 100 Besucherinnen und Besucher pro Woche und ist mit anderen Projekten der gegenseitigen Hilfe verbunden, unter anderem dem Umsonstladen und der Fahrrad-Selbsthilfe-Werkstatt.

Sonntag, 22. Januar 2006

Mailingliste von/für Umsonstladen-Aktive, NutzerInnen und FreundeInnen

Freitag, 20. Januar 2006

Sozialpolitische Tagung Gratisökonomie 3.-5. Februar 2006 in Kassel

Freitag: Rundgespräch Sozialpolitik in Deutschland, Neueste Nachrichten aus Initiativen und Bewegungen

Samstag: Schwerpunkt "Gratisökonomie"

Inputreferate. Gratisökonomie (Frauke Hehl workstation, Berlin) Umsonstläden (nn)

Private Organisation im Alltag (Gertrud Salm, Kasse), Erfahrungen mit Hartz IV, (Martin Reuter; Kassel) Neue Arbeit Neue Kultur, das Konzept von Frithjof Bergmann (Dieter Koschek; Wasserburg). Abends Film

Sonntag: Ekoll der AG SPAK mit der Planung des Jahres 2006, des SOPOFO im Kongress "Solidarische Ökonomie" in November zusammen mit der Bewegungsstiftung und Ökogeno u.a.

Anmeldung und Information agspak, Dieter Koschek, Dorfstr. 25, 88142 Wasserburg 08382-89056, agspak@t-online.de

Mittwoch, 29. Juni 2005

Solidarische Ökonomie ist der Gegenpol zur Machtökonomie. Wir müssen sie nicht erfinden, denn sie ist - zumeist unbewusst und verkrüppelt - die Grundlage aller Machtökonomie. Wir kennen sie aus dem Kontext der Familie und des Freundeskreises.

In der solidarischen Ökonomie ist die Gesellschaft zuständig für die Befriedigung der Bedürfnisse des Einzelnen. Die Aufgabe des Einzelnen ist die Äußerung der Bedürfnisse.

Die Bewegungsform solidarischer Ökonomie ist deshalb das Gespräch; es gibt keine abstrakte Vermittlungsform.

Donnerstag, 5. Mai 2005

Mittwoch, 20. April 2005

Ich will ne UmsonstWerkstatt starten (hier in Augsburg). Bin drauf gekommen, weil ich in meine neue Wohnung(großer Keller) meine umfangreiche Werkstattausrüstung, die seit fast zehn Jahren bei meinen Eltern brach lag mitgenomen hab und wieder aufgebaut hab. Das Ganze soll analog zum Umsonstladen-Prinzip laufen, also zB. ein Päckchen Schraubenreste mitbringen und drei andere Materialien mitnehmen. Werkzeuge einbringen und ausleihen läuft dann nebenher, das ergibt sich dann, je nach Vertrauen bzw. im Haus is natürlich auch eine Werkstatt, in der man je nach Sympathie dann zusammen arbeiten kann. ...

Donnerstag, 14. Oktober 2004

Der erste Umsonstladen.

Mittwoch, 28. Juli 2004

Das Unperfekthaus stellt Infrastruktur (Räume, Computer, Werkzeuge) unendgeltlich für Projekte zur Verfügung.

Diese verpflichten sich öffentlich zu sein, d.h. sie sind jederzeit für Besucher offen. Eine Möglichkeit zur Beteiligung der Besucher ist erwünscht. Finanziert wird das ganze durch Eintrittsgelder für Besucher (momentan ab 7€ für eine Woche).

Dienstag, 27. Januar 2004

Schenkökonomie steht für gegenseitiges Schenken ohne Erwarten von Gegenleistungen.

Samstag, 18. Oktober 2003

Umsonstladen in der KTS-Freiburg

Montag, 25. August 2003

Projekt zum "Freisetzen" von Büchern.

Die Idee kurz und bündig: Hinterlegen Sie ein Buch und veröffentlichen Sie, warum und wo es zu finden ist.

Dienstag, 8. April 2003

Diese Seite dient dazu, dass sich Menschen finden können um neue Umsonstläden zu bilden. Die ersten beiden Ziffern stammen aus der PLZ.

Montag, 31. Mrz 2003

Umsonstladen in Dresden

Dienstag, 5. Februar 2002

Beispiel für eine Kooperative Ökonomie in der Yequana-Kultur.

Ich schätze die Wahrscheinlichkeit, dass unsere Handelsmethoden ebenso "zivilisiert" werden wie die der Yequana, nicht für sehr hoch ein. Diese Geschichte biete ich nur als ein Beispiel dessen, was als gangbarer Weg anerkannt werden kann, wenn die Kultur es vorschreibt und damit zu rechnen ist, dass die Mitglieder der Gesellschaft, was ihre Beweggründe betrifft, eher sozial als "antisozial" eingestellt sind.

Mittwoch, 23. Januar 2002

Die für den 23.01. angesetzte Zwangsversteigerung wurde kurzfristig abgesagt. Offenbar wurde das Haus schon am Freitag an einen noch unbekannten Investor verkauft.

Umsonstladen bleibt!

Eure Unterstützung wird also auch weiterhin benötigt.
Geplant ist noch nichts. wir müssen erstmal abwarten.

Donnerstag, 13. Dezember 2001

Dieser Text umreißt das Selbstverständnis des Umsonstladens des Arbeitskreis Lokale Ökonomie in Hamburg.

Montag, 26. November 2001

Umsonstladen in Berlin.

Mittwoch, 4. Juli 2001

Ökonomien, die nicht der gegenseitigen Konkurrenz verpflichtet sind.

Freitag, 16. Mrz 2001

Diese Seite sammelt Fragen, die öfters zu CoForum gestellt werden.

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